Donnerstag, 2. April 2026

Stadtwerke Münster / ENERVIEForschungsprojekt Future of Utilities Lab

[02.04.2026] Energieversorger und Hochschulen wollen künftig gemeinsam an digitalen Lösungen für die Energiewirtschaft arbeiten. Zu diesem Zweck haben sie eine neue Forschungskooperation gegründet. Im Mittelpunkt steht dabei der Einsatz von künstlicher Intelligenz.
Eine Gruppe von neun Männern steht auf einer Wiese vor einem großen barocken Gebäude mit roter Fassade und heller Verzierung. Die Männer tragen überwiegend Anzüge und schauen in die Kamera, während im Hintergrund das historische Gebäude und ein blauer Himmel mit vereinzelten Wolken zu sehen sind.

Wissenschaft und Praxis starten eine Kooperation für digitale Lösungen in der Energiewirtschaft.

v. l.: Prof. Dr. André Coners, ERCIS, Fachhochschule Südwestfalen; Prof. Dr. Jan vom Brocke, Direktor Institut für Wirtschaftsinformatik und Direktor ERCIS, Universität Münster; Dr. Michael Räckers, Geschäftsführer Institut für Wirtschaftsinformatik, Universität Münster; Max Aberman, Projektleiter „Future of Utilities Lab“, ENERVIE; Seung-Min Shin, Kaufmännischer Leiter, ENERVIE; Erik Höhne, Vorstandssprecher ENERVIE; Frank Gäfgen, Geschäftsführer Stadtwerke Münster; Sebastian Jurczyk, Vorsitzender der Geschäftsführung Stadtwerke Münster; Peter Knoll, Projektleiter „Future of Utilities Lab“, Stadtwerke Münster

(Bildquelle: Stadtwerke Münster)

Die Stadtwerke Münster und der Energieversorger ENERVIE haben gemeinsam mit der Universität Münster und der Fachhochschule Südwestfalen die Kooperation „Future of Utilities Lab” ins Leben gerufen. Wie die Beteiligten mitteilen, soll die Zusammenarbeit die Forschung zur digitalen Transformation in der Energiewirtschaft fördern. Der Fokus liegt auf digitalen Technologien wie Künstlicher Intelligenz (KI). Ziel ist es, energiewirtschaftliche Prozesse, Angebote und Produkte mithilfe solcher Technologien weiterzuentwickeln und deren Einsatz zu untersuchen.

600.000 Euro für praxisnahe Forschungsarbeiten

Für die zunächst auf drei Jahre angelegte Kooperation stellen die Stadtwerke Münster und die ENERVIE Gruppe insgesamt 600.000 Euro bereit. Die Mittel fließen in praxisnahe Forschungsarbeiten am European Research Center for Information Systems (ERCIS). Dort arbeiten Wirtschaftsinformatiker und -informatikerinnen der beteiligten Hochschulen mit Partner an mehr als 30 Standorten zusammen. Laut den Beteiligten könnten digitale Lösungen dabei helfen, die Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen besser vorherzusagen und an den Bedarf anzupassen. Auch beim Netzausbau und bei Wartungsprozessen könnten solche Technologien künftig stärker zum Einsatz kommen.

Enabler für Geschäftsmodelle

Sebastian Jurczyk von den Stadtwerken Münster sagte: „Die Energiewende entscheidet sich daran, wie gut wir Komplexität beherrschen.“ Erik Höhne von ENERVIE fügte hinzu: „Digitale Lösungen sind heute nicht nur Effizienztreiber, sondern immer häufiger auch Enabler für Geschäftsmodelle.“ Die Kooperation soll zudem Forschung und Lehre enger verbinden. Studierende erhalten laut den Partnern Einblick in aktuelle Fragestellungen der Energiewirtschaft und arbeiten an Projekten mit. Die Ergebnisse sollen auch in wissenschaftliche Veröffentlichungen einfließen.





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