Freitag, 27. März 2026

Stadtwerke BernauPflicht-Roll-out-Quote erreicht

[27.03.2026] Die Stadtwerke Bernau erreichen die gesetzliche Quote beim Smart Meter Roll-out und starten die nächste Ausbaustufe. Der weitere Ausbau sowie ein freiwilliges Angebot ab 2026 zeigen, wie sich der Messstellenbetrieb strategisch neu aufstellt.

Jürgen Weber, Zählermonteur bei den Stadtwerken Bernau, kümmert sich ab sofort im gesamten Netzgebiet um den Einbau intelligenter Messsysteme.

(Bildquelle: Joanna Koch/Stadtwerke Bernau)

Die Stadtwerke Bernau liegen beim gesetzlich vorgeschriebenen Smart-Meter-Rollout im Plan und haben die erste Etappe erreicht. Wie das Unternehmen mitteilt, wurde die von der Bundesnetzagentur vorgegebene Pflicht-Roll-out-Quote von 20 Prozent bis Ende 2025 mit rund 300 installierten intelligenten Messsystemen erfüllt.

Der Einbau digitaler Zähler gilt branchenweit als anspruchsvoll, da bis 2032 sämtliche analogen Stromzähler ersetzt werden müssen. Im vergangenen Jahr setzten die Stadtwerke Bernau dafür auf die Unterstützung eines externen Dienstleisters. „Der Smart Meter Roll-out ist für viele Messstellenbetreiber ein herausforderndes Projekt“, sagt Fabian Schultz, Bereichsleiter Markt und Service. Die Zusammenarbeit habe geholfen, die gesetzliche Vorgabe fristgerecht zu erreichen.

Seit März läuft die nächste Ausbaustufe. Ziel ist es, im Jahr 2026 weitere 500 intelligente Messsysteme zu installieren. Künftig übernimmt das Unternehmen den Einbau mit eigenem Personal. Der festangestellte Zählermonteur Jürgen Weber ist nun für die Installation im gesamten Netzgebiet zuständig. Laut Schultz bringt die Umstellung mehr Flexibilität, optimiert Abläufe und reduziert die Abhängigkeit von externen Partnern. Für Kundinnen und Kunden ändert sich am Ablauf nichts: Betroffene Eigentümer werden weiterhin vorab informiert und erhalten einen Einbautermin.

Der Pflichteinbau betrifft Haushalte und Betriebe mit einem Jahresstromverbrauch über 6.000 Kilowattstunden, Betreiber von Photovoltaikanlagen ab sieben Kilowatt Leistung sowie Nutzer steuerbarer Verbrauchseinrichtungen ab 4,2 Kilowatt, etwa Wärmepumpen oder Wallboxen. Alle übrigen erhalten bei Ablauf der Eichfrist ihres bisherigen Zählers eine moderne Messeinrichtung.

Ab dem zweiten Quartal 2026 wollen die Stadtwerke Bernau intelligente Messsysteme auch auf Wunsch anbieten. Voraussetzung sind ein Mindestverbrauch von 3.000 Kilowattstunden pro Jahr oder bei Photovoltaikanlagen eine Leistung ab zwei Kilowatt. Für den freiwilligen Einbau fallen einmalig 100 Euro an, hinzu kommen mögliche Kosten für Anpassungen am Zählerschrank.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Smart Metering

Hager: Anpassung an novellierte Vorgaben

[24.03.2026] Die novellierte VDE-AR-N 4100:2026-04 bringt neue Anforderungen für Zähleranlagen und erstmals klare Vorgaben für Wandleranlagen. Hager reagiert darauf mit angepassten Systemen und digitalen Planungstools, die Elektroinstallateuren die Umsetzung erleichtern sollen. mehr...

GISA/TMZ: Fortsetzung der Zusammenarbeit

[12.03.2026] GISA stellt Thüringer Mess- und Zählerwesen Service künftig auch das Management steuerbarer lokaler Systeme (CLS) vollständig als Software-as-a-Service bereit. Mit der Verlängerung ihrer Smart-Metering-Partnerschaft um fünf Jahre bauen beide Unternehmen ihre gemeinsame Plattform für Gateway-Administration und Messdatenmanagement weiter aus. mehr...

enercity Netz/EnBW: Migration von knapp 21.000 intelligenten Messsystemen

[11.02.2026] enercity Netz hat den bundesweit bislang größten Wechsel eines Gateway-Administrators für Smart-Meter-Gateways abgeschlossen. Rund 21.000 intelligente Messsysteme wurden dabei in vergleichsweise kurzer Zeit und mit niedriger Verlustquote zu EnBW Utility Services migriert. mehr...

Smart-Meter-Initiative: Atlas zum Ausbau veröffentlicht

[10.02.2026] Der neue Smart-Meter-Atlas der Smart-Meter-Initiative macht den Stand des Pflicht-Roll-outs intelligenter Messsysteme nach Netzgebieten sichtbar. Die aktuellen Daten zeigen deutliche regionale Unterschiede, mit Berlin an der Spitze und strukturellen Problemen vor allem bei kleineren Betreibern. mehr...

E-world: rku․it legt Schwerpunkt auf SMGWA

[02.02.2026] rku․it will auf der E-world 2026 neue Plattform- und Managed-Services-Lösungen für die Energiewirtschaft vorstellen. Im Fokus stehen unter anderem Smart Meter Gateway Administration, Automatisierung und KI-gestützte Prozesse. mehr...

Power Plus Communications: GWA-System steuert vier Wallboxen gleichzeitig

[23.01.2026] Vier Wallboxen wurden erstmals parallel über ein SMGWplus aus einem GWA-System gesteuert. Der Test zeigt, dass die Lösung skalierbar ist und die Steuerung im Energienetz praxistauglich erweitert werden kann. mehr...

BSI: Richtlinie für Smart Meter Gateways überarbeitet

[19.12.2025] Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik hat die Technische Richtlinie TR-03109-6 für die Administration von Smart Meter Gateways überarbeitet. Die neue Version 2.0 wird mit der nächsten Zertifizierung der Gateway-Administrator-Systeme ab 2027 verbindlich. mehr...

PPC: Breitband Powerline für die Kommunikationsinfrastruktur

[19.12.2025] In Rheinland-Pfalz haben Pfalzwerke Netz und die PPC-Tochter Coms4Grid den Roll-out einer breitbandigen Powerline-Kommunikationslösung für Energienetze gestartet. Das WAN-as-a-Service-Projekt soll bis 2026 auf insgesamt 15.000 Endpunkte anwachsen und die Digitalisierung der Netzinfrastruktur vorantreiben. mehr...

Smight: Studie zum Energiewirtschaftsgesetz

[30.10.2025] Eine gemeinsame Studie von Horizonte Group und Smight vergleicht erstmals verschiedene Strategien zur Umsetzung des § 14a EnWG. Das Ergebnis: Stationsmesstechnik erweist sich in fast allen Szenarien als deutlich wirtschaftlicher als ein rein auf intelligente Messsysteme gestützter Ansatz. mehr...

smartOPTIMO/peerMetering: Entwicklung einer Funklösung zur intelligenten Messinfrastruktur

[24.10.2025] Das Osnabrücker Start-up peerMetering hat gemeinsam mit smartOPTIMO eine Funklösung entwickelt, die den Smart Meter Roll-out in Mehrfamilienhäusern vereinfachen soll. Durch die Verbindung von bis zu 30 digitalen Zählern mit nur einem Gateway wird der Einbau kostengünstiger und schneller – ohne Eingriffe in die Gebäudestruktur. mehr...

GreenPocket/Hausheld: Kooperation für Beschleunigung des Smart Meter Roll-outs

[23.10.2025] Die Unternehmen GreenPocket und Hausheld bündeln ihre Kompetenzen, um den Smart Meter Roll-out in Deutschland zu beschleunigen. Ziel der Partnerschaft ist eine integrierte Lösung, die Stadtwerken eine wirtschaftlich tragfähige Digitalisierung der Energiedaten ermöglicht. mehr...

Bitkom: Zunehmendes Interesse an Smart Metern

[17.10.2025] Drei von vier Deutschen wollen laut Bitkom intelligente Stromzähler nutzen. Smart Meter gelten als Schlüsseltechnologie für mehr Transparenz und Effizienz im Energiesystem – trotz anhaltender Sorgen um Cybersicherheit. mehr...

Alliander Netz Heinsberg: Umstellung auf Kisters-Plattform

[13.10.2025] Alliander Netz Heinsberg hat seine Smart-Meter-Gateway-Administration auf eine neue Plattform des Aachener IT-Unternehmens Kisters umgestellt. Die cloudbasierte Lösung soll Prozesse beschleunigen, die Netzstabilität erhöhen und neue Anwendungen wie dynamische Stromtarife ermöglichen. mehr...

Voltaris: Klare Regeln für Sicherheit

[23.09.2025] Voltaris hat ein Sicherheitskonzept für die Lieferkette intelligenter Messsysteme umgesetzt. Damit reagiert das Unternehmen auf die Vorgaben des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). mehr...