Montag, 28. September 2026

BMFTRFörderung von E-Fuels-Entwicklung

[28.09.2026] Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt stellt 212,5 Millionen Euro für die Entwicklung klimafreundlicher E-Fuels bereit. Gefördert werden neue Herstellungsverfahren und die Nutzung von CO₂ als Rohstoff.

Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) fördert die Neu- und Weiterentwicklung klimafreundlicher Kraftstoffe mit 212,5 Millionen Euro. Wie das Ministerium mitteilt, richtet sich die neue Förderinitiative vor allem an kleine und mittlere Unternehmen, die gemeinsam mit Forschungseinrichtungen neue Verfahren entwickeln. Projektskizzen können bis zum 30. November 2026 eingereicht werden.

Die geförderten Projekte sollen von 2027 bis 2030 untersuchen, wie sich E-Fuels effizienter und zu geringeren Kosten herstellen lassen. E-Fuels sind synthetische Kraftstoffe, die unter anderem aus Wasserstoff und CO₂ erzeugt werden. Ihre Produktion benötigt bislang viel Energie und ist vergleichsweise teuer.

Das BMFTR sieht Einsatzmöglichkeiten vor allem in Bereichen, in denen eine direkte Elektrifizierung an Grenzen stößt. Dazu zählt das Ministerium insbesondere den Flug- und Schiffsverkehr sowie den Schwerlastverkehr. Synthetische Kraftstoffe lassen sich grundsätzlich in vorhandenen Infrastrukturen und teilweise auch in bestehenden Antriebssystemen einsetzen.

Die Förderung umfasst die gesamte Herstellungskette von neuen Produktionsverfahren bis zur Bereitstellung der Ausgangsstoffe. Ein Schwerpunkt liegt auf der Gewinnung des benötigten Kohlenstoffs. Dieser kann etwa mit Direct Air Capture (DAC) direkt aus der Luft gewonnen oder aus industriellen Prozessen abgeschieden werden. Nach Angaben des Ministeriums hat die Herkunft des Kohlenstoffs wesentlichen Einfluss auf die Klimabilanz der daraus erzeugten Kraftstoffe.

Untersucht werden soll zudem, wie sich schwer vermeidbare CO₂-Emissionen aus Industrieprozessen für die Produktion von E-Fuels nutzen lassen. Dafür kommt Carbon Capture and Utilization (CCU) zum Einsatz, also die Abscheidung und anschließende Nutzung von CO₂. Als mögliche Quellen nennt das BMFTR unter anderem die Kalk-, Stahl- und Zementherstellung sowie die thermische Abfallverwertung. Die Forschungsprojekte sollen auch Wege für eine industrielle Anwendung der Verfahren aufzeigen.

Die Förderinitiative trägt den Titel „Innovative Herstellung von E-Fuels und CCU-basierten Vorprodukten – Neue Wege für klimaneutrale Kraftstoffe der Zukunft“. Sie gehört zum Schlüsseltechnologiefeld „Technologien für klimaneutrale Mobilität“ der Hightech Agenda Deutschland und setzt die dort angekündigten Maßnahmen „Innovationsbooster E-Fuels“ und „Initiative zur Skalierung von CCU-Technologien“ um.



Stichwörter: Mobilität, BMFTR, E-Fuels


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