Mittwoch, 1. Juli 2026

BDEWSmart Meter Roll-out erreicht Zielquote

[01.04.2026] Der Roll-out intelligenter Messsysteme in Deutschland hat 2025 deutlich an Fahrt gewonnen und die gesetzliche Zielquote erreicht. Neue Zahlen der Bundesnetzagentur zeigen den Fortschritt – und werfen zugleich einen Blick auf verbleibende Hürden bei einzelnen Unternehmen.

Der Roll-out intelligenter Messsysteme hat im Jahr 2025 die gesetzlich vorgegebene Quote erreicht.

(Bildquelle: adobestock)

Der Roll-out intelligenter Messsysteme in Deutschland beschleunigt sich weiter und erreicht im Jahr 2025 die gesetzlich vorgegebene Quote. Wie der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) unter Berufung auf aktuelle Zahlen der Bundesnetzagentur mitteilt, liegt die durchschnittliche Roll-out-Quote über alle Unternehmen hinweg bei 23,3 Prozent.

Im Jahresverlauf zeigt sich ein deutlicher Anstieg der installierten Systeme. Nach Angaben der Bundesnetzagentur wuchs die Zahl intelligenter Messsysteme von rund 760.000 im zweiten Quartal 2025 auf etwa 941.000 im dritten Quartal und schließlich auf rund 1,1 Millionen im vierten Quartal. Das entspricht Zuwächsen von 3,8 beziehungsweise 3,1 Prozentpunkten innerhalb weniger Monate. „Die Zahlen der Bundesnetzagentur zeigen: Die Unternehmen sind auf dem Weg“, sagt Kerstin Andreae, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung.

Nicht alle Messstellenbetreiber erfüllen die Vorgaben vollständig. Verfahren richten sich laut BDEW vor allem gegen kleinere Unternehmen, die zusammen nur etwa ein Prozent des Pflicht-Roll-outs ausmachen. Ihre Verzögerungen begründen sie regelmäßig mit hohen IT- und Prozessanforderungen sowie knappen personellen Ressourcen. Auf die Gesamtquote wirkt sich das nur gering aus. Mehr als 90 Prozent der Unternehmen aller Größenordnungen erreichen ihre Ziele oder stehen kurz davor.

Der vergleichsweise langsame Start des Roll-outs erklärt sich aus den hohen sicherheitstechnischen Anforderungen in Deutschland. Entwicklung, Zertifizierung und Bereitstellung der Geräte nahmen entsprechend viel Zeit in Anspruch. Hinzu kommt die komplexe Struktur mit getrennten Rollen von Messstellen- und Netzbetreibern, die einen hohen Abstimmungsbedarf in einem automatisierten Massenprozess erzeugt.

Nach Einschätzung des BDEW sind die Voraussetzungen nun geschaffen, um den Ausbau weiter zu beschleunigen. Die aufwendige Vorbereitung zahle sich aus, da sie eine sichere und verlässliche Infrastruktur für den Einsatz intelligenter Messsysteme gewährleiste.





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