Dienstag, 3. November 2026

Rheinland-PfalzAusbau der Erneuerbaren nimmt zu

[27.01.2026] Der Ausbau der erneuerbaren Energien in Rheinland-Pfalz hat 2025 deutlich zugelegt, insbesondere bei Windenergie-Genehmigungen und Photovoltaik-Zubau. Nach Angaben des Klimaschutzministeriums sieht sich das Land damit auf Kurs in Richtung Klimaneutralität bis 2040.

Insbesondere bei Windenergie-Genehmigungen und Photovoltaik-Zubau konnte das Land Rheinland-Pfalz vergangenes Jahr zulegen.

(Bildquelle: adobestock)

Rheinland-Pfalz hat im Jahr 2025 beim Ausbau der erneuerbaren Energien spürbare Fortschritte erzielt. Wie das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität berichtet, wurden im vergangenen Jahr 43 neue Windenergieanlagen mit einer installierten Leistung von insgesamt 225,5 Megawatt errichtet. Unter Berücksichtigung von Rückbauten ergibt sich daraus ein Netto-Zuwachs von 165,6 Megawatt.

Auch die Photovoltaik verzeichnete einen deutlichen Anstieg. Dem Ministerium zufolge gingen rund 54.500 neue PV-Anlagen ans Netz, was einem Netto-Leistungszubau von etwa 807 Megawatt entspricht. Die angegebenen Werte basieren auf dem Datenstand vom 15. Januar 2026.

Besonders stark entwickelte sich die Zahl der Genehmigungen für Windenergieanlagen. Bis Ende Dezember 2025 wurden landesweit 229 Anlagen mit einer Gesamtleistung von rund 1.431 Megawatt genehmigt. Zum Vergleich: Im Jahr 2020 lag das Genehmigungsvolumen bei 116 Megawatt. Klimaschutz- und Energieministerin Katrin Eder (Bündnis 90/Die Grünen) bezeichnete diesen Wert als bislang höchsten Stand und verwies darauf, dass nun die anstehende Ausbauphase genutzt werden müsse, um die regionale Wertschöpfung zu stärken und Kommunen sowie Bürgerinnen und Bürger mehr zu beteiligen.

Parallel dazu hat sich die Dauer der Genehmigungsverfahren verkürzt. Nach Angaben des Ministeriums sank die durchschnittliche Bearbeitungszeit für Windenergieprojekte von rund 39,6 Monaten im Jahr 2021 auf 20,4 Monate im Jahr 2025 und wurde damit mehr als halbiert.

Rheinland-Pfalz strebt an, spätestens im Jahr 2040 klimaneutral zu sein. Voraussetzung dafür ist ein deutlicher Ausbau der erneuerbaren Stromerzeugung. Ministerin Eder verwies in diesem Zusammenhang auf die zunehmenden Folgen des Klimawandels. 2025 sei weltweit das drittheißeste Jahr seit Beginn der Messungen gewesen, zudem habe die globale Durchschnittstemperatur zum dritten Mal in Folge über der Marke von 1,5 Grad gelegen. Auch in Rheinland-Pfalz zeigten sich die Auswirkungen in einer steigenden Zahl von Extremwetterereignissen. Vor diesem Hintergrund bewertet das Ministerium die aktuellen Ausbauzahlen bei Windenergie und Photovoltaik als wichtigen Schritt, um die Klimaziele des Landes zu erreichen und die Energieversorgung langfristig abzusichern.





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