Stadtwerke MünsterAuf Kurs bei Windkraftausbau

Die Stadtwerke Münster bauen Windenergie erfolgreich aus.
(Bildquelle: Stadtwerke Münster)
Die Stadtwerke Münster haben im Mai drei Windräder in Südlohn-Eschlohn im westlichen Münsterland in Betrieb genommen. Die Anlagen sollen mehr als 10.000 Haushalte pro Jahr mit Windstrom versorgen. Laut den Stadtwerken waren sechs Jahre Planung und Bau nötig. „Eine gute Nachricht für die Energiewende und ein tolles Signal für die Region: Wir halten Kurs bei unserem Vorhaben, bis 2030 doppelt so viele Anlagen am Netz zu haben wie noch zu Beginn des Jahrzehnts“, sagte Geschäftsführer Sebastian Jurczyk.
Neue Genehmigung für sechs Anlagen
Außerdem habe der Kreis Warendorf jetzt den Bau von sechs weiteren Windrädern in Sendenhorst genehmigt. Diese sollen ab 2027 rund 30.000 Haushalte jährlich mit Strom versorgen. Jede Anlage soll eine Leistung von 6,6 Megawatt (MW) haben und 250 Meter hoch werden.
Die Stadtwerke setzen nach eigenen Angaben bei allen Projekten auf Bürgerbeteiligung. Menschen in der Nähe der Anlagen können sich finanziell beteiligen. Möglich ist das etwa über Nachrangdarlehen oder durch sogenannte Nachbarschaftsgelder. „Unsere Erfahrungen zeigen, dass faire Beteiligungsmodelle vieles möglich machen und Akzeptanz schaffen. Wer in direkter Nachbarschaft zu den Anlagen lebt, profitiert bei unseren Projekten besonders von den Erträgen“, erklärte Maximilian Wolf, der die Abteilung Erneuerbare Energien leitet.
Ausbau soll weitergehen
Derzeit betreiben die Stadtwerke Münster nach eigenen Angaben 25 Windräder – von der Nordseeinsel Borkum bis nach Münster-Wolbeck. Bis 2030 soll die Zahl auf mehr als 40 steigen. Dann könnten rund 280 Gigawattstunden Strom im Jahr erzeugt werden. Neben den geplanten Anlagen in Sendenhorst wurden laut Stadtwerken auch fünf Windräder in Dülmen genehmigt. In Lemgo ist eine weitere Anlage im Bau.
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