Samstag, 21. März 2026

Stadtwerke Ludwigsburg-KornwestheimBürgerfinanzierungsmodell erreicht Schlussphase

[04.02.2026] Die Bürgerfinanzierung SWLB KLIMA-Invest der Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim steuert auf die Schlussphase zu. Bis zum 1. März können sich Interessierte noch beteiligen, nachdem bereits über vier Millionen Euro gezeichnet wurden.

Bis zum 1. März können sich Interessierte noch an der Bürgerfinanzierung SWLB KLIMA-Invest der Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim beteiligen.

(Bildquelle: 123rf)

Die Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim (SWLB) beenden in wenigen Wochen die aktuelle Zeichnungsrunde ihrer Bürgerfinanzierung SWLB KLIMA-Invest. Wie das Unternehmen mitteilt, wurden seit dem Start im Oktober über die Tochtergesellschaft SWLB Nachhaltige Erzeugungsanlagen (NEA) Genussrechte im Umfang von etwas mehr als vier Millionen Euro platziert (wir berichteten). Damit seien bereits mehr als zwei Drittel des angestrebten Emissionsvolumens erreicht. Investoren können ihr Interesse noch bis zum 1. März bekunden.

Nach Angaben von Johann Dallmayer, Geschäftsführer des auf Bürgerfinanzierungen spezialisierten Unternehmens Dallmayer Consulting, das die Emission operativ begleitet, ist das Ergebnis angesichts der Laufzeit über die Jahreswende bemerkenswert. „Trotz dunkler Jahreszeit und Feiertagsstress wurden in wenigen Wochen mehr als zwei Drittel des gewünschten Emissionsvolumens erreicht“, wird Dallmayer zitiert.

Auch die SWLB bewerten den bisherigen Verlauf positiv. Geschäftsführer Christian Schneider erklärt, dass im Februar eine letzte Bewerbungsphase startet. Privatpersonen können für eine Laufzeit von fünf Jahren Beträge zwischen 1.000 und 25.000 Euro anlegen. Der jährliche Zinssatz liegt bei 3,25 Prozent, für Kunden der SWLB bei 3,75 Prozent. Für Unternehmen und juristische Personen besteht keine Obergrenze für das Investitionsvolumen.

Das eingesammelte Kapital fließt in NEA. Diese Gesellschaft errichtet nach Angaben von SWLB innovative Energieerzeugungsanlagen sowie weitere Anlagen für die Energiewende und verpachtet sie anschließend an die Muttergesellschaft. Die Verzinsung der Genussrechte setzt ein positives Jahresergebnis von NEA voraus. NEA-Geschäftsführer Bert Hoffmann verweist darauf, dass die Gesellschaft ihre Kosten zuzüglich eines Gewinn- und Verwaltungskostenaufschlags an die SWLB weiterberechnen kann. Die Auszahlung der Zinsen sei damit so lange abgesichert, wie die kommunal getragene Muttergesellschaft ihren Zahlungsverpflichtungen nachkomme.

Wie die Stadtwerke weiter mitteilen, ist für das Frühjahr 2027 eine zweite Tranche geplant. Die Zinskonditionen sollen dann an die Marktentwicklung angepasst werden. Informationen zur laufenden Emission stellt die SWLB auf ihrer Internetseite bereit.





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