KWK-ModellkommuneHerten reicht Feinkonzept ein

Die Stadt Herten reicht ihr Feinkonzept für den Wettbewerb KWK-Modellkommune des Landes Nordrhein-Westfalen ein.
v.l.: Thorben Müller, Ingenieur; Volker Lindner, Stadtbaurat der Stadt Herten; Uli Paetzel, Bürgermeister der Stadt Herten
(Bildquelle: Stadt Herten)
Das Land Nordrhein-Westfalen will mit dem Wettbewerb KWK-Modellkommune Städten und Gemeinden beim Ausbau ihrer Anteile der Kraft-Wärme-Kopplung (KWW) an der Stromerzeugung unterstützen. Von ursprünglich 51 Bewerberkommunen wurden 21 ausgewählt, die dann in der zweiten Runde ein Kraft-Wärme-Kopplungs-Feinkonzept entwickeln sollten (15972+wir berichteten ). Die Stadt Herten hat das Konzept nach eigenen Angaben nun fristgerecht eingereicht. Es sieht ein Gesamtpaket aus mehreren Einzelprojekten vor. Unter anderem soll der Ausbau der Fernwärmeauskopplung am RZR und der Betrieb von Grubengas Blockheizkraftwerken (BHKW) auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Schlägel & Eisen vorangetrieben werden. Mit einem BHKW für die Grundlast des St. Elisabeth-Hospitals könne zudem ein weiterer Beitrag zur dezentralen KWK geleistet werden. Sehr innovativ sei zudem die Nutzung von Brennstoffzellen, mit denen der Kunde zum Erzeuger werde und Strom und Wärme in Kooperation mit den Hertener Stadtwerken produzieren könne.
Insgesamt kann laut Stadtverwaltung eine jährliche CO2-Reduktion von knapp 90.000 Tonnen erreicht werden. Verglichen mit der derzeitigen Emission, wäre das eine Verringerung von gut 20 Prozent. Der jährliche Primärenergiebedarf sinke um beinahe 115 Gigawattstunden oder 1,9 Megawattstunden pro Einwohner. Ob die geplanten Maßnahmen den Ansprüchen des Wettbewerbs KWK Modellkommune entsprechen, wird sich in den kommenden Monaten zeigen. Dann soll eine Jury die vier besten Konzepte auswählen.
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