NürnbergKommunale Gebäude haben PV-Anlagen erhalten

Die Photovoltaikanlage auf dem Dach der Kulturwerkstatt „Auf AEG“.
(Bildquelle: Stadt Nürnberg/Hochbauamt)
Sechs neue Photovoltaikanlagen auf städtischen Gebäuden sollen in Nürnberg künftig einen erheblichen Teil des Strombedarfs vor Ort decken. Wie die Stadt Nürnberg mitteilt, entstanden die Anlagen im Rahmen des Sonderfonds Energiemangellage; Planung und Umsetzung übernahm das städtische Hochbauamt. Insgesamt investierte die Kommune rund 475 503 Euro.
Die Anlagen stehen auf der Kulturwerkstatt „Auf AEG“, den Häusern für Kinder in Neunhof und im Hopfengartenweg, der Berufsschule B 9 in der Wieselerstraße 3 sowie auf Gebäuden des Tiergartens, darunter die Lagerhalle des Betriebshofs und der neue Rentierstall. Zusammen erreichen sie eine installierte Leistung von etwa 306 Kilowatt peak (kWp). Die jährliche Stromproduktion schätzt die Stadt auf rund 290.000 bis 300.000 Kilowattstunden (kWh). Rechnerisch entspricht das einer Einsparung von etwa 30.000 Litern Heizöl pro Jahr.
„Die Stadt Nürnberg setzt mit dem Photovoltaik-Ausbau ein deutliches Zeichen für Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit und Klimaschutz. Die Nutzung von Dachflächen für die Eigenstromerzeugung ist eine effiziente und nachhaltige Möglichkeit, Energiekosten dauerhaft zu senken und sich unabhängiger von externen Energiepreisentwicklungen zu machen. Photovoltaikanlagen sind damit ein zentraler Baustein einer zukunftsfähigen kommunalen Energieversorgung“, sagt Planungs- und Baureferent Daniel F. Ulrich.
Mehrere Anlagen entstanden als Erweiterung bestehender Systeme. Auf dem Dach der Kulturwerkstatt „Auf AEG“ wurde eine vorhandene Anlage um 87 kWp ergänzt und als Eigenverbrauchsanlage mit Überschusseinspeisung ausgelegt. Wegen statischer Vorgaben nach einer kürzlichen Dachsanierung klebten die Monteure die Module direkt auf die Dachhaut. Auch beim Haus für Kinder in Neunhof erweiterten Fachleute eine bestehende Anlage um 37 kWp; aus statischen Gründen kamen ebenfalls geklebte Module zum Einsatz.
Am Haus für Kinder im Hopfengartenweg installierte die Stadt auf einem Flachdach eine neue Ost-West-Eigenverbrauchsanlage mit 29 kWp. Eine ältere Anlage wurde zuvor demontiert, das Dach anschließend vollständig neu mit Modulen belegt.
An der Berufsschule B 9 entstand auf einem Gründach eine 60-kWp-Anlage. Hier kam eine speziell für begrünte Dächer entwickelte Unterkonstruktion zum Einsatz, damit die Dachvegetation erhalten bleibt. Im Tiergarten ergänzen zwei weitere Systeme das kommunale Portfolio: eine 75-kWp-Eigenverbrauchsanlage auf der Lagerhalle des Betriebshofs sowie eine 18-kWp-Anlage auf dem Dach des neuen Rentierstalls, deren Strom ebenfalls direkt vor Ort genutzt wird.
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