Sonntag, 22. März 2026

StromtarifeSechs Euro weniger im Jahr

[11.11.2014] Die Ökostromumlage sinkt. Nun ziehen die Energieversorger nach und reduzieren ihre Preise – wenn auch nur leicht.
Die Kunden einiger Energieversorger können ab dem Jahr 2015 mit sinkenden Strompreisen rechnen.

Die Kunden einiger Energieversorger können ab dem Jahr 2015 mit sinkenden Strompreisen rechnen.

(Bildquelle: I-vista / pixelio.de)

Die Ökostromumlage wird im kommenden Jahr erstmals sinken – von gegenwärtig 6,24 Cent auf 6,17 Cent pro Kilowattstunde Strom. Das haben im Oktober 2014 die vier Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) bekannt gegeben (19993+wir berichteten). Einige Energieversorger haben nun angekündigt, die Preissenkungen an ihre Kunden weiterzugeben. So auch die Stadtwerke München: Zum 1. Januar 2015 sollen dort die Arbeitspreise für Privat- und Geschäftskunden je nach Tarif und Stromverbrauch gesenkt werden. Für einen Münchner Durchschnittshaushalt mit zwei Personen seien das immerhin rund 2,5 Prozent, versichert Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD), der Aufsichtsratsvorsitzende der Stadtwerke München. Auch die Stadtwerke Aachen (STAWAG) haben Entlastungen angekündigt: „Leider fällt die Senkung der EEG-Umlage deutlich geringer als erwartet aus; andere Umlagen steigen sogar“, sagt Andreas Maul, Vertriebsleiter der STAWAG. Ein vierköpfiger Haushalt mit einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 3.500 Kilowattstunden hätte demnach künftig sechs Euro im Jahr mehr in der Tasche.
Mit solch kleinen Beträgen will man sich beim Energieversorger RhönEnergie Fulda hingegen gar nicht erst befassen. Zwar müssten Preissenkungen an die Kunden weitergegeben werden, jedoch mache eine Tarifsenkung bereits zum Jahresbeginn keinen Sinn. „Der Anteil an gesetzlichen Abgaben des Strompreises sinkt zum 1. Januar 2015 gerade einmal um 0,153 Cent pro Kilowattstunde“, sagt Günter Bury, Sprecher der Geschäftsführung der RhönEnergie Fulda. Dies entspreche bei einem durchschnittlichen Verbrauch von 3.500 Kilowattstunden einem Betrag von 5,36 Euro jährlich netto. „Diese Veränderung liegt in der gleichen Größenordnung wie der zusätzliche Verwaltungsaufwand für eine Weitergabe dieser Differenz“, so Bury. Zum Jahresbeginn will der Regionalversorger seine Strompreise zunächst stabil halten. Im Dezember soll über eine mögliche Preissenkung zum 1. März 2015 entschieden werden. Zuvor hatte bereits der Energieversorger Mainova angekündigt, die Kostensenkungen bei der Strombeschaffung an die Kunden weiterzugeben (20134+wir berichteten).





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