IBM/NatuvionCloud-Umstieg beschleunigen

Energieversorger müssen ihre IT-Systeme in Richtung Cloud modernisieren.
(Bildquelle: Adobe Stock)
Die IT-Unternehmen IBM und Natuvion haben eine strategische Zusammenarbeit angekündigt, um die Migration von Energieversorgern auf die Cloud-Plattform SAP S/4HANA Utilities zu beschleunigen. Nach Angaben der Unternehmen sollen zusätzliche Kapazitäten für bis zu 40 lokale und regionale Versorger geschaffen werden. Betroffen seien mehr als zehn Millionen Zählpunkte. Hintergrund ist das bevorstehende Ende der Wartung für die bisher vielfach genutzte zentrale Software zur Planung und Steuerung von Unternehmensressourcen (SAP ECC) von SAP Ende 2027. Danach werde es keine Sicherheitsupdates mehr geben. Die Unternehmen sehen deshalb einen hohen Zeitdruck für Energieversorger, ihre Systeme zu modernisieren.
Neue Möglichkeiten für digitale Anwendungen
Der deutsche Energiemarkt befinde sich im Wandel. Neue regulatorische Vorgaben, steigender Kostendruck und gewachsene IT-Strukturen stellten viele Unternehmen vor Herausforderungen. Gleichzeitig böten Entwicklungen wie Smart Metering, Photovoltaikanlagen und E-Mobilität neue Möglichkeiten für digitale Anwendungen und flexible Geschäftsmodelle, heißt es von IBM. Viele Unternehmen der Branche arbeiten nach Angaben der Partner noch mit SAP ECC. Besonders für Betreiber kritischer Infrastruktur spiele IT-Sicherheit eine wichtige Rolle. Moderne Plattformen könnten zudem helfen, Prozesse zu standardisieren und Systeme zukunftsfähig aufzustellen.
Thüga-Abrechnungsplattform ist bereits umgestellt
Als Beispiel nennen die Unternehmen die Thüga-Gruppe. Der Verbund aus rund 100 vernetzten Energie- und Wasserversorgern versorge nach eigenen Angaben 5,4 Millionen Strom- sowie 2,2 Millionen Gaskunden. Mit der Thüga-Abrechnungsplattform TAP sei dort bereits eine Software-as-a-Service-Lösung auf Basis von SAP S/4HANA Utilities entstanden. Die Herausforderung bestehe nun darin, eine große Zahl von Versorgungsunternehmen innerhalb eines festen Zeitrahmens auf die neue Plattform zu migrieren. Dabei müssten bestehende Systeme berücksichtigt werden, in die über Jahrzehnte energiewirtschaftliche Funktionen integriert worden seien.
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