Dienstag, 27. Januar 2026

GräfelingGemeindewerk für Stromnetz gegründet

[22.01.2013] Die Gemeinde Gräfeling hat vor dem Hintergrund der Stromversorgung mit E.ON Bayern das Gemeindewerk Gräfeling (GWG) gegründet. Das GWG verpachtet das kommunale Elektrizitätsverteilungsnetz an E.ON Bayern als Netzbetreiber.

Die Gemeinde Gräfeling und Netzbetreiber E.ON Bayern arbeiten jetzt bei der Stromversorgung in einer gemeinsamen Gesellschaft zusammen. Laut einer gemeinsamen Pressemitteilung ist das Gemeindewerk Gräfeling (GWG) mit Wirkung zum 1. Januar 2013 gegründet worden. In diese Gesellschaft habe E.ON Bayern die gesamte Netzinfrastruktur einschließlich der Netzkunden auf Gräfelinger Grund eingebracht. Die Gemeinde habe im Rahmen eines Anteilskauf- und Abtretungsvertrages für rund 2,64 Millionen Euro 51 Prozent der Gesellschaftsanteile erworben. Sitz der Gesellschaft sei Gräfeling, ihr Gegenstand die Verpachtung des eigenen Elektrizitätsverteilungsnetzes. Wie die Kooperationspartner mitteilen, fungieren Thomas Leineweber von der Gemeinde Gräfeling und Karl Krapf von E.ON Bayern als gleichberechtigte Gesellschafter. Der Aufsichtsrat bestehe aus drei Vertretern der Gemeinde, drei Mitarbeitern von E.ON Bayern sowie dem Ersten Bürgermeister von Gräfeling, Christoph Göbel, der den Vorsitz übernehme. Das GWG als Eigentümer des Elektrizitätsverteilnetzes verpachte dieses seit Jahresbeginn an die E.ON Bayern AG, die somit für den Netzbetrieb verantwortlich sei. Der mit E.ON Bayern bis Ende 2032 laufende Konzessionsvertrag sei auf das GWG übertragen worden. Darin räume Gräfeling dem GWG ein Wegerecht ein, wofür die Gemeinde eine so genannte Konzessionsabgabe erhalte. Deren Höhe könne der Gemeinderat innerhalb gesetzlich geregelter Grenzen selbst festlegen. Mit der GWG-Gründung werden aus dem Netzbetrieb Einnahmen generiert, die in den Ausbau der erneuerbaren Energien investiert werden können. So könne etwa der Aufbau eines geothermiegespeisten Fernwärmenetzes mitfinanziert werden. Auch der Bau und der Betrieb von Wärme- und Stromerzeugungsanlagen sowie Maßnahmen zur Stromspeicherung seien denkbar. Zudem sichere sich die Gemeinde durch die mehrheitliche Gesellschaftsübernahme die Mitbestimmung beim Aus- und Umbau der Infrastruktur. Mit der geänderten Struktur des Netzbetreibers sei für die Kunden kein Wechsel des Stromlieferanten verbunden.





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