Dienstag, 29. September 2026

enercityMehr Speicherkapazität

[29.09.2026] enercity erweitert seine Batteriespeicher-Kapazitäten in der Region Hannover deutlich. In Lehrte-Ahlten soll die bestehende Anlage um 115 Megawatt Leistung ausgebaut werden, während in Hannover-Misburg ein neuer Stand-Alone-Speicher entsteht.

Energiepark Lehrte-Ahlten: Das bestehende Speichersystem wird um weitere 115 MW erweitert.

(Bildquelle: enercity AG / Philipp Sonnack)

Der Versorger enercity baut sein Portfolio an Batteriespeichern in der Region Hannover weiter aus. Im Energiepark Lehrte-Ahlten soll das bestehende Speichersystem mit bislang 40 Megawatt (MW) Leistung und 80 Megawattstunden (MWh) Kapazität um weitere 115 MW und 230 MWh erweitert werden. Zusätzlich errichtet das Unternehmen in Hannover-Misburg einen Batteriespeicher mit 20 MW Leistung und 40 MWh nutzbarer Kapazität.

Die Anlage in Lehrte-Ahlten soll sowohl am Regelenergie- als auch am Spotmarkt eingesetzt werden. Nach Angaben von enercity kann der Speicher innerhalb kurzer Zeit Strom aufnehmen oder abgeben und damit Schwankungen im Stromnetz ausgleichen. Im kurzfristigen Stromhandel soll die Anlage zudem Strom bei hoher Verfügbarkeit aufnehmen und später wieder ins Netz einspeisen. Durch die Erweiterung am bestehenden Standort können vorhandene Netzanschlüsse und weitere Infrastruktur gemeinsam genutzt werden.

Versorgungssicherheit und Systemstabilität

„Die Energiewende braucht mehr als zusätzliche Erzeugungsleistung. Sie braucht Flexibilität, damit erneuerbarer Strom genau dann genutzt werden kann, wenn das Energiesystem ihn benötigt“, sagt enercity-Chefin Aurélie Alemany. Mit den beiden Projekten wolle das Unternehmen Versorgungssicherheit und Systemstabilität mit wirtschaftlicher Resilienz verbinden.

Der neue Speicher in Hannover-Misburg wird unabhängig von einer erneuerbaren Erzeugungsanlage betrieben. Der Zwei-Stunden-Speicher soll Energie bei hoher Verfügbarkeit aufnehmen und bei höherer Nachfrage wieder abgeben. Darüber hinaus ist vorgesehen, die Anlage für die Bereitstellung von Regelleistung einzusetzen.

Inbetriebnahme Ende des Jahres

Auf einer Fläche von rund 2.000 Quadratmetern werden laut enercity elf Batteriecontainer mit insgesamt über 45.000 Lithium-Eisenphosphat-Zellen installiert. Die Inbetriebnahme ist für Ende 2026 vorgesehen. Ab 2027 sollen jährlich rund 21.900 MWh Strom durch den Speicher fließen. Das entspricht nach Berechnungen des Unternehmens dem Jahresverbrauch von etwa 5.500 Vier-Personen-Haushalten.

Mit den zusätzlichen Speichern will enercity sein wachsendes Portfolio aus erneuerbaren Energien um weitere flexible Anlagen ergänzen. Batteriespeicher sollen dabei insbesondere zeitliche Unterschiede zwischen wetterabhängiger Stromerzeugung und Verbrauch ausgleichen und kurzfristig auf Markt- und Netzsignale reagieren.



Stichwörter: Energiespeicher, enercity


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