Hamburg120. öffentlicher Ladepunkt in Betrieb genommen

In unmittelbarer Nähe der vom Architektenbüro Herzog & de Meuron entworfenen Elbphilharmonie hat enercity jetzt den 120. öffentlichen Ladepunkt Hamburgs in Betrieb genommen.
(Bildquelle: enercity)
Der Energieversorger enercity hat in Hamburg den 120. öffentlichen Ladepunkt für Elektrofahrzeuge in Betrieb genommen. Wie das Unternehmen mitteilt, steht die neue Ladesäule am Kaiserkai nahe der Elbphilharmonie und ist Teil eines umfassenden Ausbaus der städtischen Ladeinfrastruktur.
enercity errichtet und betreibt die Anlagen im Auftrag der Stadt Hamburg. Der Ausbau gehört zur Lade-Infrastruktur-Offensive der Hansestadt, die bis 2027 insgesamt 2.500 zusätzliche öffentlich zugängliche Ladepunkte vorsieht, die privatwirtschaftliche Anbieter betreiben. „Elektromobilität funktioniert nur mit einem dichten Netz an Ladepunkten in der Stadt“, sagte Wirtschaftssenatorin Melanie Leonhard (SPD). Partner wie enercity trieben den Ausbau mit Tempo und neuen Ideen voran.
Neue Funktion: Intelligentes Laden
Nach Angaben des Unternehmens ist enercity bundesweit als Charge Point Operator aktiv und betreibt öffentliche Lade-Infrastruktur in 47 Kommunen. Der Strom stamme vollständig aus erneuerbaren Quellen. In der Unternehmenszentrale in Hannover hat enercity inzwischen mehr als 1.000 öffentliche Ladepunkte installiert; die niedersächsische Landeshauptstadt verfüge damit über eines der dichtesten öffentlichen Ladenetze unter deutschen Großstädten.
In Hamburg führt das Unternehmen zugleich eine neue Funktion ein: Als erster Anbieter ermöglicht enercity dort intelligentes Laden an öffentlichen AC-Ladepunkten. Die Technik steuert den Ladevorgang automatisiert so, dass Strom bevorzugt in Zeiten mit niedrigen Preisen oder hoher Einspeisung aus erneuerbaren Energien genutzt wird. Pro vollständiger Ladung können Nutzer laut Unternehmen bis zu 1,50 Euro sparen, was je nach Batteriegröße bis zu zehn Prozent der Ladekosten entspricht.
Berechnung des optimalen Lade-Zeitpunkts
Die Steuerung übernimmt die mobile Anwendung easyGo-App. Sie analysiert im Hintergrund die erwartete Strompreisentwicklung der kommenden Stunden und berechnet den optimalen Startzeitpunkt für den Ladevorgang. Nutzer geben lediglich an, bis wann ihr Fahrzeug vollständig geladen sein soll. Die Differenz zum ursprünglich berechneten Ladepreis schreibt das System anschließend dem Nutzerkonto gut. Voraussetzung ist ein SmartLaden-Abonnement innerhalb der App; auf einer integrierten Karte lassen sich die Ladepunkte mit aktivierter Funktion anzeigen.
Der neue Standort am Kaiserkai gehört zu einer Konzession, die die Stadt Hamburg Ende 2024 an enercity vergeben hat. Sie umfasst den Bau und Betrieb von insgesamt 500 öffentlichen Ladepunkten. Geplant sind überwiegend AC-Ladesäulen sowie ergänzend DC-Schnellladepunkte mit Leistungen von bis zu 200 Kilowatt. Einen Teil der Infrastruktur realisiert enercity gemeinsam mit dem Nachunternehmer Westfalen Weser Ladeservice.
Mehr als 250 weitere Ladepunkte befinden sich derzeit im Genehmigungsverfahren. Bis Ende 2026 wollen enercity und Westfalen Weser Ladeservice rund 400 Ladepunkte errichten; spätestens Mitte 2027 soll das Netz mit insgesamt 500 Ladepunkten vollständig in Betrieb sein. Damit soll die öffentliche Ladeinfrastruktur der Hansestadt deutlich wachsen und die weitere Verbreitung der Elektromobilität unterstützen.
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