AhlerstedtBatteriespeicher in Betrieb genommen

Terra One hat jetzt im niedersächsischen Ahlerstedt einen Batteriespeicher mit 15 MW Leistung und 30 MWh Kapazität in Betrieb genommen.
(Bildquelle: be.storaged)
Ein neuer Großbatteriespeicher mit einer Leistung von 15 Megawatt (MW) und einer Speicherkapazität von 30 Megawattstunden (MWh) ist im Ortsteil Oersdorf der Gemeinde Ahlerstedt im Landkreis Stade in Betrieb gegangen. Wie der Energieversorger EWE mitteilt, wurde die Anlage vom Projektentwickler Terra One nach rund sechsmonatiger Bauzeit fertiggestellt und soll einen Beitrag zur Integration erneuerbarer Energien in das regionale Stromsystem leisten. Die gespeicherte Energiemenge entspricht nach Angaben des Unternehmens dem durchschnittlichen Tagesstromverbrauch von etwa 2.500 Haushalten. Der Speicher nimmt vor allem überschüssigen Strom aus Wind- und Photovoltaikanlagen auf und speist ihn bei Bedarf wieder in das Netz ein.
Terra One entwickelte das Projekt bis zur sogenannten Ready-to-Build-Phase und behält die Anlage im eigenen Bestand. Errichtet wurde der Speicher auf einem rund 1.300 Quadratmeter großen Grundstück. Der Netzanschluss erfolgte in Abstimmung mit dem regionalen Netzbetreiber EWE Netz. Für Bau, Betrieb und technische Instandhaltung ist der Projektpartner be.storaged zuständig.
Zur Betriebsführung setzt Terra One eine unternehmenseigene KI-Plattform ein. Diese ermittelt auf Basis von Echtzeitdaten automatisiert die optimalen Zeitpunkte für Lade- und Entladevorgänge. Laut Unternehmen reagieren die eingesetzten Algorithmen flexibel auf Marktveränderungen, unterstützen die Netzstabilität und erleichtern die Einbindung erneuerbarer Energien. Die Finanzierung des Projekts wurde durch die Varengold Bank bereitgestellt.
Terra One-Geschäftsführer Thomas Antonioli erklärte, der Speicher verbinde Versorgungssicherheit und Energiewende, indem er regionale erneuerbare Energie bedarfsgerecht bereit stelle und zugleich das Stromnetz entlaste. Auch be.storaged sieht das Projekt als Beispiel für die Bedeutung einer engen Abstimmung zwischen Planung, Beschaffung und Bau. Geschäftsführer Magnus Pielke betonte, dass eine präzise technische Umsetzung Voraussetzung für einen wirtschaftlichen und zuverlässigen Betrieb von Großspeichern sei.
Nach Angaben von Terra One ist die Anlage Teil des wachsenden Speicherausbaus in Niedersachsen. Aufgrund der hohen Windstromerzeugung eigne sich der Standort besonders zur Aufnahme von Einspeisespitzen. Das Unternehmen kündigte an, seine Projektvorhaben in Niedersachsen und weiteren Bundesländern auszubauen und zusätzliche Speicherkapazitäten zu realisieren.
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