Donnerstag, 19. März 2026

RWEKeine Dividende für Kommunen

[22.02.2017] Fast sechs Milliarden Euro Verlust weist die Bilanz von RWE im Geschäftsjahr 2016 aus. Inhaber von Vorzugsaktien sollen trotzdem eine Dividende erhalten, Kommunen als Stammaktienbesitzer gehen leer aus.
RWE-Zentrale in Essen: Rekordverlust im Geschäftsjahr 2016

RWE-Zentrale in Essen: Rekordverlust im Geschäftsjahr 2016

(Bildquelle: RWE AG)

Der Energiekonzern RWE hat vorläufige Zahlen für das Geschäftsjahr 2016 vorgelegt. Demnach weist die Konzernbilanz ein Minus von rund 5,7 Milliarden Euro aus. Verantwortlich für die roten Zahlen seien außerplanmäßige Abschreibungen auf konventionelle Kraftwerke in Höhe von 4,3 Milliarden Euro. Außerdem hätten erhöhte Rückstellungen für den geplanten Atomfonds der Bundesregierung den Konzernabschluss 2016 mit rund 1,8 Milliarden Euro belastet. Wie RWE weiter mitteilt, seien die operativen Ertragsziele für 2016 erreicht worden. Laut den vorläufigen Zahlen erzielte der Energiekonzern ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 3,1 Milliarden Euro und ein bereinigtes Nettoergebnis von 800 Millionen Euro.
Der Vorstand will der Hauptversammlung vorschlagen, die Ausschüttung einer Dividende für das Geschäftsjahr 2016 für Inhaber von Stammaktien, darunter viele Kommunen, auszusetzen. Die Inhabern von Vorzugsaktien sollen 13 Cent je Aktie erhalten. Für 2017 strebe der RWE-Vorstand an, eine Dividende auf Stamm- und Vorzugsaktien in Höhe von 50 Cent auszuschütten, heißt es in der Pressemeldung. Den testierten Konzernabschluss 2016 wird RWE im Rahmen der Bilanz-Pressekonferenz am 14. März 2017 vorstellen.



Stichwörter: Unternehmen, RWE, Bilanz


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