MartinUmstieg auf Stackable Data Platform

Das Unternehmen Martin verwendet jetzt für die Analyse der Betriebsdaten seiner Waste-to-Energy-Anlagen die Stackable Data Platform.
(Bildquelle: Team Coded Zero)
Das Unternehmen Martin für Umwelt- und Energietechnik wertet die Betriebsdaten seiner thermischen Abfallbehandlungsanlagen künftig über die Stackable Data Platform aus. Wie Stackable und Martin berichten, ersetzt die zentrale Plattform eine zuvor dezentrale Analyse mit manuellen Exporten und unterschiedlichen Werkzeugen.
Martin baut seit 1925 Anlagen zur thermischen Abfallverwertung und stattet jede Linie mit hunderten Sensoren aus. Sie erfassen Parameter im Rostsystem, in der Feuerung, in der Entschlackung, in Förderanlagen und in der Energiegewinnung. Pro Linie fallen täglich rund zehn Gigabyte Daten an. Bislang werteten verschiedene Mitarbeiter diese Daten getrennt aus. Mit wachsender Datenmenge stieß dieses Vorgehen an Grenzen.
„Die Datensouveränität war uns sehr wichtig“, sagt Max Schönsteiner, Head of Research & Development bei Martin. Als Betreiber und Servicepartner im Umfeld Kritischer Infrastruktur wollte das Unternehmen keine Abhängigkeit von großen Hyperscalern eingehen. Nach einer Marktanalyse entschied sich Martin für die Open-Source-basierte Plattform von Stackable.
Der Aufbau begann im Januar 2023. Nach rund neun Monaten stand ein Minimum Viable Product bereit, die vollständige produktive Umgebung folgte innerhalb von zwei Jahren. Martin nutzt die Cloud-Variante bei dem deutschen Anbieter IONOS. Dank der Kubernetes-Basis kann das Unternehmen bei Bedarf auf eine On-Premises-Umgebung wechseln.
Kern der Lösung ist unter anderem die Analyse-Engine Apache Spark. Sie verarbeitet große Datenmengen ohne Verluste und stellt alle relevanten Anlagenparameter zentral bereit. Die Mitarbeiter harmonisieren Sensordaten aus unterschiedlichen Anlagen und vergleichen sie standortübergreifend. Das ist entscheidend, weil sich Zusammensetzung und Feuchte des Abfalls je nach Region und Jahreszeit stark unterscheiden und den Verbrennungsprozess direkt beeinflussen.
Martin kombiniert die Messdaten mit physikalisch-thermodynamischen Modellen. „Erfahrung trifft auf Technik“, sagt Schönsteiner. Das Team erkennt Abweichungen schneller, identifiziert Ursachen präziser und plant Wartungen vorausschauend. Stillstände lassen sich so reduzieren. Für Betreiber bedeutet das mehr Verfügbarkeit und belastbare Entscheidungsgrundlagen durch detaillierte Berichte.
Weltweit sind mehr als 1.000 Entsorgungslinien von Martin im Einsatz. In den kommenden Jahren will das Unternehmen möglichst viele davon an die Datenplattform anbinden und die Analysen weiter ausbauen. Ziel ist ein durchgängig datengetriebener Service über den gesamten Lebenszyklus der Anlagen.
Stadtwerke Lübeck: Erstes eigenes Rechenzentrum in Betrieb genommen
[13.03.2026] Die Stadtwerke Lübeck haben ihr erstes eigenes Rechenzentrum in Betrieb genommen, das sensible Daten künftig direkt vor Ort verarbeitet und speichert. Das Projekt soll die digitale Souveränität der Region stärken – und stößt schon zum Start auf große Nachfrage. mehr...
Nexiga: Plattform analysiert Strommarkt-Dynamiken
[05.03.2026] Das Unternehmen Nexiga bringt mit dem Hellbrise Monitor eine neue Datenplattform zur Analyse von Strommarkt-Dynamiken an den Start. Das Tool soll Einspeisespitzen, negative Preise und strukturelle Risiken der Energiewende transparent machen und richtet sich an Versorger, Netzbetreiber, Forschung und Politik. mehr...
VertiGIS: Vorarlberger Energienetze erneuert Geo-Informationssystem
[04.03.2026] Das Unternehmen Vorarlberger Energienetze stellt sein Geo-Informationssystem auf die dritte Generation um und setzt dabei auf Technologie von VertiGIS. Der Wechsel ist wegen des auslaufenden Altsystems bis 2028 zwingend und betrifft Datenqualität, Netzbetrieb und künftige KI-Anwendungen gleichermaßen. mehr...
evm: KI-Chatbot entlastet Kundenservice
[03.03.2026] Das kommunale Unternehmen Energieversorgung Mittelrhein (evm) zieht eine Zwischenbilanz zum Einsatz seines KI-Chatbots Eva. Demnach wurden allein im Jahr 2025 mehr als 40.000 Gespräche geführt. mehr...
WEMAG: Wechsel auf S/4HANA-Plattform
[03.03.2026] Die WEMAG-Gruppe hat ihre IT-Systeme grundlegend umgestellt. Nach einer Projektzeit von 18 Monaten nutzt das Unternehmen nun die S/4HANA-Plattform von Thüga SmartService. Dabei wurden 92 Buchungskreise und knapp 500 Nutzerinnen und Nutzer migriert. mehr...
Plattformstrategie: Hybrid denken, souverän handeln
[26.02.2026] Die Erlanger Stadtwerke sind mit Microsoft 365 auf eine Plattform umgestiegen, die Mitarbeitende spürbar entlastet und die Zusammenarbeit effizienter gestaltet. Im Sinne der digitalen Souveränität wurde für die Softwarearchitektur ein hybrider Ansatz gewählt. mehr...
Wuppertaler Stadtwerke: IT-Partnerschaft mit rku․it besiegelt
[23.02.2026] Die Wuppertaler Stadtwerke bauen ihre IT mit der NextGen-Plattform von rku.it aus. Die strategische Partnerschaft soll Prozesse im SAP-Umfeld modernisieren und den kommunalen Versorger langfristig digital absichern. mehr...
cortility: Zusatzmodule an SAP S/4HANA angepasst
[20.02.2026] Das Unternehmen cortility hat mehrere Zusatzmodule für SAP S/4HANA Utilities überarbeitet. Die Lösungen nutzen die neue Systemarchitektur und lassen sich ohne große Anpassungen integrieren. Weitere Erweiterungen sind angekündigt. mehr...
Salesfive: CRM-Vorlage für Stadtwerke
[20.02.2026] Die Energieversorgung Oberhausen und Salesfive präsentieren eine CRM-Lösung für Stadtwerke. Die auf Praxiserfahrungen basierende Vorlage soll den Kundenservice schneller und effizienter machen. Laut den Unternehmen ist der Start innerhalb weniger Wochen möglich. mehr...
Kisters: Neue Plattform für den Energiehandel
[12.02.2026] Das Unternehmen Kisters präsentiert auf der E-world energy & water 2026 eine neue Software für das Portfoliomanagement. Die Lösung richtet sich an Energiehändler, Stadtwerke und Dienstleister. Sie soll Prozesse automatisieren und den Handel mit Strom und Gas effizienter machen. mehr...
Klimamanagement: Software und Beratung aus einer Hand
[11.02.2026] Der IT-Dienstleister regio iT unterstützt Kommunen mit einem modularen Lösungspaket bei Klimaschutz- und Klimaanpassungsstrategien. Es handelt sich um eine synergetische Kombination aus IT-gestütztem Datenmanagement, strategischer Beratung und effizienter Beschaffung. mehr...
ITC: KI-Werkzeugkasten vorgestellt
[30.01.2026] ITC hat einen cloudbasierten KI-Werkzeugkasten für Stadtwerke und Energieversorger vorgestellt, der sofort einsetzbare Funktionen für Kundenservice, Prozessautomatisierung und Energiemanagement bündelt. Ziel ist es, technische Hürden abzubauen und Künstliche Intelligenz als praktisches Arbeitsmittel im Tagesgeschäft einzuführen. mehr...
Stadtwerke Eberbach: Umstieg auf Kraftwerk-Plattform
[29.01.2026] Die Stadtwerke Eberbach ersetzen ihr bisheriges SAP-System durch die Kraftwerk-Plattform auf Basis von Microsoft Business Central. Ausschlaggebend für die Entscheidung war die Möglichkeit, alle energiewirtschaftlichen Prozesse auf einer durchgängigen Softwarelösung abzubilden. mehr...
GABO IDM: Zunehmende Bedeutung von Digitalen Informationszwillingen
[27.01.2026] Digitale Informationszwillinge sollen ungeplante Stillstände in Energieanlagen deutlich verkürzen und die Anlagenverfügbarkeit erhöhen. Nach Angaben der GABO IDM bündeln sie technische Daten, Dokumentation und Prozesse in einer zentralen, webbasierten Plattform. mehr...










