Mittwoch, 21. Oktober 2026

Stadtwerke KonstanzInvestitionen von 50 Millionen Euro

[16.01.2026] Die Stadtwerke Konstanz wollen dieses Jahr rund 50 Millionen Euro in Infrastruktur und Daseinsvorsorge investieren. Im Fokus stehen der Ausbau der Stromnetze sowie Projekte in Mobilität, Telekommunikation und bei den Tochtergesellschaften.

Die Stadtwerke Konstanz wollen dieses Jahr rund 50 Millionen Euro in Infrastruktur und Daseinsvorsorge investieren.

(Bildquelle: Stadtwerke Konstanz GmbH)

Rund 50 Millionen Euro will die Unternehmensgruppe Stadtwerke Konstanz in diesem Jahr in Projekte zur Sicherung der Daseinsvorsorge und zur Stärkung der Nachhaltigkeit investieren. Wie die Stadtwerke Konstanz mitteilen, liegt der Schwerpunkt dabei auf dem Ausbau der Stromnetze, ergänzt um Investitionen in Telekommunikation, Energielösungen sowie in mehrere Tochtergesellschaften.

Den größten Anteil mit etwa 27 Millionen Euro beansprucht die Energie-Infrastruktur, davon wiederum rund 21 Millionen Euro für die Stromnetze. Stadtwerke-Geschäftsführer Gordon Appel verweist darauf, dass der Strombedarf kontinuierlich steige, etwa durch den Zubau von Photovoltaik, den Einsatz von Wärmepumpen, den Hochlauf der Elektromobilität und den Ausbau von Wärmenetzen. Diese Entwicklungen machten deutlich höhere Netzkapazitäten erforderlich. Ein zentrales Vorhaben ist in diesem Zusammenhang die Fertigstellung des neuen Umspannwerks Weiherhof.

Investitionen im Bereich Telekommunikation

Weitere rund 4,5 Millionen Euro sind für den Bereich Telekommunikation vorgesehen. Nach Angaben des Unternehmens fließen diese Mittel vor allem in die Erweiterung des Glasfasernetzes sowie in zusätzliche Hausinstallationen, um den Zugang zu Highspeed-Internet in Konstanz auszubauen.

Auch die Tochtergesellschaften sind Teil des Investitionsprogramms. Die Konstanz Mobil GmbH (KMG) plant unter anderem Ausgaben von rund 350.000 Euro für dynamische Fahrgastanzeigen an Haltestellen des Busangebots „Roter Arnold“ sowie etwa 296.000 Euro für zusätzliche Ladepunkte in der sogenannten E-Zone und weitere Stromladestationen. Hinzu kommen rund 8,7 Millionen Euro für die Komplettsanierung der Tiefgarage am Augustinerplatz. Die Stadtwerke weisen darauf hin, dass die KMG im Zuge europarechtlicher Vorgaben gegründet wurde, um die Stadtbusleistungen ab 2027 weiterhin im Rahmen einer Inhouse-Vergabe durch ein kommunales Unternehmen erbringen zu können. Die Übernahme der Innenstadtparkhäuser soll zusätzliche Einnahmen sichern, die unter anderem zur Finanzierung des Parkhauses Europabrücke sowie zur Deckung von Defiziten im ÖPNV und bei den Bädern dienen.

Erhebliche Transformationsaufgaben

Die Bodensee-Schiffsbetriebe investieren laut Stadtwerke insgesamt rund eine Million Euro, darunter etwa 230.000 Euro in eine Photovoltaikanlage mit Batteriespeicher in der Werft Friedrichshafen.

Vor dem Hintergrund der Klimaschutzziele von EU, Bund, Land und Stadt sehen die Stadtwerke erhebliche Transformationsaufgaben auf sich zukommen. Nach Angaben des Unternehmens erwirtschaften die energiewirtschaftlichen Bereiche rund zwei Drittel des Gesamtumsatzes der Gruppe, stehen aber vor strukturellen Veränderungen. Sinkenden Erlösen aus dem Erdgasgeschäft stünden hohe Investitionen in Stromnetze und Wärmenetze gegenüber. Parallel dazu werde die Dekarbonisierung in allen Geschäftsfeldern vorangetrieben, vom Einsatz von Elektrobussen im ÖPNV bis hin zu neuen Antriebstechnologien für die Fährschiffe. „Abwarten ist für uns als auch die Stadt Konstanz als 100-prozentige Eigentümerin der Stadtwerke-Gruppe angesichts dieser Aufgaben keine Option“, erklären die Geschäftsführer Norbert Reuter und Gordon Appel. Die Transformation müsse entschlossen, aber umsichtig umgesetzt werden.

Begleitung durch Aufsichts- und Gemeinderat

Die strategische Ausrichtung der Investitionen sei in den vergangenen Jahren eng durch Aufsichtsrat und Gemeinderat begleitet worden, so die Stadtwerke weiter. Die entsprechenden Strategien seien beschlossen und befänden sich bereits in der Umsetzung, teils mit großer Aufmerksamkeit in der Branche, etwa bei der Wärmenetzplanung. Die Geschäftsführung betont den regionalen Effekt der Investitionen und verweist auf Wertschöpfung, die in Konstanz und der Region verbleibe.





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