Dienstag, 11. August 2026

RWE / NexansPlatzsparend zu mehr Strom

[16.03.2015] Die Unternehmen Nexans und RWE haben eine Zusammenarbeit für die Vermarktung supraleitender Kabelsysteme vereinbart. Im Fokus steht der leistungsfähige und platzsparende Stromtransport.

Nexans, RWE Deutschland sowie RWE Netzservice wollen gemeinsam supraleitende Systeme in Deutschland und weiteren Zielländern vermarkten. Das haben die Unternehmen jetzt mit einer Vertragsunterzeichnung bestätigt. Grundlage für die Kooperation bildet das Projekt AmpaCity, das durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert wird (18771+wir berichteten). Erklärtes Ziel von RWE und Nexans ist es, die technologischen Erkenntnisse aus laufenden Forschungs- und Entwicklungsprojekten schnellstmöglich zu nutzen und im Rahmen von Kundenprojekten weiterzuentwickeln. Auch das Gesamtsystem des Supraleiters soll dadurch optimiert werden. „Wir haben gezeigt, dass es sich bei supraleitenden Systemen um eine innovative Technologie handelt, die die Praxistauglichkeit im täglichen Einsatz in verschiedenen Projekten unter Beweis gestellt hat“, erklärt Klaus Engelbetz, Geschäftsführer RWE Netzservice. „Auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten kann die Supraleitung eine Alternative zum konventionellen Netzausbau sein. RWE und Nexans verzahnen die notwendigen Kompetenzen und Erfahrungen, um Kunden von der individuellen Machbarkeitsstudie bis hin zum Supraleiter-Gesamtsystem ein passgenaues Lösungsportfolio zu bieten.“ Frank Schmidt, Leiter des Geschäftsfelds Supraleitung bei Nexans, ist ebenso vom gemeinsamen Vorhaben überzeugt: „Der steigende Energiebedarf in Ballungsgebieten, verbunden mit der Tatsache, dass hier der Raum ein teures Gut ist, zwingt zum Umschwenken auf leistungsfähigen und platzsparenden Stromtransport. Wir setzen mit dieser Zusammenarbeit mit RWE unsere langjährige gute Partnerschaft auf diversen Gebieten fort und ergänzen uns dabei in geradezu idealer Weise.“ Nach RWE-Angaben machen es supraleitende Kabelsysteme möglich, große Hochspannungs-Umspannanlagen aus dem Stadtkern abzuziehen und durch kompakte Mittelspannungsanlagen zu ersetzen. Somit werden zentrumsnahe Flächen von Hochspannungsleitungen und großen Umspannanlagen befreit. Verglichen mit konventionellen Lösungen bietet das supraleitende Kabel auch einen deutlich geringeren Platzbedarf bei der Legung. Zudem transportiere es fünfmal so viel Strom wie herkömmliche Kabel – und das nahezu verlustfrei.





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