PreistransparenzplattformFernwärmepreise auf stabilem Niveau

Fernwärmeleitungen: Die Preisentwicklung hängt von den Energieträgern und deren Kosten vor Ort ab.
(Bildquelle: MVV Energie AG)
Der aktuelle Halbjahresbericht der Preistransparenzplattform waermepreise.info zeigt eine stabile Entwicklung der Fernwärmepreise. Wie die Betreiber der Plattform mitteilen, liegt der gewichtete Mischpreis für Fernwärme seit 2023 bei rund 16 Cent pro Kilowattstunde brutto. Zum Stichtag 1. April 2026 beträgt der gewichtete Mischpreis für den Abnahmefall Mehrfamilienhaus 15,6 Cent pro Kilowattstunde brutto.
Wenig anfällig für Preissprünge
Nach Angaben der Plattform bewegen sich die Preise für den überwiegenden Teil der Kundinnen und Kunden in einem Korridor zwischen 12,5 und 17,5 Cent pro Kilowattstunde. Preisabweichungen nach oben oder unten beträfen lediglich einen kleinen Teil des Marktes. Die Preisentwicklung hänge unter anderem von den jeweils verfügbaren Energieträgern und deren Kosten vor Ort ab.
Die Auswertung zeigt zudem, dass Fernwärme im Vergleich zu Heizöl, Erdgas oder Holzprodukten weniger anfällig für kurzfristige Preissprünge sei. Preisänderungen würden aufgrund der üblichen Preisanpassungssystematik zeitversetzt und schrittweise an Verbraucherinnen und Verbraucher weitergegeben. Mehr als 60 Prozent der Versorgungsunternehmen passten ihre Preise einmal jährlich an, meist zum 1. Januar.
Die Hälfte des Marktes wird erfasst
Die Preistransparenzplattform wurde vom Energieeffizienzverband für Wärme, Kälte und Kraft-Wärme-Kopplung (AGFW), dem Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) und dem Verband kommunaler Unternehmen (VKU) entwickelt. Nach Angaben der Betreiber bildet sie inzwischen mehr als 50 Prozent des deutschen Fernwärmeabsatzes ab. Erfasst werden rund 27.000 Kilometer Fernwärmenetz und ein Wärmeabsatz von 61.500 Gigawattstunden. Zum 1. April 2026 waren 710 Teilnetze auf der Plattform gelistet. Seit dem Start kamen 158 Teilnetze hinzu.
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