BMWKKlimaschutzpaket verabschiedet
Die Bundesregierung hat vergangene Woche das Klimaschutzprogramm 2023 und die Novelle des Klimaschutzgesetzes beschlossen. Wie das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) mitteilt, ist nun erstmals absehbar, dass die Bundesregierung mit den bereits beschlossenen und geplanten Klimaschutzmaßnahmen bis zum Jahr 2030 bis zu 80 Prozent der bestehenden Klimaschutzlücke schließen und damit die gesamten Treibhausgasemissionen in Deutschland in diesem Jahrzehnt deutlich reduzieren kann. Das Klimaschutzgesetz lege künftig eine jährliche Gesamtmenge an Treibhausgasemissionen fest, die in der Summe aller Jahre eingehalten werden müsse. Wird das Ziel in zwei aufeinander folgenden Jahren verfehlt, müsse die Bundesregierung zusätzliche Klimaschutzmaßnahmen ergreifen. Zudem müsse jede neue Bundesregierung zu Beginn ihrer Amtszeit ein Klimaschutzprogramm vorlegen.
Nach Angaben des Ministeriums leistet die Bundesregierung mit dem vorliegenden Klimaschutzprogramm einen entscheidenden Beitrag zur gemeinsamen Bewältigung der Folgen der Klimakrise und zur Umsetzung des Pariser Weltklimaabkommens. Mit den bereits ergriffenen und im Klimaschutzprogramm vereinbarten Maßnahmen komme sie dem Klimaziel 2030 – einer Emissionsminderung um 65 Prozent gegenüber 1990 – deutlich näher.
Maßnahmen der vergangen anderthalb Jahre
Einen erheblichen Teil der notwendigen Maßnahmen habe die Bundesregierung in den vergangenen eineinhalb Jahren seit Regierungsantritt bereits beschlossen. Mit dem Energiesofortmaßnahmenpaket aus EEG-Novelle, Windenergie-an-Land-Gesetz, Windenergie-auf-See-Gesetz, der Novelle des Energiewirtschaftsgesetzes und des Bundesnaturschutzgesetzes habe die Bundesregierung den Ausbau der erneuerbaren Energien deutlich beschleunigt. Zudem habe die Bundesregierung die Novellierung des Gebäudeenergiegesetzes und eine Reform der Bundesförderung für effiziente Gebäude auf den Weg gebracht und damit die Wärmewende, also das Heizen ohne fossile Energieträger, konsequent vorangetrieben. Auch der Aufbau eines Wasserstoffnetzes stehe in den kommenden Jahren auf der Agenda, ebenso wie der umfangreiche Ausbau der Übertragungs- und Verteilnetze für Strom. Mit den Klimaschutzverträgen und der Erarbeitung der Carbon-Management-Strategie bringe die Bundesregierung zudem die Industrie auf den Weg zur Klimaneutralität.
Klimaschutzlücke reduzieren
Mit diesen und zahlreichen weiteren Maßnahmen werde die Klimaschutzlücke bis 2030 deutlich verringert. Dennoch seien in den kommenden Jahren mit hoher Wahrscheinlichkeit weitere Klimaschutzanstrengungen notwendig. Nach der Logik der geplanten Novelle des Klimaschutzgesetzes liege die Verantwortung hierfür bei der gesamten Bundesregierung. Mit der geplanten Novelle werde die Überprüfung der Einhaltung der Klimaziele vorausschauend, mehrjährig und sektorübergreifend erfolgen. Die Bundesregierung entscheide, in welchem Sektor und mit welchen Maßnahmen die Einhaltung der Summe der jährlichen Gesamtemissionen bis 2030 erreicht werden soll.
Alle für die Sektoren zuständigen Bundesministerien, insbesondere jene, in deren Zuständigkeit die Sektoren fallen, die die Klimaziele verfehlen, sollten zu den Minderungsmaßnahmen beitragen.
https://www.bmwk.de
Bundesverband Erneuerbare Energie: Branche legt Maßnahmenpaket vor
[31.03.2026] Die Erneuerbaren-Branche legt ein eigenes Maßnahmenpaket für ein kostengünstiges und resilientes Energiesystem vor. Es reagiert auf umstrittene Gesetzesvorschläge aus dem Bundeswirtschaftsministerium und zielt auf mehr Investitionssicherheit und geringere Systemkosten. mehr...
Deutscher Städte- und Gemeindebund: Umsetzung der Wärmewende in Gefahr
[30.03.2026] Deutschlands Kommunen warnen vor einem finanziellen Kollaps, der Investitionen in die Wärmewende ausbremst. Ohne grundlegende Reformen und verlässliche Förderstrukturen drohen Planung und Umsetzung vor Ort ins Stocken zu geraten. mehr...
Gaspaket: Lob und Kritik von Branchenverbänden
[26.03.2026] Drei Branchenverbände bewerten den Gesetzentwurf zum Gas- und Wasserstoffbinnenmarkt grundlegend unterschiedlich. Ihre Stellungnahmen zeigen, wo es beim Umbau der Gasnetze zu Biomethan und Wasserstoff noch hakt und welche Nachbesserungen sie fordern. mehr...
Klimaschutzprogramm: Stellungnahmen von VKU, BSW-Solar und BDEW
[26.03.2026] VKU, BSW-Solar und BDEW haben das neue Klimaschutzprogramm der Bundesregierung bewertet und fordern Nachbesserungen. Die Verbände sehen Fortschritte, warnen aber vor Umsetzungsdefiziten und widersprüchlichen Signalen für zentrale Sektoren der Energiewende. mehr...
Naturstrom: Umfrage zur Energiepolitik veröffentlicht
[18.03.2026] Eine große Mehrheit der Bevölkerung bewertet die Energiepolitik der Bundesregierung negativ und lehnt zentrale Reformpläne ab. Die Ergebnisse einer aktuellen Umfrage zeigen wachsende Skepsis gegenüber Solar- und Heizungsentscheidungen – mit möglichen Folgen für Investitionen und Akzeptanz der Energiewende. mehr...
Badenova: Forderungskatalog nach Landtagswahl
[13.03.2026] Nach der Landtagswahl 2026 in Baden-Württemberg fordert der Energieversorger Badenova ein schnelleres Vorgehen bei der Energie- und Wärmewende. Das kommunale Unternehmen hat dazu ein Papier mit zwölf Punkten vorgelegt. Darin geht es unter anderem um Finanzierung, Genehmigungen, Wärmenetze und den Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft. mehr...
KRITIS-Gipfel: Forderung nach stärkerer Resilienz
[11.03.2026] Energieverbände fordern eine stärkere Ausrichtung auf Resilienz und Schutz Kritischer Infrastrukturen in Deutschland. Anlass war der erste KRITIS-Gipfel, der gestern in Berlin stattfand. Dort berieten Vertreter der Branche, der Politik und der Bundeswehr über neue Bedrohungslagen und konkrete Schutzmaßnahmen. mehr...
Bundesverband Solarwirtschaft: Frontalangriff auf die Energiewende
[03.03.2026] Ein geleakter Entwurf zur Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes sieht die Streichung der Förderung für neue private Solaranlagen und eine Pflicht zur Direktvermarktung vor. Die Solarbranche warnt vor massiven Folgen für Investitionen, Arbeitsplätze und die Klimaziele. mehr...
Gebäudemodernisierungsgesetz: Städte sehen Hürden
[02.03.2026] Die ostdeutschen Städte arbeiten an der Wärmewende. Nun liegen Eckpunkte für ein neues Gebäudemodernisierungsgesetz vor. Der Deutsche Städtetag begrüßt die Einigung, sieht jedoch noch offene Fragen und warnt vor Risiken für Investitionen und Klimaziele. mehr...
Baden-Württemberg: 22 Windpark-Projektierer warnen vor Aus von Windenergie
[02.03.2026] 22 Windpark-Projektierer aus dem Südwesten warnen vor einem faktischen Aus für neue Anlagen in Baden-Württemberg. Sie sehen den Ausschreibungsmechanismus des EEG als Ursache und drängen die Bundesregierung zu raschen Korrekturen. mehr...
Gebäudemodernisierungsgesetz: Kritik und Lob von Branchenverbänden
[26.02.2026] Das neue Gebäudemodernisierungsgesetz (GMG) setzt auf eine Grüngasquote, eine entfristete Bio-Treppe und stärkere Förderung für Fernwärmenetze. Verbände aus der Energie- und Wärmewirtschaft begrüßen den Kurswechsel, warnen aber vor Preisrisiken, fehlender Planungssicherheit und offenen Detailfragen. mehr...
Baden-Württemberg: Land stellt 50 Millionen Euro für Elektrolyseure bereit
[25.02.2026] Baden-Württemberg startet die zweite Runde seines Förderprogramms für Elektrolyseure und stellt weitere 50 Millionen Euro für die regionale Wasserstofferzeugung bereit. Das Umweltministerium reagiert damit auch auf fehlende Vorgaben des Bundes und will den Aufbau lokaler Wasserstoff-Hubs beschleunigen. mehr...
Speicherbranche: Kritik an AgNes-Prozess
[24.02.2026] Die geplante Neuordnung der Netzentgelte im AgNes-Prozess stellt die bisherige Befreiung von Stromspeichern infrage. Vertreter der Speicherbranche warnen, dass ohne Vertrauensschutz Milliardeninvestitionen und bis zu 16 GW Batteriespeicherleistung auf der Kippe stehen. mehr...
Sachsen-Anhalt: Resilienz-Stab zum KRITIS-Schutz eingerichtet
[24.02.2026] Sachsen-Anhalt richtet einen ressortübergreifenden Resilienz-Stab zum Schutz Kritischer Infrastrukturen ein. Das neue Gremium soll angesichts wachsender Risiken durch Extremwetter, Cyber-Angriffe und hybride Bedrohungen die Krisenvorsorge des Landes neu ordnen. mehr...
Hamburg: Firmen warnen vor Netzplänen
[23.02.2026] Mehr als 20 Energieunternehmen aus Hamburg wenden sich gegen das vom Bundeswirtschaftsministerium geplante „Netzpaket“. Sie befürchten Nachteile für den Ausbau erneuerbarer Energien und für den Standort. In einem Brief an die Hamburger CDU fordern sie eine Kehrtwende. mehr...












