Montag, 8. Juni 2026

DresdenAutonomer Laderoboter vorgestellt

[08.06.2026] Volkswagen hat in Dresden erstmals einen autonomen Laderoboter für die Elektromobilität vorgestellt. Das System ist Teil eines neuen Mobilitätskonzepts für den Sportpark Ostra und soll bestehende Lade-Infrastruktur gezielt ergänzen.

Präsentation des Prototypens eines autonomen Laderoboters in der Gläsernen Manufaktur Dresden.

(Bildquelle: Jan Rieger/MOBILITIES for EU)

Ein autonomer Laderoboter soll künftig die Lade-Infrastruktur für Elektrofahrzeuge im Dresdner Sportpark Ostra erweitern. Wie die Stadt Dresden mitteilt, stellte Volkswagen den Prototypen erstmals öffentlich bei einem internationalen Projekttreffen in Dresden vor.

Der Laderoboter entsteht im Rahmen des europäischen Projekts MOBILITIES for EU. Gemeinsam mit dem Mobility Data Space des Fraunhofer-Instituts für Verkehrs- und Infrastruktursysteme IVI soll er ein Ökosystem für eine nutzerfreundliche Lade-Infrastruktur schaffen. Ziel ist es, die bislang begrenzte Zahl fester Ladepunkte im Sportpark Ostra zu ergänzen und die Elektromobilität vor Ort zu stärken.

Das Projekt ist Teil eines umfassenden Mobilitätskonzepts, das Smart City Dresden für den Sportpark entwickelt. Die erarbeiteten Lösungen sollen später auch in anderen Stadtteilen und Städten eingesetzt werden. An dem Projekttreffen nahmen Partner aus Wirtschaft und Wissenschaft sowie Vertreter der Städte Madrid, Espoo, Gdansk, Trencin, Sarajevo und Ioannina teil. Der Austausch diente dazu, Erfahrungen und technische Entwicklungen aus den verschiedenen Modellregionen zusammenzuführen.

Neben dem Laderoboter präsentierte das Fraunhofer IVI ein ferngesteuertes Fahrzeug, das aus einem Control Center in der Dresdner Südvorstadt gesteuert wurde. Der Eigenbetrieb Sportstätten der Landeshauptstadt Dresden zeigte zudem die autonomen Serviceroboter TurfRob und EvoBot. Die Systeme unterstützen die Pflege und Instandhaltung von Sportanlagen und kommen unter anderem im Heinz-Steyer-Stadion sowie auf Kunstrasenplätzen zum Einsatz.

Das geplante Mobilitätskonzept soll die Anreise zum Sportpark Ostra unabhängig vom gewählten Verkehrsmittel einfacher und umweltfreundlicher machen. Dafür setzt Dresden auf die Einbindung der Bevölkerung. Bis zum 30. Juni 2026 können Bürgerinnen und Bürger ihre Erfahrungen und Anregungen in einer Online-Umfrage einbringen. Teilnehmen können sowohl regelmäßige Besucher des Sportparks als auch Menschen, die das Gelände für Freizeitaktivitäten nutzen.

Das Projekt MOBILITIES for EU wird im Rahmen des EU-Forschungsprogramms Horizont Europa gefördert. Das Amt für Wirtschaftsförderung der Landeshauptstadt Dresden entwickelt dabei gemeinsam mit verschiedenen Partnern Lösungen für nachhaltige Mobilität und einen effizienteren Verkehr.





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