Mittwoch, 18. März 2026

GräfelingGemeindewerk für Stromnetz gegründet

[22.01.2013] Die Gemeinde Gräfeling hat vor dem Hintergrund der Stromversorgung mit E.ON Bayern das Gemeindewerk Gräfeling (GWG) gegründet. Das GWG verpachtet das kommunale Elektrizitätsverteilungsnetz an E.ON Bayern als Netzbetreiber.

Die Gemeinde Gräfeling und Netzbetreiber E.ON Bayern arbeiten jetzt bei der Stromversorgung in einer gemeinsamen Gesellschaft zusammen. Laut einer gemeinsamen Pressemitteilung ist das Gemeindewerk Gräfeling (GWG) mit Wirkung zum 1. Januar 2013 gegründet worden. In diese Gesellschaft habe E.ON Bayern die gesamte Netzinfrastruktur einschließlich der Netzkunden auf Gräfelinger Grund eingebracht. Die Gemeinde habe im Rahmen eines Anteilskauf- und Abtretungsvertrages für rund 2,64 Millionen Euro 51 Prozent der Gesellschaftsanteile erworben. Sitz der Gesellschaft sei Gräfeling, ihr Gegenstand die Verpachtung des eigenen Elektrizitätsverteilungsnetzes. Wie die Kooperationspartner mitteilen, fungieren Thomas Leineweber von der Gemeinde Gräfeling und Karl Krapf von E.ON Bayern als gleichberechtigte Gesellschafter. Der Aufsichtsrat bestehe aus drei Vertretern der Gemeinde, drei Mitarbeitern von E.ON Bayern sowie dem Ersten Bürgermeister von Gräfeling, Christoph Göbel, der den Vorsitz übernehme. Das GWG als Eigentümer des Elektrizitätsverteilnetzes verpachte dieses seit Jahresbeginn an die E.ON Bayern AG, die somit für den Netzbetrieb verantwortlich sei. Der mit E.ON Bayern bis Ende 2032 laufende Konzessionsvertrag sei auf das GWG übertragen worden. Darin räume Gräfeling dem GWG ein Wegerecht ein, wofür die Gemeinde eine so genannte Konzessionsabgabe erhalte. Deren Höhe könne der Gemeinderat innerhalb gesetzlich geregelter Grenzen selbst festlegen. Mit der GWG-Gründung werden aus dem Netzbetrieb Einnahmen generiert, die in den Ausbau der erneuerbaren Energien investiert werden können. So könne etwa der Aufbau eines geothermiegespeisten Fernwärmenetzes mitfinanziert werden. Auch der Bau und der Betrieb von Wärme- und Stromerzeugungsanlagen sowie Maßnahmen zur Stromspeicherung seien denkbar. Zudem sichere sich die Gemeinde durch die mehrheitliche Gesellschaftsübernahme die Mitbestimmung beim Aus- und Umbau der Infrastruktur. Mit der geänderten Struktur des Netzbetreibers sei für die Kunden kein Wechsel des Stromlieferanten verbunden.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Unternehmen

JUWI: Strategische Neuausrichtung

[17.03.2026] Der Projektentwickler JUWI richtet seine Organisation neu aus und fokussiert sich stärker auf seine europäischen Kernmärkte im Wind- und Solarsektor. Hintergrund sind verschärfter Wettbewerb um Investoren, Netzanschlüsse und Ausschreibungen – mit der Neuausrichtung will das Unternehmen seine Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit sichern. mehr...

Stadtwerke Essen: Ausweitung der Partnerschaft mit Iqony Fernwärme

[17.03.2026] Die Stadtwerke Essen und Iqony Fernwärme wollen ihre Wärmeinfrastrukturen künftig enger verzahnen. Eine neue Partnerschaftsvereinbarung soll Synergien beim Ausbau klimafreundlicher Netze heben und Optionen wie Netzkopplungen oder gemeinsame Erzeugungsanlagen prüfen. mehr...

Solarpark der Energieversorgung Mittelrhein (evm) in Görgeshausen mit mehreren Reihen von Photovoltaikmodulen auf einer Wiese.

evm: Nachhaltige Energiegewinnung

[13.03.2026] Die Wind- und Solarparks der Energieversorgung Mittelrhein (evm) haben im vergangenen Jahr mehr als 70 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugt. Nun plant das Unternehmen die Errichtung weiterer Anlagen in der Region. mehr...

Stadtwerke Jena Netze: Relaunch der Webseite

[13.03.2026] Die Stadtwerke Jena Netze haben ihre Webseite vollständig überarbeitet und neu strukturiert. Der Relaunch soll Kundinnen und Kunden den Zugang zu Informationen rund um Netzanschlüsse, Photovoltaik, Wärmepumpen und aktuelle Baustellen deutlich erleichtern. mehr...

GISA/TMZ: Fortsetzung der Zusammenarbeit

[12.03.2026] GISA stellt Thüringer Mess- und Zählerwesen Service künftig auch das Management steuerbarer lokaler Systeme (CLS) vollständig als Software-as-a-Service bereit. Mit der Verlängerung ihrer Smart-Metering-Partnerschaft um fünf Jahre bauen beide Unternehmen ihre gemeinsame Plattform für Gateway-Administration und Messdatenmanagement weiter aus. mehr...

VertiGIS: Vorarlberger Energienetze erneuert Geo-Informationssystem

[04.03.2026] Das Unternehmen Vorarlberger Energienetze stellt sein Geo-Informationssystem auf die dritte Generation um und setzt dabei auf Technologie von VertiGIS. Der Wechsel ist wegen des auslaufenden Altsystems bis 2028 zwingend und betrifft Datenqualität, Netzbetrieb und künftige KI-Anwendungen gleichermaßen. mehr...

JUWI: Partnerschaft mit Vestas ausgebaut

[26.02.2026] Mit einer neuen Rahmenvereinbarung wollen zwei Windenergie-Unternehmen ihre Kooperation festigen. Das Ziel besteht darin, künftige Projekte in Deutschland effizienter umzusetzen. Beide Seiten verweisen auf ihre langjährige Zusammenarbeit. mehr...

Stadtwerke Herrenberg/Energie Calw: Gemeinsame Neugründung von Energie Herrenberg

[25.02.2026] Die Stadtwerke Herrenberg gründen gemeinsam mit Energie Calw die Gesellschaft Energie Herrenberg. Mit dem neuen kommunalen Versorger will die Stadt Herrenberg Vertrieb und Energiewende vor Ort neu organisieren und Wertschöpfung in der Region sichern. mehr...

Wuppertaler Stadtwerke: IT-Partnerschaft mit rku․it besiegelt

[23.02.2026] Die Wuppertaler Stadtwerke bauen ihre IT mit der NextGen-Plattform von rku.it aus. Die strategische Partnerschaft soll Prozesse im SAP-Umfeld modernisieren und den kommunalen Versorger langfristig digital absichern. mehr...

dena: 100 vielversprechende Start-ups

[17.02.2026] Die Deutsche Energie-Agentur und die Start Up Energy Transition haben die SET100-Liste 2026 mit den weltweit vielversprechendsten Climate-Tech-Start-ups veröffentlicht. Die Auswahl zeigt, welche Technologien der Energiewende den Sprung aus der Pilotphase schaffen und sich im internationalen Wettbewerb behaupten. mehr...

Bilanz: E.ON steigert Gewinn und Investitionen

[16.02.2026] Der Energiekonzern E.ON hat im Jahr 2025 mehr verdient und mehr investiert. Vor allem das Netzgeschäft wuchs deutlich. Bis 2030 plant das Unternehmen Investitionen von rund 48 Milliarden Euro. mehr...

Hertener Stadtwerke: Zertifizierung erhalten

[16.02.2026] Die Hertener Stadtwerke haben ein Energiemanagementsystem nach ISO 50001 eingeführt und sich zertifizieren lassen. Damit reagieren sie auf gesetzliche Vorgaben für Großverbraucher und wollen vor allem in ihren energieintensiven Bädern systematisch Kosten und CO₂ senken. mehr...

Stadtwerke Schwäbisch Hall: Wechsel zu Wilken

[11.02.2026] Die Stadtwerke Schwäbisch Hall ersetzen ihr bisheriges Abrechnungssystem für Dienstleistungskunden durch eine cloud-native Standardplattform. Mit dem Wechsel zu GY von Wilken beginnt zugleich eine strategische Partnerschaft mit Blick auf neue Markt- und Regulierungsanforderungen. mehr...

Amprion: Hybrider Offshore-Interkonnektor geplant

[28.01.2026] Deutschland und Dänemark wollen ihre Stromnetze in der Nordsee enger verknüpfen und planen einen hybriden Offshore-Interkonnektor zwischen beiden Ländern. Amprion und Energinet sollen das Projekt mit innovativer Gleichstromtechnik auf See umsetzen. mehr...

Stadtwerke Velbert: Beteiligung an rku․it

[22.01.2026] Die Stadtwerke Velbert beteiligen sich an dem Unternehmen rku․it und werden Gesellschafter des IT- und Prozessdienstleisters für die Energiebranche. Beide Seiten wollen damit die strategische Zusammenarbeit vertiefen und die digitale Leistungsfähigkeit der Versorgungswirtschaft stärken. mehr...