Mittwoch, 21. Oktober 2026

FellbachFortschritte bei Wärmeplanung

[09.01.2026] Fellbach treibt die kommunale Wärmeplanung mit dem Ziel einer klimaneutralen Wärmeversorgung bis 2040 voran. Der Gemeinderat setzt dabei auf Machbarkeitsstudien für Wärmenetze, den Ausbau von Photovoltaik und Wärmepumpen sowie auf eine intensive Information der Bürgerschaft.

Der Gemeinderat der Stadt Fellbach hat bereits 2023 einen kommunalen Wärmeplan beschlossen.

(Bildquelle: Mareike Hoff/Stadt Fellbach)

Bis 2040 soll die Wärmeversorgung in Fellbach klimaneutral werden. Wie die Stad berichtet, hat der Gemeinderat bereits 2023 einen kommunalen Wärmeplan beschlossen, der zugleich die Vorgaben des Klimaschutz- und Klimawandelanpassungsgesetzes des Landes Baden-Württemberg erfüllt. Der Plan gliedert sich in eine Bestands- und Potenzialanalyse, ein Zielszenario und eine Strategie für die Wärmewende und zeigt einen hohen Sanierungsbedarf im Gebäudebestand sowie eine weiterhin starke Abhängigkeit von fossilen Energieträgern.

Derzeit laufen Machbarkeitsstudien für sechs sogenannte Wärmenetzprüfgebiete. Untersucht wird, ob dort ein Wärmenetz technisch realisierbar und wirtschaftlich tragfähig ist. Für die Wärmeerzeugung werden verschiedene Optionen betrachtet, darunter Geothermie, Groß- und Einzelwärmepumpen, Biomasse und Solarthermie. Baubürgermeisterin Beatrice Soltys erläuterte laut Stadtverwaltung in der Gemeinderatssitzung vom 16. Dezember, dass die Ergebnisse dieser Untersuchungen in den kommenden Wochen vorliegen und anschließend in Bürgerinformationsveranstaltungen vorgestellt werden sollen. Die Nutzung von Flusswärme sowie der Einsatz von Windkraft am Kappelberg werden nicht weiterverfolgt, da wirtschaftliche beziehungsweise rechtliche Hürden bestehen.

Parallel dazu setzt die Stadt den Ausbau der Photovoltaik auf eigenen Liegenschaften fort. Künftig sollen verstärkt auch private und gewerbliche Dachflächen einbezogen werden. Als zentrale Heiztechnologie gelten effiziente Wärmepumpen, deren Einsatz insbesondere im Gebäudebestand eine wichtige Rolle spielen soll. Nach Angaben der Stadt sind begrenzte finanzielle Mittel, knappe Flächen und rechtliche Rahmenbedingungen weiterhin Herausforderungen für die Umsetzung.

Großen Wert legt Fellbach auf transparente und kontinuierliche Kommunikation. Informationen stellt die Stadt über eine laufend aktualisierte Internetseite, den Newsletter „Klima & Mobilität“, den Austausch mit den Stadtwerken sowie über thematische Informationsveranstaltungen bereit. In der politischen Aussprache betonten Vertreter mehrerer Fraktionen übereinstimmend die Bedeutung dieses Ansatzes. „Das ist eines der zentralsten Zukunftsthemen unserer Stadt“, wird Stadträtin Sara Schmalzried (Bündnis 90/Die Grünen) zitiert. Auch andere Gemeinderäte verwiesen darauf, dass der Erfolg der Wärmewende wesentlich vom Engagement privater und gewerblicher Eigentümer abhänge und Vertrauen sowie Verlässlichkeit erforderlich seien. Nach Einschätzung aus dem Gremium handelt es sich bei der kommunalen Wärmeplanung um ein langfristiges Vorhaben, dessen sichtbare Ergebnisse erst in einigen Jahren erwartet werden.





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