StudieOffshore-Potenzial bei 60 GW

Das Potenzial der Offshore-Energie auf den deutschen Meeresgewässern wird auf 60 GW geschätzt.
(Bildquelle: Frank Urbansky)
Die Stiftung Offshore-Windenergie hat erstmals eine Bedarfs- und Potenzialanalyse zur Erzeugung von grünem Wasserstoff durch Windenergie auf See in Deutschland veröffentlicht. Die Berechnungen zeigen, dass über 60 Gigawatt (GW) installierbare Offshore-Leistung auf Basis des neuen Raumordnungsplans (ROP) möglich sind, wenn alle verfügbaren Möglichkeiten genutzt werden. Damit ließen sich auch erhebliche Mengen Grüner Wasserstoffs erzeugen. Um die Potenziale zu heben, bedarf es jedoch nach der Bundestagswahl der richtigen politischen Entscheidungen und regulatorischen Weichenstellungen.
„Von dem Ergebnis der Studie fühlen wir uns bestätigt. Es ist viel mehr Offshore-Windkraft möglich, als wir uns in Deutschland bisher vorgenommen haben. Diese 60 Gigawatt würden die erzeugte Strommenge von 60 großen Kohlekraftwerken überflüssig machen. Gleichzeitig läuft uns angesichts der bisher installierten Leistung von nur rund 7,5 GW die Zeit davon“, erklärt der niedersächsische Umwelt- und Energieminister Olaf Lies (SPD). „Die Ergebnisse zeigen erstmalig eindrucksvoll das enorme Potenzial der Offshore- Windenergie in Kombination mit der Produktion von grünem Wasserstoff für Deutschland“, unterstreicht Stiftungsgeschäftsführerin Karina Würtz. Den Berechnungen zufolge könnten jährlich über 1,2 Millionen Tonnen Grüner Wasserstoff (bis zu 44,2 Terawattstunden) produziert werden, wenn die errechnete Windenergieleistung, die über den zur Stromerzeugung im Windenergie-auf-See-Gesetz verankerten 40 GW liegt, ausschließlich zur Wasserstofferzeugung genutzt würde. Zum Vergleich: Die Nationale Wasserstoffstrategie sieht bis 2035/2040 ein Wasserstoffproduktionsziel von 28 TWh vor.
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