Dienstag, 21. Juli 2026

Region Rhein-EifelGenossenschaft für Wärmewende

[17.04.2026] Zwölf Kommunen aus drei Kreisen haben gemeinsam mit dem Energieunternehmen e-regio die Genossenschaft Energiewende RheinEifel gegründet. Nach Angaben der Beteiligten soll sie Projekte zur Energie- und Wärmewende regional koordinieren.

Die kommunalen Gründungsmitglieder der Genossenschaft, e-regio Geschäftsführer Stefan Dott (Mitte) und der neu gewählte Vorstand.

(Bildquelle: e-regio GmbH & Co. KG)

Zwölf Städte und Gemeinden aus dem Rhein-Sieg-Kreis sowie dem Kreis Euskirchen und dem Kreis Düren haben in dieser Woche gemeinsam mit dem Energieversorger  e-regio die Energiewende RheinEifel eG gegründet. Das teilten die Beteiligten in Euskirchen mit. Ziel der Genossenschaft sei es, die Energie- und Wärmewende über kommunale Grenzen hinweg zu koordinieren. Nach Angaben der Initiatoren sollen Kräfte gebündelt, Synergien genutzt und Doppelarbeit vermieden werden. Entscheidungen über konkrete Maßnahmen und Investitionen blieben weiterhin bei den Kommunen oder Energieunternehmen. Die Genossenschaft verstehe sich als koordinierende Stelle.

Für eine bezahlbare, sichere und klimaneutrale Energieversorgung

Sacha Reichelt, Bürgermeister von Euskirchen, sagte bei der Gründung im Rathaus: „Die Wärmewende macht nicht an Gemeindegrenzen halt. In der Genossenschaft konzentrieren wir unsere Expertise und entlasten die Verwaltungen – damit unsere Bürgerinnen und Bürgern auch in Zukunft in einer lebenswerten und nachhaltigen Region leben, die eine bezahlbare, sichere und klimaneutrale Energie- und Wärmeversorgung sicherstellt.“

Die operative Umsetzung übernimmt nach Angaben der Beteiligten e-regio. Dazu gehörten kaufmännische und technische Betriebsführung sowie Fachwissen und personelle Ressourcen. Eigenes Personal oder eigene Infrastruktur habe die Genossenschaft nicht. Leistungen würden über e-regio, die Mitglieder oder gemeinsam beauftragte Fachleute organisiert. Finanziert werde dies über ein Umlagesystem.

Aufbau eines digitalen Zwillings der Region

Eine der ersten Maßnahmen ist laut Mitteilung der Aufbau eines digitalen Zwillings der Region. Die sogenannte Energiewendeplattform RheinEifel solle Gebäude, Infrastrukturen, Potenziale und Szenarien erfassen. Damit sollten Entscheidungen etwa zu Förderanträgen, Projektbewertungen oder Prioritäten auf Basis aktueller Daten getroffen werden. Zudem wolle die Genossenschaft ein Monitoring aufbauen, das Entwicklungen laufend beobachtet und auf Veränderungen reagiert. Genannt werden unter anderem politische und geopolitische Rahmenbedingungen.

Ehrernamtliche Vorstände

Die Generalversammlung bestellte Christoph Becker, früherer Bürgermeister von Bornheim, und Manuel Thom, Leiter Energiewendekoordination bei e-regio, in den Vorstand. Beide übernehmen die Aufgabe ehrenamtlich und führen ab sofort die Geschäfte der Genossenschaft. Zu den Gründungsmitgliedern gehören Bornheim, Rheinbach, Bad Münstereifel, Blankenheim, Dahlem, Euskirchen, Hellenthal, Kall, Mechernich, Nettersheim, Schleiden und Vettweiß.





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