Samstag, 21. März 2026

BET-StudieEnergie für‘s Rheinische Revier

[24.03.2021] BET hat eine Studie vorgelegt, in der die Zukunft des Rheinischen Reviers als Energiestandort beleuchtet wird.
Technologien und Maßnahmen in einer Aufwands- und Nutzen-Matrix.

Technologien und Maßnahmen in einer Aufwands- und Nutzen-Matrix.

(Bildquelle: BET)

Im Auftrag der Zukunftsagentur Rheinisches Revier hat das Beratungsunternehmen BET in Zusammenarbeit mit der Bergischen Universität Wuppertal eine Studie über „Ein Energiesystem der Zukunft für das Rheinische Revier“ erarbeitet. Darauf weist jetzt BET hin. Die Studie befasst sich im Kern mit vier Leitfragen: Was sind die Hauptmerkmale des Wandel, welche Chancen und negativen Folgen sind denkbar, welche Handlungsoptionen gibt es und welche Dinge sollten jetzt angepackt werden. Da der Wandel des Rheinischen Reviers (RR) anhand des Kohleausstiegs deutlich werde, liege der Fokus der Studie auch auf dem Wandel des Energiesystems. Das eigentlich betroffene System ist laut BET aber größer und umfasst darüber hinaus gesellschaftliche Aspekte wie Arbeitsplätze, die Regionalentwicklung oder die Akzeptanz. Der Wandel werde positive und negative Effekte auf viele der genannten Aspekte nach sich ziehen. Es sei deshalb von zentraler Bedeutung, sich dieser Effekte bewusster zu werden, um steuern, eingreifen und die Zukunft gestalten zu können.
Aus diesen Überlegungen gelte es, Handlungsoptionen abzuleiten. Dazu sollten mit allen Analysewerkzeugen der Gesamtstudie die wichtigsten Ansätze herausgefiltert und die einfach und kostengünstig Umsetzbaren möglichst umgehend angegangen werden. Als ein zentrales Ergebnis der Studie ist es laut BET gelungen, mögliche Maßnahmen und Technologien in einer plakativen Übersichtsgrafik so darzustellen, dass die bedeutsamen und dringenden Aspekte deutlich hervortreten. Auf der X-Achse sei dazu der Aufwand der Technologie oder Maßnahme aufgeführt. Dieser Begriff beinhalte die Kosten sowie die Zeitintensität. Auf der Y-Achse sei die Wirksamkeit, Nützlichkeit oder Bedeutsamkeit aufgetragen. Es bilden sich so vier Quadranten, welche zur Veranschaulichung mit verschiedenen Zuständen von Früchten verglichen werden können (siehe Grafik). Die Studie eröffnet laut BET weitere Optionen zur Ausgestaltung des zukünftigen Energiesystems, beispielsweise den Ausbau der nachhaltigen Stromerzeugung sowie die Wandlung und Speicherung der Energie, die auch in Zukunft im RR eine wichtige Rolle spielen können. Die EE-Stromerzeugung werde jedoch nur einen Teil des Braunkohlestroms substituieren. Insgesamt wird laut BET deutlich, dass das RR Voraussetzungen aufweist, auch in Zukunft eine wichtige Rolle in der Energiewirtschaft zu spielen.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Klimaschutz

Wiesbaden: Bilanz zu CO₂-Emissionen zeigt Fortschritte

[20.03.2026] Wiesbaden senkt Energieverbrauch und Treibhausgasemissionen deutlich unter das Vor-Corona-Niveau. Eine neue Bilanz zeigt Fortschritte und macht zugleich den Handlungsdruck bei Wärmeversorgung und Verkehr sichtbar. mehr...

Sachsen: Studie zeigt Dekarbonisierungsoptionen

[19.03.2026] Eine neue Studie zeigt konkrete Dekarbonisierungsoptionen für zentrale Branchen der sächsischen Wirtschaft auf. Sie richtet sich vor allem an mittelständische Unternehmen und soll ihnen Orientierung bei technologischen und wirtschaftlichen Entscheidungen auf dem Weg zur Klimaneutralität geben. mehr...

Düsseldorf: Energie-Kommune dank Wärme- und Verkehrswende

[11.03.2026] Die Stadt Düsseldorf möchte ihre Treibhausgasemissionen deutlich reduzieren. Dabei spielen Fachkräfte, die Wärmewende und neue Mobilitätsangebote eine zentrale Rolle. Für ihr Engagement wurde die Stadt nun von der AEE zur Energiekommune des Monats Februar gekürt. mehr...

Rheinland-Pfalz: Ein Drittel ist mit Wärmeplanung fertig

[10.03.2026] Rund ein Drittel der Kommunen in Rheinland-Pfalz hat die gesetzlich vorgeschriebene kommunale Wärmeplanung bereits abgeschlossen. Die Pläne sollen den Weg zu einer treibhausgasneutralen Wärmeversorgung weisen und entscheiden mit darüber, wo künftig Wärmenetze entstehen oder dezentrale Lösungen dominieren. mehr...

AEE: Greifswald ist Energie-Kommune 2025

[02.03.2026] Die Stadt Greifswald hat die bundesweite Abstimmung zur „Energie-Kommune des Jahres 2025” gewonnen. Dies teilte die Agentur für erneuerbare Energien mit. 42,3 Prozent der Stimmen entfielen auf die Universitäts- und Hansestadt. mehr...

Region Mitte Niedersachsen: Förderung dreier Klimaschutz-Projekte

[02.03.2026] Die Zukunftsregion Mitte Niedersachsen fördert drei Projekte zu Mikrowärmenetzen, energetischer Sanierung und Abfallpädagogik mit rund 540.000 Euro. Die Bescheide übergab Landesbeauftragter Ottmar von Holtz in Rehburg-Loccum und setzte damit ein Signal für die interkommunale Zusammenarbeit in Klimaschutz und Kreislaufwirtschaft. mehr...

bericht

Würzburg: Fahrplan zur ­Klimaneutralität

[23.02.2026] Bis 2028 soll die Stadtverwaltung Würzburg treibhausgasneutral werden. Dabei stützt sie sich unter anderem auf einen kapazitätsoptimierten Sanierungsfahrplan für städtische Liegenschaften. mehr...

Anklam: Bioenergie-Cluster und H2-Kraftwerk

[17.02.2026] Die Hansestadt Anklam setzt auf Bioenergie, Wasserstoff und kommunale Wärmeplanung. Im Mittelpunkt stehen zwei Projekte: das Innovationsbündnis biogeniV und ein geplantes Verbundkraftwerk. Das Ziel ist Klimaneutralität bis 2040. mehr...

Mannheim: Phosphorrecyclinganlage in Betrieb gegangen

[16.02.2026] MVV Energie hat in Mannheim eine Phosphorrecyclinganlage in ihre bestehende Abfallverbrennung integriert. Damit gewinnt das Unternehmen aus Klärschlamm bis zu 90 Prozent des enthaltenen Phosphors zurück und stärkt die regionale Kreislaufwirtschaft in Baden-Württemberg. mehr...

Kreis Nienburg: Land fördert modulare Thermolyseanlage

[13.02.2026] Niedersachsen fördert den Bau einer modularen Thermolyseanlage des Unternehmens Waste2Value im Landkreis Nienburg mit 6,05 Millionen Euro. Die Anlage soll schwer recycelbare Kunststoffe chemisch verwerten, 27 Arbeitsplätze schaffen und den Strukturwandel in der Region vorantreiben. mehr...

bericht

Klimamanagement: Software und Beratung aus einer Hand

[11.02.2026] Der IT-Dienstleister regio iT unterstützt Kommunen mit einem modularen Lösungspaket bei Klimaschutz- und Klimaanpassungsstrategien. Es handelt sich um eine synergetische Kombination aus IT-gestütztem Datenmanagement, strategischer Beratung und effizienter Beschaffung. mehr...

Hessischer Staatspreis Energie 2026: Bewerbungsphase gestartet

[11.02.2026] In Hessen hat die Bewerbungsphase für den Staatspreis Energie 2026 begonnen. Bis Ende April können Projekte eingereicht werden, die zu einer sicheren, klimafreundlichen und bezahlbaren Energieversorgung beitragen. mehr...

Trianel: evm entwickelt Strategie für erneuerbare Stromversorgung

[09.02.2026] Die Energieversorgung Mittelrhein entwickelt mit Trianel eine Gesamtportfoliostrategie für eine vollständig erneuerbare Stromversorgung. Ziel ist es, Planung, Betrieb und Vermarktung so zu verzahnen, dass Klimaziele, Wirtschaftlichkeit und Marktrisiken zusammenpassen. mehr...

Baden-Württemberg: Klimaschutz-Programm reaktiviert

[04.02.2026] Kommunen in Baden-Württemberg können wieder Förderanträge für Beratungs- und Begleitmaßnahmen zur energetischen Sanierung öffentlicher Gebäude stellen. Das Land reaktiviert dafür den zweiten Teil des Programms Klimaschutz-Plus und ergänzt die bereits laufende Investitionsförderung. mehr...

Energie-Kommune des Jahres: Drei Finalisten stehen fest

[04.02.2026] Greifswald, der Landkreis Regensburg und Schwalmtal stehen im Finale um den Titel „Energie-Kommune des Jahres 2025“. Die Entscheidung fällt am 26. Februar bei einer digitalen Auszeichnungsveranstaltung nach öffentlicher Abstimmung. mehr...