Smart-Meter-InitiativeAtlas zum Ausbau veröffentlicht

Der Smart-Meter-Atlas weist quartalsweise aus, wie sich der Pflicht-Roll-out in den einzelnen deutschen Netzgebieten entwickelt.
(Bildquelle: Tibber/Octopus Energy/Rabot Energy/Ostrom)
Der Pflicht-Roll-out intelligenter Messsysteme in Deutschland kommt regional sehr unterschiedlich voran, mit klaren Vorteilen für große Messstellenbetreiber. Wie die Smart-Meter-Initiative (SMI) berichtet, liegt Stromnetz Berlin mit einer Einbauquote von 37,6 Prozent bei den Pflichteinbaufällen an der Spitze der zehn größten grundzuständigen Messstellenbetreiber.
Die Smart-Meter-Initiative, ein Zusammenschluss der Unternehmen Tibber, Octopus Energy, Rabot Energy und Ostrom, hat dazu den neuen Smart-Meter-Atlas veröffentlicht. Das Transparenztool weist quartalsweise aus, wie sich der Pflicht-Roll-out in den einzelnen deutschen Netzgebieten entwickelt. Grundlage sind die von der Bundesnetzagentur erhobenen und für das dritte Quartal 2025 veröffentlichten Einbauzahlen.
Bundesweit sind bislang nur 3,8 Prozent aller Haushalte mit einem Smart Meter ausgestattet, nach drei Prozent im zweiten Quartal 2025. Bei den gesetzlich definierten Pflichteinbaufällen liegt die Quote mit 20,2 Prozent höher und erreicht damit knapp das Ziel von 20 Prozent bis Ende 2025. Große grundzuständige Messstellenbetreiber mit mehr als 500.000 Messlokationen kommen im Durchschnitt auf 25 Prozent und liegen damit über dem Bundeswert.
Zu den Pflichteinbaufällen zählen seit dem 1. Januar 2025 Haushalte mit einem Jahresstromverbrauch von mehr als 6.000 Kilowattstunden, Betreiber von Photovoltaikanlagen über sieben Kilowatt (kW) Leistung sowie Haushalte mit steuerbaren Verbrauchseinrichtungen ab 4,2 kW Nennleistung, etwa Wärmepumpen oder Ladepunkte für Elektrofahrzeuge. Im internationalen Vergleich bleibt Deutschland dennoch deutlich zurück, da Länder wie Dänemark, Italien oder die Niederlande seit Jahren Roll-out-Quoten zwischen 90 und 100 Prozent erreichen.
SMI sieht einen zentralen Hebel in mehr Transparenz. „Nur wenn offen nachvollziehbar ist, wie einzelne Messstellenbetreiber vorankommen, kann gezielt gesteuert, verbessert und beschleunigt werden. Die Digitalisierung der Energiewende darf kein Blindflug sein“, sagt Merlin Lauenburg, Deutschlandchef von Tibber.
Der Atlas zeigt auch strukturelle Unterschiede innerhalb der Branche. Messstellenbetreiber mit weniger als 30.000 Messstellen erreichen bei den Pflichteinbaufällen im Durchschnitt lediglich 8,2 Prozent. Das deute auf organisatorische und regulatorische Hürden hin, so die Initiative. Ostrom-CEO Matthias Martensen verweist auf die hohe Zahl von über 900 Messstellenbetreibern in Deutschland und fordert klarere Vorgaben sowie einheitliche Datenprozesse, um manuelle Abläufe und Innovationshemmnisse zu reduzieren.
Gleichzeitig macht der Smart-Meter-Atlas Ausnahmen sichtbar. Die Stadtwerke Lübz haben bereits Ende 2024 eine vollständige Abdeckung der Pflichteinbaufälle erreicht. Im ersten Quartal 2025 folgte Raubling Papier, zuletzt die Gemeindewerke Wendelstein KU. Der Atlas wird quartalsweise aktualisiert und kann auch in externe Webseiten eingebunden werden.
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