Energieversorgung FilstalECM schafft Ordnung

Energieversorgung Filstal: Mit der E-Akte finden statt suchen.
(Bildquelle: Optimal Systems)
Jahrelang wurden sämtliche Hausanschlussakten und weitere Dokumente bei der Energieversorgung Filstal (EVF) in Papierform verwaltet. Ein wesentlicher Nachteil war dabei, dass die Dokumente auf verschiedene Außenstellen verteilt und somit die Zugriffszeiten entsprechend lang waren. Um die mit der Suche und Beschaffung der Akten verbundenen Zeiten und Laufwege deutlich zu verkürzen, wurde die Einführung eines Enterprise-Content-Management-Systems (ECM) erwogen. Auch Kostenersparnisse sollten mit dem verbesserten Informationsfluss einhergehen.
Informationen sicher aufbewahren
Den Entscheidern der EVF war klar, dass die größten Vorteile bei diesen Anforderungen eine transparente digitale Akte an einem zentralen Ort bieten würde. Die Software soll außerdem modular aufgebaut sein, damit Teilbereiche der Gesellschaft auch im Nachhinein schnell und unkompliziert in das neue System eingebunden werden können. Nach einer ausführlichen Wettbewerbsanalyse am Markt entschied sich die EVF für die Software OS|ECM der Firma Optimal Systems. Im Kern geht es dabei um digitale Archivierung, Dokumenten-Management und Business Process Management für die effektive und effiziente Digitalisierung und Nachvollziehbarkeit von Unternehmensprozessen. Ziel der Lösung ist es, Informationen sicher aufzubewahren und zu verwalten sowie im aktuell benötigten Kontext zur Verfügung zu stellen. Die Energieversorgung Filstal hat sich aus mehreren Gründen für Optimal Systems entschieden. So verfügt deren Lösung zum einen über eine hohe Flexibilität, zum anderen sorgten die speziellen Anforderungen an das Berechtigungssystem seitens des Unternehmens dafür, dass sich die Plattform für die Energieversorgung Filstal als passende Anwendung herausstellte.
Heute wird das Enterprise-Content-Management-System von etwa 60 EVF-Mitarbeitern bei der täglichen Arbeit genutzt. Eingangs- und Ausgangsrechnungen, Lagepläne und weitere anfallende Dokumente werden der jeweiligen digitalen Hausanschlussakte zugeordnet. Dabei haben alle Anwender eine einheitliche Sicht auf die gesamte digitale Akte. Eine in OS|ECM integrierte E-Mail-Archivierung komplettiert das System. Bei der Kommunikation mit den Kunden ist es somit jetzt möglich, sich mit einem Klick eine Übersicht über sämtliche bezogenen Leistungen, wie Gas, Wasser, und die damit verbundenen Dokumente anzeigen zu lassen.
Die Einführung von OS|ECM vor Ort dauerte lediglich eine Woche, sodass die Lösung seit November 2009 im Produktivbetrieb ist. Im Vorfeld waren die Altakten von einem Scan-Dienstleister digitalisiert und in das System eingespeist worden. Derselbe Dienstleister scannt auch weiterhin die monatlich in Papierform eingehenden Briefe. Diese Daten werden anschließend in OS|ECM importiert. Außerdem wurden mit der ECM-Einführung die
bestehenden Metadaten aus dem intern verwendeten Geo-Informationssystem (GIS) übernommen.
DMS statt Datenflut
Heute kann Gerd Wagner, IT-Leiter bei der Energieversorgung Filstal, feststellen: „Ohne ein Dokumenten-Management-System wie OS|ECM könnten wir spätestens ab dem kommenden Jahr die Datenflut nicht mehr bewältigen.“ Die sehr speziellen Anforderungen an das Rechtesystem konnten problemlos umgesetzt und somit die Datensicherheit erhöht werden. Von der Vielfältigkeit der Recherchemöglichkeiten und den damit verbundenen Zeiteinsparungen ist man bei der EVF beeindruckt. Speziell die Konfiguration einer individuellen Suchleiste kommt den Mitarbeitern sehr entgegen. Aber auch Funktionen wie Wiedervorlagen, Notizen und Abonnements erleichtern die Arbeit deutlich. Die Entscheidung, das ECM-System schrittweise einzuführen und die Flexibilität von OS|ECM haben sich also bewährt.
Künftig soll das in der Lösung enthaltene Workflow-Management-System genutzt werden, indem Urlaubsantrags- und Beschaffungsworkflows abgebildet werden. Außerdem soll eine weitere GIS-Integration umgesetzt werden (Location Viewer der Firma ITS). Dann können die Mitarbeiter des Energieversorgungsunternehmens direkt aus der Hausanschlussakte heraus die Lagepläne aus dem Geo-Informationssystem aufrufen. Auch soll die ERP-Software Wilken Ener:gy, die speziell in der Energiebranche eingesetzt wird, eingebunden werden.
http://www.optimal-systems.de
Dieser Beitrag ist in der Ausgabe November 2012 von stadt+werk erschienen. Hier können Sie ein Exemplar bestellen oder die Zeitschrift abonnieren.
Berlin: Neues Konzept soll KRITIS schützen
[27.05.2026] Berlin verschärft den Schutz Kritischer Energieinfrastrukturen mit einem neuen TOP-Konzept aus technischen, organisatorischen und physischen Maßnahmen. Anlass sind Brandanschläge auf die Stromversorgung, die zuletzt ganze Stadtteile beeinträchtigten und nun umfangreiche Investitionen sowie neue Sicherheitsstandards auslösen. mehr...
IBM/Natuvion: Cloud-Umstieg beschleunigen
[26.05.2026] Das zentrale SAP-ERP-System (SAP ECC) wird ab 2027 nicht mehr gewartet. Um Energieversorgern den Umstieg auf die Cloud-Plattform SAP S/4HANA Utilities zu erleichtern, haben IBM und Natuvion deshalb eine Zusammenarbeit vereinbart. mehr...
Stadtwerke Hilden: Neues CRM-System eingeführt
[21.05.2026] Die Suche nach einer neuen Ticketing-Lösung führte bei den Stadtwerken Hilden zur Einführung eines umfassenden CRM-Systems. mehr...
Elvaco: ISO-Zertifizierung erhalten
[20.05.2026] Elvaco hat die Zertifizierung nach ISO/IEC 27001 erhalten und stärkt damit sein Informationssicherheits-Management für Gebäude- und Energiedaten. Die Zertifizierung reagiert auf strengere EU-Vorgaben und wachsende Anforderungen an sichere Datenketten in vernetzten Metering- und Smart-Building-Systemen. mehr...
50Hertz: Netzsoftware als Open Source veröffentlicht
[18.05.2026] Der Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz stellt die Software ToOp zur Bewältigung von Netzengpässen als Open-Source-Projekt bereit. Nach Angaben des Unternehmens soll das Tool Netzbetreiber in Europa bei der Steuerung von Stromflüssen unterstützen. mehr...
Cyber-Sicherheit: Den Ernstfall trainieren
[18.05.2026] Ein Übungskonzept soll die Sicherheit Kritischer Infrastrukturen erhöhen. Das Konzept für KRITIS-Betreiber wurde Fraunhofer IOSB-AST mit dem Future Energy Lab der Deutschen Energie-Agentur entwickelt. mehr...
WEMAG: Drohnen überwachen Stromnetze
[13.05.2026] Der Einsatz von Drohnen in der Energiebranche nimmt zu. Auch der Stromnetzbetreiber WEMAG Netz setzt auf die Flugsysteme, um Stromleitungen schneller zu kontrollieren und Schäden frühzeitig zu erkennen. mehr...
ASEW: Plattform für IoT-Angebote
[29.04.2026] Eine Informationsplattform für Anwendungen des Internet of Things soll kommunale Unternehmen, Betriebe und öffentliche Einrichtungen über bestehende Angebote informieren. Das Projekt mehrerer Stadtwerke wird von der ASEW koordiniert. mehr...
Siemens: Security-Dienst für Energie und Infrastruktur
[23.04.2026] Siemens Smart Infrastructure hat einen neuen Sicherheitsdienst für Energieversorger, Industrieunternehmen sowie Betreiber Kritischer Infrastrukturen vorgestellt. Die Lösung soll Cyber-Angriffe schneller erkennen und den Betrieb digitalisierter Anlagen absichern. Der erste Kunde in Deutschland sind die Hertener Stadtwerke. mehr...
Interview: Ende-zu-Ende gut, alles gut
[23.04.2026] Anstatt eine Vielzahl an Einzeltools anzubieten, versteht sich die Lösungsplattform GY der Wilken Software Group als eine Art integriertes Betriebssystem. Im Interview mit stadt+werk erläutert Tobias Mann, Chief Customer Officer (CCO) der Wilken Software Group, wie GY Prozesse in der Energiewirtschaft zukunftsfähig organisiert. mehr...
Frankfurt (Oder): Stadtwerke setzen auf Echtzeit-Steuerung
[15.04.2026] Die Stadtwerke Frankfurt (Oder) treiben die digitale Optimierung ihrer Energieanlagen voran. In Zusammenarbeit mit Data Cybernetics soll eine Software den Betrieb flexibler und wirtschaftlicher gestalten. Das Ziel ist eine automatisierte Steuerung in Echtzeit. mehr...
Thüga: KI-Rahmenvertrag mit der Telekom
[15.04.2026] Das Stadtwerke-Netzwerk Thüga setzt auf KI-Anwendungen der Deutschen Telekom. Die Systeme sollen kommunale Energie- und Wasserdienstleister bei Standardaufgaben unterstützen. Nach Angaben der Unternehmen erfolgt die Datenverarbeitung ausschließlich im europäischen Rechtsraum. mehr...
Smight: Stromversorgung Greding führt Echtzeit-Monitoring ein
[08.04.2026] Die Stromversorgung Greding führt Echtzeit-Monitoring in ihren Ortsnetzstationen ein und digitalisiert damit ihr Verteilnetz. Der Schritt soll den Netzbetrieb angesichts wachsender Einspeisung und Lasten präziser steuern und gezieltere Investitionen ermöglichen. mehr...
rku․it: Fünf Energieversorger steigen auf Plattform um
[31.03.2026] Das Unternehmen rku․it bringt fünf Energieversorger gleichzeitig auf seine Plattform NextGen in den Produktivbetrieb. Der koordinierte Parallel-Go-live zeigt, wie skalierbar integrierte Cloud-Lösungen in der Energiewirtschaft heute umgesetzt werden können. mehr...
EWE: Eigenes SOC für IT- und OT-Systeme
[25.03.2026] Der Energie- und Telekommunikationskonzern EWE baut seine Cyber-Abwehr mit einem eigenen Security Operations Center für IT- und OT-Systeme aus. Das Angebot richtet sich bundesweit an Unternehmen und KRITIS-Betreiber und reagiert auf steigende Anforderungen durch NIS2, KI-gestützte Angriffe und komplexe Cloud-Umgebungen. mehr...














