Mittwoch, 13. Mai 2026

GomadingenBaustart für Windpark

[19.07.2024] Ein neuer Windpark wird jetzt in Gomadingen errichtet. Die fünf Windenergieanlagen liefern künftig über 65 Millionen Kilowattstunden Strom. Den Anrainergemeinden bringt er außerdem finanzielle Einkünfte.
Fotomontage des geplanten Windparks Gomadingen.

Fotomontage des geplanten Windparks Gomadingen.

(Bildquelle: RES)

Das Erneuerbare-Energien-Unternehmen RES hat jetzt mit dem Bau eines Windparks im baden-württembergischen Gomadingen begonnen. Wie das Unternehmen mitteilt, wird der Standort im Biosphärengebiet Schwäbische Alb fünf Windenergieanlagen des Herstellers Vestas vom Typ V162 – 6.2 MW umfassen. Sie haben eine Gesamthöhe von 250 Metern und Rotoren von 162 Metern Durchmesser. Die installierte Gesamtleistung belaufe sich auf 31 Megawatt (MW). Der Windpark werde über 65 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr liefern und könne rechnerisch über 20.000 Haushalte versorgen. Im Frühjahr 2026 soll er in Betrieb gehen. Für die fünf Windenergieanlagen erhält Gomadingen zukünftig Gewerbesteuer, heißt es in der Mitteilung des Weiteren. Hinzu kommen Pachterlöse für drei der Anlagen, die auf dem Gebiet der Kommune stehen. Das Unternehmen beteilige außerdem freiwillig die Gemeinden Gomadingen, Engstingen und Hohenstein an den Erlösen der Energieerträge. „Der Windpark ist ein deutliches Zeichen für die Energiewende auf der Schwäbischen Alb und erhöht die Wertschöpfung in Gomadingen und den Nachbargemeinden“, meint Klemens Betz, Bürgermeister von Gomadingen. Entwickelt wurde das Projekt vom RES-Unternehmen Windkraft Schonach. Dieses hat vorab bereits erfolgreich an einem Interessensbekundungsverfahren zur Verpachtung von Flächen für Windenergie des Forst BW teilgenommen. Der neue Windpark liege in der Konzentrationszone für Windenergie Gomadingen-Eichberg. Die Fläche ist gemäß der Teilfortschreibung des Flächennutzungsplans der Verwaltungsgemeinschaft Münsingen-Gomadingen-Mehrstetten für die Nutzung von Windenergie vorgesehen. Laut RES wurde bereits bei der Anlagenplanung der Schwerpunkt auf den Schutz von Umwelt und Natur gelegt. Ein komplexes Maßnahmenpaket soll mögliche Auswirkungen auf einzelne Tier- und Pflanzenarten minimieren. Habitate von Haselmäusen, Brutvögeln und Fledermäusen sollen durch Ausgleichsflächen in gleicher Qualität und Größe erhalten bleiben. Hier arbeiten die Projektentwickler eng mit den Fachbehörden und beteiligten Gemeinden zusammen. Während der Bauphase begleiten Biologinnen und Biologen RES bei dem Projekt, ein Gutachterteam der zentralen Umweltbaubegleitung werde die Umsetzung der Maßnahmen überwachen.





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