Stadtwerke MünchenInsgesamt ein gutes Jahr

Stadtwerke München: Den größten Beitrag zum Ergebnis leistete das Energiegeschäft.
(Bildquelle: SWM/Matthias Rothe)
Die Stadtwerke München (SWM) haben ihren Jahresabschluss für 2025 vorgelegt. Er steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch Aufsichtsrat und Gesellschafterin. Nach Angaben des Unternehmens war das Jahr von geopolitischen Spannungen, schwankenden Energiemärkten, regulatorischen Änderungen und intensivem Wettbewerb geprägt. Die Umsatzerlöse sanken auf 6,3 Milliarden Euro nach 6,9 Milliarden Euro im Jahr zuvor. Als Grund nennen die SWM vor allem die Entkonsolidierung der Bayerngas Energy, die aus Erdgasvertrieb und -handel ausgestiegen sei.
Hohes Defizit beim ÖPNV
Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) betrug 428 Millionen Euro. Im Vorjahr hatte es 575 Millionen Euro erreicht, damals beeinflusst durch Einmaleffekte. Den größten Beitrag leistete laut SWM erneut das Energiegeschäft einschließlich erneuerbarer Energien. Der Bereich Mobilität mit U-Bahn, Bus und Tram habe dagegen wieder ein hohes Defizit ausgewiesen.
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) ging auf 1,1 Milliarden Euro zurück. Der operative Cashflow blieb mit 1,6 Milliarden Euro auf Vorjahresniveau. Das Nachsteuerergebnis lag bei 524 Millionen Euro. Ursache seien außergewöhnliche Ergebniseffekte aus Vorjahren, die sich erst 2025 bilanziell ausgewirkt hätten. Die Investitionen stiegen konzernweit deutlich und überschritten mit 1,1 Milliarden Euro erstmals die Milliardenmarke. Nach Angaben der SWM floss das Geld in die Daseinsvorsorge und Zukunftsprojekte in München.
100 Millionen Euro für die Stadt München
Wie mit der Landeshauptstadt München vereinbart, werden erneut 100 Millionen Euro Gewinn ausgeschüttet. Zusammen mit Gewerbesteuer und Konzessionsabgaben fließen laut Unternehmen insgesamt 233 Millionen Euro in den Münchner Haushalt. Im Vorjahr waren es 242 Millionen Euro.

SWM-Chef Florian Bieberbach erklärte: „Für die SWM war 2025 insgesamt betrachtet ein gutes Jahr.“ Das Ergebnis ermögliche es, Investitionsprogramme etwa für öffentlichen Nahverkehr, Bäder, Glasfaser und klimaneutrale Energieversorgung fortzusetzen. Im Bereich erneuerbare Energien erreichten die SWM nach eigenen Angaben 2025 ein Ausbauziel aus dem Jahr 2009. Demnach könnten die eigenen Anlagen rechnerisch so viel Ökostrom erzeugen, wie München in einem normalen Jahr verbrauche.
Tiefengeothermie zur Wärmeversorgung
Im Wärmesektor setzten die SWM nach eigenen Angaben ihren Umbau der Fernwärme fort. Diese solle spätestens bis 2040 CO2-neutral gedeckt werden. Dabei setze das Unternehmen vor allem auf Tiefengeothermie. Für die Geothermieanlage am Michaelibad seien 2025 Fördermittel genehmigt und vorbereitende Bauarbeiten abgeschlossen worden. Zudem arbeiteten die SWM an weiteren Standorten im Stadtgebiet und Umland.
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