N-ERGIEHeizkraftwerk wird um Batteriespeicher erweitert

Die zusätzliche Batterie soll insbesondere das Zusammenspiel zwischen Wärmespeicher und Heizkraftwerk verbessern.
(Bildquelle: N‑ERGIE/Claus Felix)
Das Unternehmen N-ERGIE hat mit dem Bau eines weiteren Speichers auf dem Gelände ihres Heizkraftwerks in Nürnberg-Sandreuth begonnen. Wie der Energieversorger mitteilt, soll die Batterieanlage dazu beitragen, das Heizkraftwerk angesichts eines wachsenden Anteils erneuerbarer Energien und schwankender Strompreise flexibel, zuverlässig und wirtschaftlich zu betreiben.
Der Kraftwerksspeicher entsteht auf einer rund 1.000 Quadratmeter großen Fläche und besteht aus sieben Batterie-Containern (wir berichteten). Nach Angaben von N-ERGIE verfügt die Anlage über eine Leistung von 15 Megawatt (MW) und eine Kapazität von 30 Megawattstunden (MWh). Die Inbetriebnahme ist für Mitte 2027 vorgesehen. Mit der Umsetzung wurde der Dresdner Speicher-Spezialist Tricera Energy beauftragt.
Am Standort Sandreuth betreibt N-ERGIE bereits seit 2014 einen Wärmespeicher (wir berichteten). Die zusätzliche Batterie soll insbesondere das Zusammenspiel der verschiedenen Erzeugungsanlagen verbessern. Dabei geht es laut N-ERGIE unter anderem um die Verwertung des Dampfes aus der benachbarten Müllverbrennungsanlage der Stadt Nürnberg. Zugleich soll der Speicher auf die zunehmenden Schwankungen bei erneuerbarer Stromerzeugung und Strompreisen reagieren können.
„Mit dem Kraftwerksspeicher fügen wir unserem Zielbild der zukünftigen Strom- und Wärmeerzeugung in Sandreuth ein wichtiges Puzzlestück hinzu“, sagt N-ERGIE-Vorstandssprecher Maik Render. Der Speicher nutze Synergien am Standort und solle zu Systemstabilität, Effizienz und Wirtschaftlichkeit beitragen.
Nach Unternehmensangaben stammen derzeit mehr als 30 Prozent der Nürnberger Fernwärme aus nicht fossilen Brennstoffen. Bereits 2005 beendete die N-ERGIE die Kohlenutzung am Standort, seit 2012 betreibt sie dort ein Biomasse-Heizkraftwerk. Die Fernwärmeerzeugung soll schrittweise weiter in Richtung CO₂-Neutralität entwickelt werden. Als mögliche Bausteine nennt der Versorger Großwärmepumpen, industrielle Abwärme, ein Altholz-Heizkraftwerk sowie die Nutzung von Erdwärme und Wasserstoff.
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