ÜbertragungsnetzeN-ERGIE entfacht neue Diskussion

Josef Hasler, Vorstandsvorsitzender des kommunalen Energieunternehmens N-ERGIE, liebäugelt mit einer Verstaatlichung der Übertragungsnetze.
(Bildquelle: N-ERGIE Aktiengesellschaft)
Josef Hasler, Vorstandsvorsitzender des Stromversorgers N-ERGIE, hält eine Verstaatlichung der vier deutschen Übertragungsnetze für eine gangbare Alternative zum aktuell überdimensioniert geplanten Netzausbau: „Ich frage mich ernsthaft, ob der Ausbau der Übertragungsnetze nicht durch eine neue Infrastrukturgesellschaft in öffentlicher Hand erfolgen sollte.“ Die notwendigen finanziellen Mittel für eine solche Investition stehen laut Hasler zur Verfügung. So könnten die rund 23 Milliarden Euro aus dem Atommüll-Fonds zunächst in den Ausbau und später in den mehrheitlichen Erwerb der deutschen Übertragungsnetze investiert werden. Hasler: „Die Bürger würden so an den Gewinnen ihres Beitrags zur Energiewende beteiligt werden.“
In einer Pressemeldung weist N-ERGIE darauf hin, dass die Übertragungsnetze in allen europäischen Ländern seit der Liberalisierung in öffentlicher Hand verblieben sind, nur in Deutschland nicht. Deshalb könnten die vier Übertragungsnetzbetreiber in Deutschland auch hohe, risikofrei erwirtschaftete Gewinne einfahren. Hasler fordert indessen: „Wenn das Netz schon ausgebaut werden muss, dann sollten die Renditen wenigstens in Deutschland bleiben und hier reinvestiert werden. Zudem sollte der Netzausbau in einem volkswirtschaftlich sinnvollen Maß erfolgen. Dazu müssen Alternativen gleichberechtigt geprüft werden.“
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