Dienstag, 14. Juli 2026

BambergGrößte PV-Anlage der Stadt entsteht

[23.06.2026] In der Bamberger Südflur entsteht die größte Photovoltaikanlage der Stadt mit mehr als 17.000 Solarmodulen. Das Projekt soll ab Ende 2026 Ökostrom für rund 4.500 Haushalte liefern und eröffnet Bürgerinnen und Bürgern eine Beteiligungsmöglichkeit.

Offizieller Spatenstich für Bambergs größte Photovoltaikanlage in der Südflur.

v.l.: Stadtwerke-Projektkoordinator Johannes Bergen; Dr. Michael Fiedeldey, Stadtwerke-Geschäftsführer; Oberbürgermeister Sebastian M. Niedermaier; Ulrich Geis, Geschäftsführer der Energieallianz Bayern

(Bildquelle: Stadtwerke Bamberg)

In der Bamberger Südflur haben die Bauarbeiten für Bambergs größte Photovoltaikanlage begonnen. Wie die Stadtwerke Bamberg berichten, soll die Anlage ab Ende des Jahres mehr als zwölf Millionen Kilowattstunden Ökostrom pro Jahr erzeugen und damit rechnerisch 4.500 Haushalte versorgen.

Den offiziellen Start markierte ein symbolischer Spatenstich mit Oberbürgermeister Sebastian M. Niedermaier (SPD), Stadtwerke-Geschäftsführer Michael Fiedeldey und Ulrich Geis, Geschäftsführer der Energieallianz Bayern. Die Stadtwerke sehen den Ausbau erneuerbarer Energien als wichtigen Baustein der künftigen Energieversorgung und setzen das Projekt gemeinsam mit der Energieallianz Bayern um, einem Verbund aus 49 überwiegend bayerischen Stadtwerken und Energieversorgern. Den Bau übernimmt das Unternehmen IBC Solar aus Bad Staffelstein.

Die Photovoltaikanlage entsteht auf einer zwölf Hektar großen Fläche entlang des Rhein-Main-Donau-Kanals. Dort bauten die Stadtwerke bislang auf einer Pappelplantage Biomasse für die Strom- und Wärmeerzeugung an, unter anderem für das Passivhaushallenbad Bambados. Mit der neuen Anlage steigt die regenerative Energieausbeute im Wasserschutzgebiet deutlich.

Mehr als 17.000 Solarmodule werden auf einer Unterkonstruktion aus Edelstahl montiert. Diese Konstruktion soll den Schutz des Trinkwassers sicherstellen. Unter den Modulen bringen die Betreiber eine Saatgutmischung mit heimischen Wildkräutern aus. Außerdem sollen Schafe die Grünlandpflege übernehmen. Die Tiere sparen den Einsatz von Maschinen und finden zwischen den Modulreihen Schatten und Schutz vor Witterung.

Auch Bürgerinnen und Bürger können sich an dem Projekt beteiligen. Die Stadtwerke bieten ab dem 1. Juli ein Nachrangdarlehen mit dem Namen „Sonnenscheine“ an. Eine Beteiligung ist ab 500 Euro möglich, maximal können 10.000 Euro investiert werden. Das Darlehen läuft zehn Jahre und wird mit 2,65 Prozent jährlich verzinst. Die Zeichnung erfolgt ausschließlich online. Da die Stadtwerke mit einer hohen Nachfrage rechnen, gilt das Windhundprinzip: Wer zuerst zeichnet, erhält den Zuschlag.





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