Mittwoch, 3. Juni 2026

VertiGISVorarlberger Energienetze erneuert Geo-Informationssystem

[04.03.2026] Das Unternehmen Vorarlberger Energienetze stellt sein Geo-Informationssystem auf die dritte Generation um und setzt dabei auf Technologie von VertiGIS. Der Wechsel ist wegen des auslaufenden Altsystems bis 2028 zwingend und betrifft Datenqualität, Netzbetrieb und künftige KI-Anwendungen gleichermaßen.

Das Unternehmen Vorarlberger Energienetze erneuert sein Geo-Informationssystem (GIS) grundlegend und führt mit GIS3 eine neue Systemgeneration ein. Wie VertiGIS berichtet, basiert die Plattform auf ArcGIS Enterprise sowie den Produkten VertiGIS Studio, VertiGIS Networks und VertiGIS FM und soll die bestehende Lösung bis spätestens 2028 ablösen.

Das Unternehmen, eine Tochter von illwerke vkw, betreut laut eigenen Angaben rund 126.000 Strom- und Gas-Hausanschlüsse und unterstützt mehr als 80 externe Kunden mit GIS-Dienstleistungen. Die bisherige Basis-Software hat das Ende ihres Lebenszyklus erreicht. Parallel laufende Großprojekte, hohe Anforderungen an Datenintegrität und die Notwendigkeit eines unterbrechungsfreien Übergangs erhöhen die Komplexität der Migration.

Im Vorprojekt „Upgrade Geoinformationssysteme“ richtete das Unternehmen eine Testumgebung ein, verglich Funktionen und führte Migrationstests sowie Datenvalidierungen in mehreren Sparten durch. GIS3 führt bislang getrennte Anwendungen für Web, Mobile und Editing in einer durchgängigen Umgebung zusammen und bindet auch VertiGIS FM an. Ein standardisiertes Datenmodell für Strom, Gas, Telekommunikation, Nahwärme, Wasser und Abwasser soll komplexe Netzstrukturen konsistent abbilden und die Datenerfassung vereinfachen.

Technisch setzt das neue System auf Echtzeit-Datenprüfung. Fehler werden unmittelbar erkannt, was die Qualität der Netzdaten für Berechnungen erhöht. Die Kartographie erhält erweiterte Darstellungsoptionen. Ein Offline-GIS ermöglicht den Einsatz auf Smartphones und Tablets im Feld. Schnittstellen zu SAP und zu VertiGIS FM straffen die Abläufe zwischen Netzbetrieb, Dokumentation und kaufmännischen Prozessen.

Die Einführung erfolgt in enger Abstimmung mit Key Usern aus den Fachbereichen. Parallel baut das Unternehmen internes Know-how in der Systemadministration auf. Der vollständige Übergang hängt von der finalen Verfügbarkeit einzelner Produkt- und Datenmodellbausteine ab und soll bis spätestens 2028 abgeschlossen sein.

Perspektivisch plant das Unternehmen, die Plattform um KI-gestützte Funktionen zu erweitern. Denkbar sind automatisierte Generalisierung und Bemaßung, KI-basierte Datenrecherche sowie die Integration von Reality-Capture-Workflows. Auch 3D- und IoT-Anwendungen gelten als künftige Ausbaustufen der GIS3-Strategie.





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