Mittwoch, 25. Februar 2026

Trianel Windpark Borkum IIKommunalen Drittinvestor gefunden

[23.02.2017] Die Gesellschafterstruktur für die zweite Ausbaustufe des Trianel Windparks Borkum II steht, die Elektrizitätswerke der Stadt Zürich werden gemeinsam mit dem Vermögensberatungsunternehmen Fontavis die verbleibenden 24,5 Prozent der Anteile übernehmen.
Das Elektrizitätswerk der Stadt Zürich beteiligt sich als Drittinvestor am Trianel Windpark Borkum II.

Das Elektrizitätswerk der Stadt Zürich beteiligt sich als Drittinvestor am Trianel Windpark Borkum II.

v.l.: Dietmar Spohn, Geschäftsführer der Stadt Bochum; Marc Schürch, Geschäftsführer von ewz Offshore Borkum; Roland Leuenberger, Partner von Fontavis; Lukas Hemmeler, Geschäftsführer von ewz Offshore Borkum; Sven Becker, Sprecher der Geschäftsführung von

(Bildquelle: Trianel GmbH)

Das Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (ewz) beteiligt sich gemeinsam mit dem schweizerischen Anlagenberatungsunternehmen Fontavis am Trianel Windpark Borkum II. Die Beitrittserklärung über 24,5 Prozent wurde jetzt unterschrieben. Klaus Horstick, kaufmännischer Geschäftsführer von Trianel Windkraftwerk Borkum II (TWB II), sagt: „Mit dem Beitritt des Elektrizitätswerks der Stadt Zürich steht die Gesellschafterstruktur für den Trianel Windpark Borkum II.“ Auch Sven Becker, Sprecher der Geschäftsführung von Trianel, freut sich: „Mit dem ewz haben wir einen weiteren großen kommunalen Energieversorger für das Offshore-Engagement gewinnen und die Stadtwerke-Familie erweitern können. Damit wird auch die zweite Ausbaustufe des Nordsee-Windparks in kommunaler Hand realisiert.“
„ewz will spätestens bis 2034 eine Stromproduktion aus ausschließlich erneuerbaren Energiequellen erreichen. Windenergie spielt in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle“, bekräftigt Martin Roth, Leiter Energieproduktion und Mitglied der Geschäftsleitung bei ewz. „Mit dem erwarteten Ertrag aus der Beteiligung am Offshore-Windpark Trianel Windpark Borkum II kann ewz die jährliche Windproduktion auf einen Schlag um rund 30 Prozent erhöhen und kommt damit beim Ausbau der Energieproduktion aus erneuerbaren Quellen einen bedeutenden Schritt vorwärts.“
Der Gesellschafterkreis will den Baubeschluss für die Phase II des Trianel Windparks Borkum noch im April 2017 fällen. Für Frühjahr 2018 ist der Baustart des Offshore-Windparks geplant, 2019 soll das kommunale Projekt ans Netz gehen. Irina Lucke, technische Geschäftsführerin des Gemeinschaftsunternehmens TWB II, erklärt: „Die Phase der Projektentwicklung wird mit dem Financial Close im April abgeschlossen sein. Mit dem Baubeschluss beginnt dann die Produktion der einzelnen Gewerke und wir bereiten alles für den ersten Rammschlag vor.“
Der Trianel Windpark Borkum II wird 32 Windkraftanlagen des Anlagenherstellers Senvion mit einer Leistung von jeweils rund 6,3 Megawatt umfassen. Wie Trianel mitteilt, werden die Anlagen auf Monopiles errichtet und dann an die bereits vorhandene parkinterne Umspannplattform der ersten Ausbaustufe des Offshore-Parks angeschlossen. Laut den Windprognosen wird die zweite Ausbaustufe rund 800 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr produzieren.
An dem Trianel Offshore-Windpark sind die Stadtwerke-Kooperation Trianel gemeinsam mit weiteren 18 Stadtwerken aus Deutschland mit einem Anteil von 38 Prozent, der Energieversorger EWE aus Oldenburg mit einem Anteil von 37,5 Prozent und ewz zusammen mit Fontavis mit einem Anteil von 24,5 Prozent beteiligt. Die Gesamtinvestitionen für das Projekt belaufen sich voraussichtlich auf rund 800 Millionen Euro.





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