TelekomErweiterung des Glasfaserangebots durch Kooperation

Sie möchten fortan an einem Strang ziehen.
v.l.: Thilo Höllen, Leiter Breitbandkooperationen Telekom; Christian Pegel, Minister für Inneres und Bau in Mecklenburg-Vorpommern; Gerhard Roth und Detlef Katzschmann, beide Geschäftsführer e.discom Telekommunikation GmbH; Thomas Murche, technischer Vorstand der WEMAG-Gruppe; Marco Anschütz, CIO Mecklenburg-Vorpommern; Rodrigo Diehl, Chef Telekom Deutschland GmbH
(Bildquelle: Deutsche Telekom)
Sie möchten fortan an einem Strang ziehen.
v.l.: Thilo Höllen, Leiter Breitbandkooperationen Telekom; Christian Pegel, Minister für Inneres und Bau in Mecklenburg-Vorpommern; Gerhard Roth und Detlef Katzschmann, beide Geschäftsführer e.discom Telekommunikation GmbH; Thomas Murche, technischer Vorstand der WEMAG-Gruppe; Marco Anschütz, CIO Mecklenburg-Vorpommern; Rodrigo Diehl, Chef Telekom Deutschland GmbH
(Bildquelle: Deutsche Telekom)
Die Telekom erweitert ihr Glasfaserangebot in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg über Kooperationen mit den Netzbetreibern e.discom und WEMACOM. Wie die Deutsche Telekom mitteilt, sollen dadurch rund 220.000 Haushalte und Unternehmensstandorte in etwa 400 Kommunen Zugang zu Telekom-Tarifen über bestehende Glasfasernetze erhalten.
Die Partnerschaften wurden auf der Digitalmesse NØRD in Rostock vorgestellt. Die Telekom schloss dafür langfristige Open-Access-Verträge mit e.discom Telekommunikation und WEMACOM Breitband, einer Tochter von WEMAG. Beide Unternehmen betreiben vor allem in ländlichen Regionen Glasfasernetze, die vielfach mit öffentlichen Fördermitteln entstanden sind.
Im Ausbaugebiet von e.discom können Telekom-Glasfasertarife laut Unternehmen sofort gebucht werden. Das betrifft rund 80.000 Anschlüsse. Im Netz von WEMACOM mit etwa 140.000 verfügbaren Anschlüssen soll die Vermarktung voraussichtlich Ende 2026 starten. Nach Angaben von Telekom steigt damit die Zahl der über Kooperationen erreichbaren Glasfaseranschlüsse in beiden Bundesländern auf mehr als eine Million.
Telekom setzt dabei auf ein Open-Access-Modell. Mehrere Anbieter vermarkten ihre Dienste über dieselbe Infrastruktur. Für Endkunden bedeutet das zusätzliche Tarif- und Anbieterwahl, ohne dass neue parallele Netze gebaut werden müssen. Bundesweit arbeitet die Telekom nach eigenen Angaben inzwischen mit mehr als 50 Unternehmen beim Glasfaserausbau zusammen.
Christian Pegel, Minister für Inneres und Bau in Mecklenburg-Vorpommern, bezeichnete die Vereinbarung als wichtiges Signal für den Ausbau leistungsfähiger Glasfasernetze. WEMAG-Vorstand Thomas Murche erklärte, die Kooperation sichere Investitionen langfristig ab und erhöhe die Wahlfreiheit für Kunden. Auch die Geschäftsführer von e.discom verwiesen auf wirtschaftliche und ökologische Vorteile gemeinsamer Netznutzung.
Der Bundesverband Breitbandkommunikation (BREKO) bewertet die Kooperationen ebenfalls positiv, verbindet damit aber Forderungen an die Telekom. Laut BREKO-Mitglied der Geschäftsleitung Sven Knapp könnten solche Open-Access-Modelle den Glasfaserausbau bundesweit beschleunigen, wenn die Telekom verstärkt auf bestehende Netze anderer Anbieter setze statt auf parallelen Ausbau.
Besonders hebt der Verband hervor, dass die Telekom bei e.discom und WEMACOM sogenannte Bitstrom-Vorleistungen einkauft. Dieses Modell verteile Wertschöpfung und Investitionsrisiken ausgewogener zwischen Netzbetreiber und Diensteanbieter als das bislang häufig genutzte Fasermietmodell. Der BREKO fordert die Telekom deshalb auf, vergleichbare Kooperationen deutschlandweit auszuweiten.
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