BilanzE.ON steigert Gewinn und Investitionen

Vorstandschef Leonhard Birnbaum: „E.ON hat 2025 operativ auf ganzer Linie geliefert.“
(Bildquelle: E.ON SE)
E.ON hat eigenen Angaben zufolge das Geschäftsjahr 2025 mit einem höheren operativen Ergebnis abgeschlossen. Wie der Konzern mitteilt, stieg das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) auf knapp zehn Milliarden Euro. Das sind neun Prozent mehr als im Vorjahr, als der Wert bei neun Milliarden Euro lag. Das EBITDA gilt als wichtige Kennzahl für die operative Ertragskraft. Der bereinigte Konzernüberschuss erhöhte sich auf drei Milliarden Euro. Im Jahr zuvor waren es 2,9 Milliarden Euro. Das bereinigte Ergebnis je Aktie lag bei 1,16 Euro nach 1,09 Euro im Vorjahr.
Dividende soll um vier Prozent steigen
Vorstandschef Leonhard Birnbaum sagte: „E.ON hat 2025 operativ auf ganzer Linie geliefert. Wir machen Tempo beim Ausbau der Netze, bei der konsequenten Digitalisierung des Energiesystems und mit neuen Lösungen für unsere Kundinnen und Kunden.“ Das Geschäftsmodell habe sich in einem volatilen Umfeld als robust erwiesen. Vorstand und Aufsichtsrat wollen der Hauptversammlung eine Dividende von 57 Cent je Aktie vorschlagen. Dies entspräche einer Steigerung um vier Prozent.

Die Gesamtinvestitionen beliefen sich im Jahr 2025 auf 8,5 Milliarden Euro. Davon flossen sieben Milliarden Euro in das Geschäftsfeld „Energy Networks”, also in die Strom- und Gasnetze. Das entspricht einem Anstieg von 20 Prozent gegenüber 2024, als 5,8 Milliarden Euro investiert wurden. Nadia Jakobi, Finanzvorständin, erklärte: „Wir haben 2025 ein starkes Ergebnis erzielt und unsere Versprechen gehalten. Gleichzeitig haben wir unsere Investitionen weiter gesteigert und mit 8,5 Milliarden Euro einen neuen Maßstab erreicht.”
Im Netzgeschäft stieg das bereinigte EBITDA um 12 Prozent auf 7,7 Milliarden Euro. E.ON führt dies auf hohe Investitionen und eine wachsende regulierte Vermögensbasis zurück. In Deutschland und Südosteuropa trugen zudem leicht höhere Strommengen zum Ergebnis bei. Auch regulatorische Nachholeffekte, etwa für Netzverluste in Ungarn, wirkten sich positiv aus.
Im Geschäftsfeld Energy Retail, also im Vertrieb an Kundinnen und Kunden, sank das bereinigte EBITDA um sechs Prozent auf 1,7 Milliarden Euro. Im Jahr 2024 waren es 1,8 Milliarden Euro. Als Gründe wurden unter anderem Portfolioeffekte in Großbritannien genannt. In Deutschland stieg das Ergebnis leicht. Es wurden 480 Millionen Euro investiert, vor allem in Ladeinfrastruktur, Digitalisierung und neue Angebote. Im Bereich Energy Infrastructure Solutions erhöhte sich das bereinigte EBITDA um fünf Prozent auf rund 590 Millionen Euro. Als Treiber wurden eine bessere Anlagenverfügbarkeit in Skandinavien und Großbritannien sowie höhere Wärmemengen in Deutschland genannt. Die Investitionen beliefen sich auf rund 900 Millionen Euro.
Modernisierung und der Digitalisierung der Verteilnetze
E.ON erwartet für 2026 ein bereinigtes EBITDA zwischen 9,4 und 9,6 Milliarden Euro. Der bereinigte Konzernüberschuss soll zwischen 2,7 und 2,9 Milliarden Euro liegen. Das entspricht 1,03 bis 1,11 Euro je Aktie. Bis 2030 plant E.ON Investitionen von rund 48 Milliarden Euro. Zuvor waren für die Jahre 2024 bis 2028 noch 43 Milliarden Euro vorgesehen. Voraussetzung hierfür sind angemessene regulatorische Rahmenbedingungen im deutschen Netzgeschäft. Der Schwerpunkt der Investitionen liegt weiterhin auf dem Ausbau, der Modernisierung und der Digitalisierung der Verteilnetze. Dafür sind rund 40 Milliarden Euro vorgesehen. Weitere Mittel sollen in digitale Plattformen, Elektromobilität, Fernwärme, industrielle Dekarbonisierung und Batteriespeicher fließen.
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