Stadtwerke MünsterSolides Ergebnis trotz Corona

Die Stadtwerke Münster kamen 2020 gut durch die Corona-Krise.
(Bildquelle: Stadtwerke Münster)
Mit einem Jahresüberschuss von 11,3 Millionen Euro schließen die Stadtwerke Münster das Geschäftsjahr 2020 ab. 6,5 Millionen Euro davon flossen bereits im vergangenen Dezember als Vorabgewinnausschüttung in den Haushalt der Stadt Münster. Das berichtet das Unternehmen. „Auch in einen Ausnahmejahr wie 2020 können sich die Münsteraner auf den Beitrag ihrer Stadtwerke verlassen. Corona hält uns nicht davon ab, Klimaschutz und Verkehrswende für ein lebenswertes Münster voranzubringen“, sagt Sebastian Jurczyk, Vorsitzender der Geschäftsführung, über das abgelaufene Geschäftsjahr. Ohne Rettungsschirm und Sondereffekte wäre das Ergebnis deutlich niedriger ausgefallen. Die weiteren 4,8 Millionen Euro stärkten als Gewinnrücklagen die Eigenkapitalbasis angesichts investitionsintensiver Zukunftsaufgaben bei Klimaschutz und Digitalisierung.
Auf das operative Energiegeschäft wirkt sich die warme Witterung im vergangenen Jahr stärker aus als die Corona-Pandemie. Die Stromabgabe sank in Summe um 4,2 Prozent bei stabiler Abgabe im Stammgebiet und Verlusten außerhalb. Wie in den Vorjahren steigerten die Stadtwerke hingegen den Ökostromabsatz, der um fast 62 Prozent zulegte. Infolge des trockenen Sommers wurden 1,1 Prozent mehr Trinkwasser abgegeben (17,4 Millionen Kubikmeter), jedoch 4,1 Prozent weniger Fern- und Nahwärme. Der Erdgasabsatz hingegen stieg geringfügig, vor allem außerhalb von Münster (+ 0,4 Prozent). Die erneuerbare Stromerzeugung aus Sonne steigerten die Stadtwerke im vergangenen Jahr um fast zehn Prozent und aus Wind um drei Prozent. Wegen eines Generatorschadens in der GuD-Anlage erzeugten die Stadtwerke Münster 2020 jedoch insgesamt weniger Strom als im Vorjahr (- 18 Prozent). Die installierte Leistung von Photovoltaik-Dachanlagen wuchs um ein Megawatt (peak) auf rund drei MWp – ein Zuwachs von 25 Prozent bei den Dachanlagen Die aktuelle installierte PV-Leistung von 9,4 MWp wollen die Stadtwerke bis 2030 auf 116 MWp steigern, denn ab Ende des Jahrzehnts sollen alle Privatkunden mit Ökostrom aus eigenen Anlagen versorgt werden. Wichtige Säulen dafür etablierte das Unternehmen im vergangenen Jahr mit einer Solar-Kooperation mit der städtischen Wohnungsgesellschaft Wohn+Stadtbau sowie Bürgerbeteiligungsmodellen für neue PV-Anlagen.
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