TettnangNahwärmenetz geht in Betrieb

Meilenstein für die Nahwärme Tettnang: Die ersten Gebäude wurden an die Versorgung angeschlossen.
(Bildquelle: Regionalwerk Bodensee GmbH & Co. KG)
Seit Mitte September fließt erstmals Wärme durch das neue Nahwärmenetz in Tettnang (Bodenseekreis). Wie Engie Deutschland und das Regionalwerk Bodensee mitteilen, sind zunächst die neue Sporthalle am Manzenberg, die Carl-Gührer-Halle, das Gymnasium sowie erste private Gebäude angeschlossen. Weitere private, gewerbliche und öffentliche Gebäude auf dem Schulcampus Manzenberg und in der Innenstadt sollen sukzessive folgen, darunter auch das historische Rathaus.
Schneller gebaut als geplant
Das Nahwärmenetz wurde innerhalb von 14 Monaten und nach Angaben der Projektpartner damit schneller als vorgesehen errichtet. Träger des Projekts ist die gemeinsame Wärmeversorgungsgesellschaft Tettnang. Engie Deutschland verantwortete den Bau der Heizzentrale und des Wärmenetzes. Das Regionalwerk Bodensee übernimmt die Betriebsführung von Heizzentrale und Leitungsnetz sowie die Beratung zu Wärmelieferverträgen und die Energieabrechnung (wir berichteten).
Die Wärme wird von zwei Biomassekesseln erzeugt. Als Brennstoff kommen Holzhackschnitzel aus Restholz zum Einsatz, die nach Angaben der Projektpartner vollständig aus einem Umkreis von bis zu 100 Kilometern stammen. Ein Pufferspeicher soll Lastspitzen abdecken. Für den Notfallbetrieb steht zusätzlich ein Gaskessel bereit. Nach Berechnungen von Engie Deutschland und Regionalwerk Bodensee lassen sich mit dem Versorgungskonzept gegenüber fossilen Energieträgern jährlich mehr als 4.000 Tonnen CO₂ einsparen. Zugleich ist das Wärmenetz so ausgelegt, dass künftig weitere Gebäude angeschlossen werden können.
Zukunftsfähige Wärmeversorgung
„Mit der Inbetriebnahme der Nahwärme Tettnang ist ein bedeutender Schritt für eine zukunftsfähige Wärmeversorgung der Stadt geschafft“, sagt Michael Hofmann, Geschäftsführer des Regionalwerks Bodensee und der Wärmeversorgungsgesellschaft Tettnang. Nach Abschluss der Bauphase stehe nun der zuverlässige Betrieb der Anlage im Mittelpunkt.
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