Rhein-Lahn-KreisKlimaschutzportal bündelt Daten

Klimaschutzmanagerin Jasmin Lemler ist für Aufbau und redaktionelle Betreuung der Plattform verantwortlich.
(Bildquelle: KV Rhein-Lahn)
Der Rhein-Lahn-Kreis betreibt seit rund eineinhalb Jahren ein eigenes regionales Klimaschutzportal, das klimarelevante Daten und Aktivitäten aus dem gesamten Kreisgebiet zentral zusammenführt und öffentlich zugänglich macht. Wie die Energie- und Klimaschutzagentur Rheinland-Pfalz berichtet, liegen Aufbau und redaktionelle Betreuung der Plattform bei der Klimaschutzmanagerin Jasmin Lemler. Ziel ist es, sowohl Verwaltungen als auch Bürgerinnen und Bürgern einen schnellen Überblick über den Stand und die Potenziale des regionalen Klimaschutzes zu ermöglichen.
Das Portal ist im Rahmen des Kommunalen Klimapakts Rheinland-Pfalz (KKP) entstanden. Der Rhein-Lahn-Kreis erhielt eines von landesweit vier Portalen, die von der Energie- und Klimaschutzagentur Rheinland-Pfalz initiiert wurden. Die Agentur unterstützte nach eigenen Angaben insbesondere beim technischen Seitenaufbau, bei der Erstbefüllung der Inhalte sowie bei der laufenden technischen Betreuung und Weiterentwicklung. Regelmäßige Austauschtreffen mit anderen beteiligten Regionen dienen dem Wissenstransfer und der Weiterentwicklung der Plattform.
Datenbasierte Grundlage für Klimaschutzarbeit
Zu den zentralen Funktionen zählen Treibhausgasbilanzen, die die Emissionen der vergangenen Jahre abbilden und eine datenbasierte Grundlage für die Klimaschutzarbeit liefern. Ergänzt wird das Angebot durch einen Fördermittelfinder, der Programme nach Zielgruppen wie Unternehmen oder Privatpersonen strukturiert darstellt. Darüber hinaus informiert das Portal über laufende Klimaschutzprojekte im Kreisgebiet und bündelt relevante Termine in einer Kalenderfunktion, die Veranstaltungen rund um das Thema Klimaschutz zusammenführt.
Die Inhalte werden laut Kreisverwaltung in enger Zusammenarbeit mit den Verbandsgemeinden gepflegt. Informationen aus den Kommunen fließen regelmäßig in das Portal ein. Redaktionell wird die Plattform gemeinsam von Jasmin Lemler und Niklas Stanjek, Klimaschutzmanager der Verbandsgemeinde Aar-Einrich, betreut. Die technische Bedienung gilt nach einer Einarbeitungsphase als stabil und nutzerfreundlich. Als größte Herausforderung beim Aufbau und Betrieb nennt der Kreis die begrenzten personellen Ressourcen. Planung, Pflege und Aktualisierung erforderten kontinuierlichen Zeitaufwand.
Pläne für die Zukunft
Perspektivisch soll das Portal schrittweise erweitert werden. Geplant sind unter anderem eigene Informationsbereiche zu Klimaschutzpatinnen und -paten sowie zur Klimaanpassung, die ab Herbst integriert werden sollen. Zudem sollen bestehende Projekte wie Nahwärmenetze oder Anlagen zur erneuerbaren Energieerzeugung sichtbar gemacht werden, sofern belastbare Daten vorliegen. Langfristig wird ein Monitoring angestrebt, das die aktuelle Erzeugung erneuerbarer Energien in der Region abbildet.
Neben der Informationsfunktion soll die Plattform mittelfristig stärker interaktiv ausgerichtet werden. Vorgesehen sind Beteiligungsformate wie Umfragen oder die Möglichkeit, eigene Ideen einzubringen. In einem Zeithorizont von fünf bis zehn Jahren sieht der Kreis das Portal idealerweise als aktiven Austauschraum, in dem Best-Practice-Beispiele aus Kommunen und Ehrenamt sichtbar werden und laufende Entwicklungen im regionalen Klimaschutz transparent dokumentiert sind.
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