Dienstag, 3. März 2026

Homberg (Efze)Solarpark legt Wert auf Nachhaltigkeit

[15.11.2012] Einer der größten Solarparks in Hessen hat in Homberg (Efze) den Betrieb aufgenommen. Beim Bau der Anlage fanden insbesondere Anforderungen des Naturschutzes Berücksichtigung.
Solarpark bei Homberg: Wichtiger Baustein in Hessens Energiekonzept.

Solarpark bei Homberg: Wichtiger Baustein in Hessens Energiekonzept.

(Bildquelle: b*green project)

Auf einem ehemaligen Standortübungsplatz und Kasernenareal in Homberg (Efze) bei Kassel wurde nach nur zwei Monaten Bauzeit einer der größten Solarparks Hessens offiziell eröffnet. Projektierer ist die Firma b*green project, als Generalunternehmer fungiert die Firma BaySolar. Für das Projekt wurden mehr als 30.000 Module verbaut, die Investitionen liegen bei zehn bis zwölf Millionen Euro.

Bürgerbeteiligung geplant

Der Solarpark in Homberg hat eine Leistung von 7,5 Megawatt als Spitzenwert; dem steht ein Spitzenverbrauch der Kernstadt Homberg von 6,5 Megawatt gegenüber. „Die Einspeisezusage entsprechend dem Status des Geländes als Konversionsfläche haben wir erwartungsgemäß erhalten“, meint Martin Wagner, Bürgermeister von Homberg. Zudem erhalten die Stadt Homberg sowie die Hessische Landesgesellschaft (HLG) durch den Park zukünftig 75.000 Euro Pachteinnahmen pro Jahr. Geplant ist zudem die Realisierung eines Photovoltaikparks mit Bürgerbeteiligung über den neuen Betreiber Tauber Solar; nach diesem Modell können sich einzelne Bürger finanziell an der Anlage beteiligen und profitieren von einer attraktiven Rendite.
Die Anforderungen des Naturschutzes wurden beim Bau des Homberger Solarparks in besonderer Weise berücksichtigt: „Unter anderem haben wir für Molch-Wanderungen rund zwei Hektar nicht bebaut, außerdem wird für 50.000 Euro eine Fläche von etwa 6.000 Quadratmetern entbuscht und neu bepflanzt, um einen Ausgleich zu dem mit der Anlage bebauten Areal zu schaffen“, berichtet Frank Geerken, Projektleiter aufseiten b*green project. Zudem würden einige Bäume auf dem Gelände als Nistplatz für geschützte Arten aus dem direkt angrenzenden Vogelschutzgebiet verbleiben. Darüber hinaus wurden die Solarmodule auf eine Höhe von 80 statt 60 Zentimeter gesetzt, sodass auf dem Areal des Parks weiterhin eine Schafbeweidung möglich ist. Geerken: „Insgesamt waren die Anforderungen in puncto Naturschutz recht anspruchsvoll. Es war uns neben den wirtschaftlichen und energietechnischen Vorteilen der Anlage aber wichtig, dass das bestehende Ökosystem davon unberührt bleibt. Denn nur so können wir wirklich von einem nachhaltigen Projekt sprechen, von dem alle Beteiligten profitieren.“
Mark Weinmeister, Staatssekretär im hessischen Umweltministerium, erklärte: „Wir wollen hier in Hessen bis 2050 unseren Energiebedarf komplett aus erneuerbaren Quellen generieren. Der Solarpark ist daher ein wichtiger Baustein in Hessens Energiekonzept.“ „Auch aus regionaler Sicht erfüllt das Projekt alle wichtigen Anforderungen“, so Bürgermeister Martin Wagner. „Die Option des Bürgerparks ist gewährleistet, für die Anlage wurden weitgehend deutsche Produkte verwendet, und der ansässige Schäfer kann das Gelände weiterhin als Weidegrund nutzen. Auch die Zusammenarbeit mit den Projektbeteiligten verlief sehr gut – das macht Mut für den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien hier in der Region.“





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