Freitag, 29. Mai 2026

WärmewendeAustauschprojekt zwischen Städten gestartet

[29.05.2026] Stuttgart, Leipzig und Köln starten mit der Forschungsstelle für Energiewirtschaft das Projekt GLOW-Up zur kommunalen Wärmewende. Das Netzwerk soll Städten helfen, Wärmepläne schneller umzusetzen, Bürger früh einzubinden und praxistaugliche Lösungen für Finanzierung und Infrastruktur zu entwickeln.

Stuttgart, Leipzig und Köln haben jetzt gemeinsam mit der Forschungsstelle für Energiewirtschaft das Forschungsnetzwerk GLOW-Up gegründet.

(Bildquelle: 123rf/ scyther5)

Stuttgart, Leipzig und Köln haben gemeinsam mit der Forschungsstelle für Energiewirtschaft (FfE) das Forschungsprojekt GLOW-Up gestartet. Wie die Landeshauptstadt Stuttgart mitteilt, soll das Netzwerk Lösungen für die kommunale Wärmewende entwickeln und den Austausch zwischen Städten stärken.

Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Kommunen ihre Wärmeversorgung klimafreundlich umbauen und bestehende Wärmepläne in die Praxis überführen können. Viele Städte verfügen bereits über erste Konzepte. Bei der Umsetzung entstehen jedoch technische, organisatorische und wirtschaftliche Probleme. Dazu zählen Kostenanalysen, der Ausbau und die Priorisierung von Wärmenetzen, geeignete Flächen für Nahwärmelösungen sowie tragfähige Finanzierungs- und Geschäftsmodelle.

Das Projekt trägt den Titel „Gemeinschaftliche Lösungen zur Optimierung der Wärmeplanung für Umsetzungsprojekte“, kurz GLOW-Up. Die beteiligten Kommunen wollen gemeinsam praxistaugliche Ansätze entwickeln und ihre Erfahrungen austauschen. Partner des Netzwerks sind außerdem Kiel, Hamburg und die Stadtwerke Leipzig.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Beteiligung der Bevölkerung. Nach Angaben der Projektpartner hängt der Erfolg der Wärmewende wesentlich davon ab, Bürgerinnen und Bürger sowie lokale Akteure frühzeitig einzubinden. Die im Projekt gewonnenen Erkenntnisse sollen deshalb auch anderen Städten und Gemeinden zur Verfügung stehen.

Stuttgarts Bürgermeister für Städtebau, Wohnen und Umwelt, Peter Pätzold, sieht in dem Vorhaben vor allem Vorteile durch den Austausch zwischen Großstädten. „Der enge Austausch hilft uns, Probleme zu bewältigen und gleichzeitig von erprobten Ansätzen zu profitieren“, sagt Pätzold.

Gefördert wird GLOW-Up vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie im Rahmen des 8. Energieforschungsprogramms. Das Projekt läuft bis Ende 2027.





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