Stadtwerke OsnabrückZwischenbilanz zu Wärmepumpen-Komplettpaket

Die Stadtwerke Osnabrück haben jetzt ein positives Zwischenfazit zu ihrem Wärmepumpen-Komplettpaket gezogen.
(Bildquelle: Stadtwerke Osnabrück)
Nach einem Jahr ziehen die Stadtwerke Osnabrück eine positive Zwischenbilanz für ihr Wärmepumpen-Komplettpaket, das sie gemeinsam mit Viessmann und regionalen Handwerksbetrieben entwickelt haben. Wie die Stadtwerke Osnabrück mitteilen, hat sich das partnerschaftliche Modell seit dem Start im Dezember 2024 (wir berichteten) als gefragtes Angebot für Eigentümer im Stadtgebiet und in der Region etabliert und zu einem wichtigen Baustein der lokalen Energiewende entwickelt.
Über die zentrale Plattform der Stadtwerke gingen in den vergangenen zwölf Monaten rund 150 Anfragen und Beratungsgespräche ein. Stadtwerke-Energiechef Jan-Hendrik Funke zufolge konnten nahezu alle Anfragen direkt an die beteiligten Fachbetriebe weitergeleitet werden. Insgesamt wurden bislang zwölf Wärmepumpenprojekte realisiert, verteilt auf vier unterschiedliche Innungsbetriebe aus dem Partnernetzwerk. Funke verweist darauf, dass sich damit der Nutzen eines verlässlichen Ansprechpartners und eines regional verankerten Handwerks in der Praxis bestätige.
Auch vonseiten der beteiligten Betriebe fällt die Rückmeldung positiv aus. Die strukturierte Erstberatung, die digitale Bedarfsaufnahme und der klar definierte Projektablauf führten zu gut vorbereiteten Kundengesprächen und realistischen Projektchancen. Dirk Barkhüser, Obermeister der SHK-Innung Osnabrück-Stadt, erwartet nach Angaben der Stadtwerke, dass die Zahl der umgesetzten Projekte in den kommenden Jahren weiter steigen wird. Die reibungslose Zusammenarbeit sei zugleich ein Vorteil für die regionale Energiewende.
Vor dem Hintergrund veränderter regulatorischer Rahmenbedingungen, etwa durch das Solarspitzengesetz, gewinnt nach Darstellung der Stadtwerke ein intelligentes Energiemanagement an Bedeutung. Eigenverbrauch, Speicherung und flexible Einspeisung von Solarstrom erhöhen demnach die Wirtschaftlichkeit und verringern die Abhängigkeit von schwankenden Strompreisen. Um Kunden dabei gezielt zu unterstützen, erweiterten die Stadtwerke ihr Angebot im Sommer 2025 um ein PV- und Speicher-Komplettpaket. Diese Lösung kombiniert Photovoltaikanlage, Batteriespeicher und einen passenden Stromtarif zu einem integrierten Gesamtpaket und wurde ebenfalls mit Viessmann und dem regionalen Handwerk entwickelt.
Parallel dazu wollen die Stadtwerke ihr Partnernetzwerk weiter ausbauen und zusätzliche Lösungen anbieten. Nach Angaben von Funke ist unter anderem geplant, Wärmepumpenkonzepte auch für kleine Mehrfamilienhäuser zu entwickeln. Ziel sei es, noch mehr Haushalten den Zugang zu einem integrierten und klimafreundlichen Energiesystem zu ermöglichen.
Hamburg: enercity versorgt neuen Stadtteil
[20.10.2026] enercity übernimmt die Wärme- und Kälteversorgung des neuen Hamburger Stadtteils Grasbrook. Bereits zum Versorgungsstart 2031 sollen mehr als 90 Prozent der Wärme aus erneuerbaren Energien und industrieller Abwärme stammen. Bis 2040 ist eine vollständig klimaneutrale Versorgung geplant. mehr...
Wärmenetze: Banken sehen hohe Finanzierungsrisiken
[19.10.2026] Banken schätzen die Finanzierung von Wärmenetzen als riskanter ein als die von Stromnetzen. Eine Studie des Fraunhofer ISI zeigt, welche Hürden beim Ausbau der Fernwärme bestehen und wie sich die Finanzierung erleichtern lässt. mehr...
Oldenburg: Wärmewende-Beirat nimmt Arbeit auf
[19.10.2026] In Oldenburg hat ein Beirat zur Begleitung der kommunalen Wärmewende seine Arbeit aufgenommen. Das Gremium soll Empfehlungen erarbeiten, wie die Stadt ihre Wärmeversorgung klimaneutral gestalten und dabei soziale und wirtschaftliche Aspekte berücksichtigen kann. mehr...
Sachsen: Millionen für Wärmewende bewilligt
[12.10.2026] Sachsen hat erste Millionenförderungen für den Umbau der kommunalen Wärmeversorgung bewilligt. Sechs größere Projekte sollen den Einsatz erneuerbarer Energien voranbringen und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen verringern. mehr...
Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm: Vorarbeiten für zwei Flusswasserwärmepumpen
[12.10.2026] Die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm beginnen Mitte Oktober mit Vorarbeiten für zwei Flusswasserwärmepumpen an der Donau. Die Anlagen sollen ab 2027 regenerative Wärme für die Fernwärmeversorgung liefern. mehr...
Meersburg: Wärme aus dem Bodensee
[12.10.2026] Baden-Württemberg will landeseigene Gebäude in Meersburg künftig mit Wärme aus dem Bodensee versorgen. Insgesamt 13 Liegenschaften sollen schrittweise an das geplante Seewärme-Netz angeschlossen werden. mehr...
Stuttgart: Stadtwerke prüfen neues Wärmenetz in Feuerbach
[12.10.2026] Die Stadtwerke Stuttgart prüfen den Aufbau eines Wärmenetzes in Feuerbach, das zwischen 2030 und 2035 entstehen könnte. Eigentümer und Unternehmen können bereits jetzt unverbindlich ihr Interesse an einem Anschluss bekunden. mehr...
Dresden: Wärmeplan beschlossen
[07.10.2026] Der Dresdner Stadtrat hat den kommunalen Wärmeplan beschlossen und dabei Prüfgebiete ausgeweitet sowie den Maßnahmenplan angepasst. Mit dem Digitalen Energielotsen setzt die Stadt bereits eine Maßnahme um, die Gebäudeeigentümer bei Fragen zu Wärmeversorgung, Sanierung und Heizungstausch unterstützen soll. mehr...
N-Ergie: Genehmigung für Altholz-Heizkraftwerk
[05.10.2026] N-Ergie hat die Genehmigung für ein neues Altholz-Heizkraftwerk am Standort Nürnberg-Sandreuth erhalten. Die Anlage soll ab Ende 2029 Strom und Fernwärme erzeugen und bis zu 40 Megawatt thermische Leistung bereitstellen. mehr...
Naturstrom: Kölner Quartier wird mit Solarstrom und Wärmepumpe versorgt
[02.10.2026] Ein neues Wohnquartier in Köln-Ehrenfeld wird mit Photovoltaik und Wärmepumpen mit Strom und Wärme versorgt. Naturstrom hat das Energiekonzept für die 91 Wohneinheiten umgesetzt und bereitet zudem alle Tiefgaragenstellplätze für Wallboxen vor. mehr...
Stadtwerke Energie Jena-Pößneck: Großwärmepumpe für Abwasserwärme
[02.10.2026] Die Stadtwerke Energie Jena-Pößneck konkretisieren ihre Pläne, Abwasserwärme aus der Kläranlage Jena-Zwätzen für das Wärmenetz zu nutzen. Eine Investitionsentscheidung für das Projekt ANIKA soll 2027 fallen. mehr...
Kommunale Wärmeplanung: Umsetzung bleibt unverbindlich
[01.10.2026] Fast alle deutschen Großstädte haben fristgerecht eine kommunale Wärmeplanung vorgelegt. Eine Analyse des Energiewirtschaftlichen Instituts an der Universität zu Köln von 57 Wärmeplänen zeigt jedoch Grenzen des Instruments bei der Umsetzung auf. mehr...
evm/Iqony: Wärmegeschäft in Koblenz gebündelt
[30.09.2026] Energieversorgung Mittelrhein und Iqony bündeln zum 1. Oktober 2026 ihr Wärmegeschäft im Koblenzer Stadtteil Rauental. Die gemeinsame Gesellschaft Wärme Moselbogen soll die bestehenden Netze verbinden und bis 2034 rund 500 weitere Gebäude anschließen. mehr...
dena: Kommunenumfrage zur Wärmeplanung zeigt geteiltes Bild
[29.09.2026] Die kommunale Wärmeplanung kommt voran, doch die Umsetzbarkeit der Pläne wird unterschiedlich beurteilt. Eine Umfrage der Deutschen Energie-Agentur unter 778 Kommunen zeigt zudem Lücken bei eingeplanten Ressourcen und der angenommenen Sanierungsrate. mehr...
Fraunhofer IEG: KI-Plattform soll Wärmeplanung verständlicher machen
[29.09.2026] Das Forschungsprojekt HEATogether will eine KI-gestützte Plattform entwickeln, die Ergebnisse der Wärmeplanung für Kommunen, Energieversorger und Bürger verständlicher aufbereitet. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie fördert das Vorhaben für drei Jahre mit rund 1,2 Millionen Euro. mehr...












