Montag, 23. Februar 2026

Praxisforum Geothermie.BayernNachbericht 2017

[02.10.2017] Wirtschaftlichkeit und Risikominimierung waren unter anderem Thema des Praxisforums Geothermie.Bayern. Die Vorträge zu der von Enerchange organisierten Veranstaltung können nun im Internet heruntergeladen werden. Interessierte können sich außerdem bereits für das Praxisforum im Oktober 2018 anmelden.
Alle Vorträge des Praxisforum Geothermie.Bayern 2017 können über die Website zur Veranstaltung bezogen werden.

Alle Vorträge des Praxisforum Geothermie.Bayern 2017 können über die Website zur Veranstaltung bezogen werden.

v.l.: Franz Barenth, Stadtwerke München; Dr. Florian Eichinger, Hydroisotop GmbH; PD Dr. Thomas Bauman, TU München, Institute fo Hydrochemistry; Kirsten Appelhans, renerco plan consult GmbH; Dirk Rosemeyer, Geothermie Unterhaching GmbH & Co. Kg

(Bildquelle: Mark Fernandes)

Um neue technische und gesetzliche Entwicklungen, laufende Geothermieprojekte und den Stand der Forschung ging es beim Praxisforum Geothermie.Bayern, das am 11. und 12. September 2017 stattgefunden hat (wir berichteten). Mehr als 200 Teilnehmer sind dafür laut Veranstalter Enerchange nach München gekommen. In fünf Keynotes und sechs Fachforen wurde über Themen wie Scaling, Bohrpfaddesign, Seismizität, Wirtschaftlichkeit und Risikominimierung bei Geothermieprojekten referiert und diskutiert. In den einzelnen Fachforen wurden Preismodelle bei der Netzeinspeisung, technische Neuerungen, Entwicklungen und Erfahrungen in der geothermischen Stromerzeugung und Wärmenutzung sowie bohrtechnische Herausforderungen und neue Projekte vorgestellt. Am englischsprachigen Round Table unter dem Titel Invest Geothermal ging es um Versicherungsmodelle, Herausforderungen bei laufenden Projekten und Anreize für Investoren. Im Fokus standen Fragen, wie sich Risiken und damit verbunden die Kosten minimieren lassen und Geothermieprojekte profitabler werden, welche Lektionen aus bestehenden Projekten gelernt wurden und wie sich diese Erfahrungen für neue Projekte einsetzen lassen. Zu den zentralen Forderungen und Empfehlungen der Teilnehmer zählt beispielsweise, dass alle erforderlichen Daten für ein Geothermieprojekt früher kommuniziert und bei der Planung alle Risiken über die gesamte Laufzeit eines Projekts stärker berücksichtigt werden. Bohrkosten ließen sich so realistischer einschätzen, so die Begründung der Befürworter. Um neuen Unternehmen den Einstieg in die Geothermiebranche zu erleichtern, wurde vonseiten der Teilnehmer zu einer so genannten Fündigkeitsversicherung geraten, die auch Teilbereiche oder einzelne Risiken einschließt. Betont wurde außerdem, dass die Portfolioerweiterung durch Geothermieprojekte für Firmen aus der Erdöl- und Erdgasbranche sinnvoll und logisch sei: Diese Unternehmen bringen langjährige Erfahrung im Bohren mit, kennen oft schon viele der beteiligten Serviceunternehmen und haben Daten über die Bodenbeschaffenheit vorliegen. Hervorgehoben wurde auch der Vorteil von kraftwärmegekoppelten Geothermiewerken. Diese seien rentabler, weil die Produktion von Wärme als zusätzliche Einkommensquelle dient und lassen sich in den Sommermonaten bei geringem Wärmebedarf flexibel einsetzen.
Insgesamt herrscht laut Enerchange auf dem Geothermiemarkt eine sehr positive Stimmung. Der Wille zur Veränderung sei da. Allein die Projekte müssten noch stärker vorangetrieben werden. Alle Vorträge der Veranstaltung und das gebundene Abstract Volume können über die Website zur Veranstaltung bezogen werden. Im nächsten Jahr lädt das Praxisforum laut Enerchange wieder im Oktober zum Erfahrungsaustausch nach München ein. Anmeldungen sind ab jetzt mit Frühbucherrabatt möglich.





Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Politik

Berlin: Gesetzentwurf zum besseren Schutz von KRITIS

[23.02.2026] Der Berliner Senat will das Datenschutz- und Sicherheitsrecht anpassen, um Kritische Infrastruktur besser vor Anschlägen zu schützen. Hintergrund sind gezielte Attacken auf die Stromversorgung; der Gesetzentwurf soll moderne Schutztechnik rechtlich absichern und Informationsrisiken begrenzen. mehr...

VKU/BDEW: Stellungnahme zum Diskussionspapier der Bundesnetzagentur

[19.02.2026] Die Branchenverbände VKU und BDEW haben sich jetzt jeweils zum Diskussionspapier der Bundesnetzagentur zu möglichen Einspeisenetzentgelten positioniert. Beide Verbände begrüßen Reformschritte bei den Stromnetzentgelten, lehnen dynamische Einspeiseentgelte jedoch ab. mehr...

Bundesnetzagentur: Orientierungspunkte für Einspeiseentgelte vorgelegt

[19.02.2026] Die Bundesnetzagentur hat jetzt Orientierungspunkte für Einspeiseentgelte vorgelegt. Daraus geht hervor, dass die Behörde Stromerzeuger ab 2029 systematisch an den Netzkosten beteiligen und dafür ein Kapazitätsentgelt sowie dynamische Einspeiseentgelte einführen will. mehr...

bericht

Solarenergie: Verstärkte Investitionen gefragt

[16.02.2026] Solarenergie ist die günstigste und populärste Art der Stromerzeugung. Bis 2030 soll die bundesweit installierte Solarleistung noch einmal nahezu verdoppelt werden. Wie gestaltet sich die Energiewende in Photovoltaik, Speichern und Solarthermie? mehr...

Einzelne Windkraftanlage auf einer leicht hügeligen, abgeernteten Feldfläche. Der hohe Turm mit rot-weißen Markierungen ragt in einen blauen Himmel mit großen, weißen Wolken. Die Landschaft wirkt weit und offen, im Vordergrund erstreckt sich ein goldenes Getreidefeld.

Offener Brief: Länder fordern mehr Ausschreibungen

[12.02.2026] Auf eine schnelle Anhebung der Ausschreibungsvolumina für Windkraft an Land drängen mehrere Energieministerinnen und -minister. In einem gemeinsamen Brief wenden sie sich deshalb an die Bundesnetzagentur und das Bundeswirtschaftsministerium. Hintergrund sind verfehlte Ausbauziele bei den erneuerbaren Energien. mehr...

Netzpaket: Verbände sehen Nachbesserungsbedarf

[12.02.2026] Zum Referentenentwurf für das sogenannte Netzpaket nehmen weitere Branchenverbände Stellung. BDEW und BEE sehen Nachbesserungsbedarf und warnen vor Eingriffen in Planungssicherheit und Investitionsbedingungen. mehr...

Auf einem weiten Ackerland wird eine Windenergieanlage errichtet: Ein großer Turm steht bereits, ein roter Baukran montiert weitere Bauteile. Am Boden liegen Rotorblätter mit roten Spitzen, Turmsegmente und Technikcontainer, im Hintergrund sind mehrere fertige Windräder in der Landschaft zu sehen.

Pläne der Bundesregierung: Netzpaket stößt auf Kritik

[11.02.2026] Die geplanten Änderungen beim Netzanschluss für erneuerbare Energien sorgen für Widerstand. Neben dem Bundesverband WindEnergie warnt auch die rheinland-pfälzische Klimaschutzministerin Katrin Eder vor den Folgen für Investitionen, Kommunen und die Versorgungssicherheit. Sie fordert einen Kurswechsel zugunsten von Netzausbau und Flexibilität. mehr...

Baden-Württemberg: Klimaschutz-Programm reaktiviert

[04.02.2026] Kommunen in Baden-Württemberg können wieder Förderanträge für Beratungs- und Begleitmaßnahmen zur energetischen Sanierung öffentlicher Gebäude stellen. Das Land reaktiviert dafür den zweiten Teil des Programms Klimaschutz-Plus und ergänzt die bereits laufende Investitionsförderung. mehr...

Steinbeis: Neue AG für Konfliktkommunikation

[02.02.2026] Eine neue Arbeitsgemeinschaft hat sich zum Ziel gesetzt, Konflikte bei Energie- und Infrastrukturprojekten zu verringern. Sie richtet sich an Verantwortliche aus Unternehmen und Kommunen. Ziel ist es, Bürgerinnen und Bürger stärker in Planungen einzubeziehen. mehr...

BDEW: Milliardeninvestitionen in den Netzausbau gefordert

[02.02.2026] Neue Regionalszenarien der Stromverteilnetzbetreiber zeigen einen drastisch steigenden Bedarf an Netzanschlüssen bis 2045. Der BDEW fordert deshalb Milliardeninvestitionen in den Netzausbau und bessere regulatorische Rahmenbedingungen, um privates Kapital zu mobilisieren. mehr...

KRITIS-Dachgesetz: BDEW fordert Tempo

[30.01.2026] Der Bundestag hat gestern das KRITIS-Dachgesetz zur Umsetzung der CER-Richtlinie verabschiedet. Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft fordert nun Tempo, klare Zuständigkeiten und eine praxisnahe Ausgestaltung, um die Resilienz kritischer Infrastrukturen wirksam zu erhöhen. mehr...

Gebäudeenergiegesetz: Spitzenverbände fordern Reform

[29.01.2026] Mehrere Spitzenverbände aus Energie-, Kommunal- und Immobilienwirtschaft fordern eine schnelle und grundsätzliche Reform des Gebäudeenergiegesetzes hin zu einem Gebäudemodernisierungsgesetz. Sie verlangen klare, investitionsfreundliche und praxistaugliche Regeln, die nationale und europäische Vorgaben zusammenführen. mehr...

VKU: Kurskorrektur beim Offshore-Ausbau gefordert

[28.01.2026] Der Verband kommunaler Unternehmen fordert anlässlich des Nordsee-Gipfels eine Kurskorrektur beim Ausbau der Offshore-Windenergie. Ziel sei ein Ausbaupfad, der Systemkosten begrenzt, Netze besser auslastet und Investitionen wirtschaftlich tragfähig macht. mehr...

BSW-Solar: Bündnis fordert Fortsetzung der Photovoltaik-Förderungen

[28.01.2026] Ein breites Bündnis aus Wirtschafts- und Zivilgesellschaftsverbänden warnt vor geplanten Kürzungen bei der Förderung von Photovoltaik auf Gebäuden. Nach Ansicht der Unterzeichner würde ein Abbau der Förderung den Solarausbau bremsen, Strompreise verteuern und die Klimaziele gefährden. mehr...

Rheinisches Revier: Gigawattpakt erreicht Ausbauziele

[26.01.2026] Der Gigawattpakt im Rheinischen Revier erreicht schneller als geplant zentrale Ausbauziele: Die installierte Leistung erneuerbarer Energien ist seit Ende 2020 auf 4,4 Gigawatt gestiegen. Damit rückt die für 2028 vorgesehene Marke von fünf Gigawatt bereits nach knapp vier Jahren in greifbare Nähe. mehr...