Dienstag, 3. November 2026

Smart MeteringAlle Stadtwerke sollten einsteigen

[03.02.2017] Alle Stadtwerke sollten in das Geschäft mit den intelligenten Zählern einsteigen. Das folgern die Stadtwerke-Kooperation SüdWestStrom und die Stadtwerke Schwäbisch Hall aus einem Pilotprojekt, an dem vier weitere Stadtwerke sowie die Unternehmen Power Plus Communication und Robotron Datenbank Software beteiligt waren.

Die Stadtwerke Schwäbisch Hall, die Stadtwerke-Kooperation Südwestdeutsche Stromhandels GmbH (SüdWestStrom), vier weitere Stadtwerke sowie der Dienstleister Robotron Datenbank-Software und der Telekommunikationsanbieter Power Plus Communication haben ein Pilotprojekt ausgewertet. Die Projektteilnehmer leiten daraus eine Empfehlung für Stadtwerke ab: Alle Stadtwerke sollten in das Geschäftsfeld der intelligenten Messsysteme einsteigen und zwar in der Rolle des grundzuständigen und des wettbewerblichen Messstellenbetreibers.
Daniel-Klaus Henne, Geschäftsführer Handel und Dienstleistungen bei SüdWestStrom, sagt: „Der Smart-Meter-Rollout ist mittelfristig eine Chance für Stadtwerke aller Größen. Der Einstieg in den intelligenten Messstellenbetrieb ist die wichtigste strategische Entscheidung in diesem Jahr.“ Dazu rät Henne jedem Verteilnetzbetreiber bis zum 30. Juni 2017 grundzuständiger und jedem Stadtwerk wettbewerblicher Messstellenbetreiber zu werden. „Kommunale Versorger sollten die Synergien einer Kooperation nutzen, eigenständig bleiben und als intelligenter Messstellenbetreiber auftreten“, so der SüdWestStrom-Chef. Dabei könne ein Stadtwerk mit der neuen Infrastruktur gleichzeitig die Rolle des grundzuständigen als auch des wettbewerblichen Messstellenbetreibers einnehmen.
Auf funktionierende Lösungen verweist Ronald Pfitzer, Geschäftsführer bei den Stadtwerken Schwäbisch Hall: „Wir wissen, worauf es bei den neuen Kommunikationswegen ankommt. Wir haben mehrere Software-Hersteller für die Gateway-Administration und das Zusammenspiel zwischen Zählern und Gateways unterschiedlicher Hersteller getestet.“ Wenn sich Stadtwerke zusammenschließen würden, dann seien Einbau und Betrieb wirtschaftlich möglich. Dafür haben SüdWestStrom und die Stadtwerke Schwäbisch Hall eine modular aufgebaute Dienstleistung entwickelt. Den Roll-out-Planer nutzen laut deren Angaben bereits 15 Stadtwerke. Das Tool gebe Verteilnetzbetreibern einen Überblick darüber, welche Verbräuche und welchen Bedarf es an intelligenten Messsystemen bei ihren Kunden gebe. Die Hardware-Komponenten aus dem Pilotprojekt hat das Unternehmen Power Plus Communication aus Mannheim geliefert, für das Hosting des BSI-konformen Pilotsystems war die Robotron Datenbank-Software aus Dresden verantwortlich.
Interessenten können sich auf der E-world energy & water (7. bis 9. Februar 2017, Essen) am Stand von SüdWestStrom in Halle 2, Standnummer 430 oder bei den Stadtwerken Schwäbisch Hall ebenfalls in Halle 3 an Stand 226 informieren.





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