OldenburgRat hat Wärmeplanung beschlossen

Mit dem Beschluss des kommunalen Wärmeplans hat die Stadt Oldenburg jetzt den Startschuss für die Umsetzung ihrer Wärmewende gegeben.
(Bildquelle: Justin Malandac/Unsplash)
Mit dem Beschluss des kommunalen Wärmeplans hat die Stadt Oldenburg jetzt den Startschuss für die Umsetzung ihrer Wärmewende gegeben. Wie die Stadt Oldenburg mitteilt, stützt sich der Ratsbeschluss auf einen gemeinsam mit EWE Netz erarbeiteten technischen Bericht sowie auf die Ergebnisse eines umfangreichen Beteiligungsprozesses mit Bürgerinnen und Bürgern.
Der Wärmeplan umfasst insgesamt 18 Maßnahmen. Dazu zählen technische Vorhaben wie Machbarkeitsstudien für mögliche Wärmenetzgebiete, organisatorische Schritte zur besseren Nutzung städtischer Flächen für erneuerbare Energien sowie die Unterstützung gemeinschaftlicher Wärmeinitiativen. Parallel dazu will die Stadt ihre Informations- und Beratungsangebote ausbauen. Geplant sind zusätzliche Angebote über das Klimaportal, persönliche Beratungen und Veranstaltungen vor Ort.
Ergebnisse aus dem Dialogprozess fließen in die weitere Ausgestaltung mehrerer Maßnahmen ein. Besonders häufig thematisierten die Teilnehmenden die Bedeutung von Praxisbeispielen. Die Stadt setzt deshalb künftig auf Bürgerinnen und Bürger, die ihre Erfahrungen mit Wärmepumpen als Botschafter weitergeben. Zudem erweitert sie ihre unabhängigen Beratungsangebote und stärkt die Vermittlung zu neutralen Fachstellen wie der Verbraucherzentrale, der Innung für Sanitär- und Heizungstechnik Oldenburg sowie Energieberaterinnen und Energieberatern.
Ein weiterer Schwerpunkt betrifft Wohnungseigentümergemeinschaften. Da Entscheidungen über den Austausch von Heizungsanlagen in diesen Strukturen oft komplex sind, entwickelt die Stadt ein spezielles Beratungsangebot für diese Zielgruppe.
Zur Umsetzung des Wärmeplans gehört auch die Einrichtung eines Wärmewende-Beirats. Das Gremium soll den bisherigen Dialog fortführen und Vorschläge für eine schnellere und sozialverträgliche Wärmewende erarbeiten. Vertreter verschiedener gesellschaftlicher Gruppen sollen Verwaltung und Ratsgremien fachlich beraten sowie die Umsetzung des Wärmeplans begleiten und kontrollieren. Mit dem Ratsbeschluss vom 1. Juni haben die Vorbereitungen für die Besetzung des Beirats begonnen.
Die Stadt verweist zudem auf aktuell hohe Förderquoten für den Umstieg auf klimafreundliche Heizsysteme. Nach Angaben der Verwaltung können Förderprogramme derzeit bis zu 70 Prozent der Investitionskosten abdecken. Ergänzend informiert die Stadt über Vorträge und kostenlose Beratungsangebote zur energetischen Sanierung.
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