Freitag, 8. Mai 2026

Stadtwerke Energie Jena-PößneckGründung vor 35 Jahren

[23.04.2026] Die Stadtwerke Energie Jena-Pößneck bestehen seit 35 Jahren. Nach Angaben des Unternehmens entwickelte sich der kommunale Versorger seit der Gründung 1991 von einem kleinen Betrieb zu einem regionalen Anbieter für Strom, Gas und Fernwärme. Heute setzt das Unternehmen verstärkt auf Projekte zur Energiewende.

Heute führen André Sack und Claudia Budich die Geschäfte der Stadtwerke Jena-Pößneck.

(Bildquelle: Stadtwerke Jena)

Am 23. April 1991 wurde in Jena die Gründungsurkunde für ein eigenes Energieversorgungsunternehmen unterzeichnet. Das teilt die Stadtwerke Energie Jena-Pößneck mit. Vorausgegangen sei ein Streit mit der Treuhandanstalt um die Rückführung der Energieanlagen in kommunale Hand. Der Betrieb habe mit vier Mitarbeitenden, 128 Fernwärmekundinnen und -kunden sowie Büroräumen in einer Neubauwohnung im Stadtteil Winzerla begonnen. 

100.000 Kundinnen und Kunden werden versorgt

Heute beschäftigen die Stadtwerke Energie gemeinsam mit ihrer Tochtergesellschaft Stadtwerke Jena Netze nach eigenen Angaben rund 420 Mitarbeitende. Versorgt würden etwa 100.000 Kundinnen und Kunden in Jena, Pößneck und der Region mit Strom, Gas und Fernwärme. Das Unternehmen betreibe ein Netzgebiet von rund 370 Quadratkilometern in 22 Städten und Gemeinden. Die gemeinsamen Umsatzerlöse beider Unternehmen hätten zuletzt bei rund 336 Millionen Euro gelegen. Neben der Energieversorgung bieten die Stadtwerke laut Mitteilung Dienstleistungen rund um Elektromobilität, Photovoltaik und Wärmelösungen für Haushalte, Unternehmen und Kommunen an. Bereits 2013 sei das Angebot für Haushaltskundinnen und -kunden vollständig auf Strom aus erneuerbaren Energien umgestellt worden.

Unterzeichnung der Gründungsdokumente im Jahr 1991 (Bildquelle: Archiv Stadtwerke Jena)

Ein Schwerpunkt liege auf dem Ausbau der Fernwärme in Jena. Derzeit entstehe im Rahmen einer geförderten Transformationsplanung ein Maßnahmen- und Zeitplan für den Ausbau des Netzes, für Modernisierung, Digitalisierung und mehr Effizienz in der Wärmeversorgung sowie für die Umstellung auf erneuerbare Energien. Mit dem Projekt ANIKA, kurz für Abwärmenutzung mittels integrierter Kläranlage, soll nach Angaben des Unternehmens voraussichtlich ab 2030 eine neue Wärmequelle für Jena-Nord entstehen.

Lade-Infrastruktur wird erweitert

Auch die Lade-Infrastruktur für Elektrofahrzeuge werde erweitert. Mittlerweile gebe es mehr als 100 öffentliche Ladepunkte. Zudem würden Lösungen wie das Laden an Straßenlaternen angeboten. Nach Angaben der Stadtwerke unterstützt das Unternehmen jährlich 30 Vereine in Jena und der Region mit insgesamt 15.000 Euro. Gefördert würden Projekte aus Sport, Kultur, Umwelt und dem sozialen Bereich. Zudem bestehen Partnerschaften mit regionalen Sportvereinen sowie kulturellen Veranstaltungen.





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