Montag, 1. Juni 2026

EnergieministerkonferenzLänder bekräftigen Unterstützung für Windkraft

[01.06.2026] Die Energieministerinnen und -minister der Länder haben sich für die Fortsetzung des Windenergieausbaus ausgesprochen. Nach Angaben des Bundesverbands WindEnergie bekräftigten sie die bestehenden Ausbauziele und lehnten einen geplanten Redispatch-Vorbehalt ab. Zudem sprachen sie sich für einen stärkeren Ausbau der Windkraft in Süddeutschland aus.
Zwei Monteure in Schutzkleidung stehen auf einer angehobenen Arbeitsplattform und begleiten die Montage eines Rotorblatts einer Windkraftanlage. Das lange Rotorblatt wird von einem großen Kran in Position gebracht. Rechts im Bild ist der gelbe Ausleger des Krans zu sehen. Der helle, bedeckte Himmel bildet den Hintergrund der Arbeiten in großer Höhe.

Rotorblatt-Montage an einer Windkraft-Anlage.

(Bildquelle: BWE)

Die Energieministerinnen und -minister der Länder haben auf ihrer Konferenz ein Signal für einen stärkeren Ausbau der Windenergie gesetzt. Wie der Bundesverband WindEnergie (BWE) mitteilt, bekannten sich die Länder zu den bestehenden Ausbauzielen sowie zu zusätzlichen Ausschreibungen aus dem Klimaschutzprogramm. Nach Angaben des Verbands lehnten die Länder außerdem den geplanten Redispatch-Vorbehalt ab. Dabei handelt es sich um ein Instrument, das nach Auffassung des BWE neue Risiken für den Ausbau der Windenergie schaffen könnte.

Ausbaustopp wäre ein Irrweg

BWE-Präsidentin Bärbel Heidebroek begrüßte die Beschlüsse der Länder. „Die Länder haben erkannt: Deutschland muss beim Ausbau der Windenergie klaren Kurs halten. Gerade in Zeiten fossiler Energiekrisen wären neue Unsicherheiten oder ein Ausbaustopp ein Irrweg“, sagte sie. Die Länder hätten zudem einen stärkeren Ausbau der Windenergie in Süddeutschland angemahnt. Nach Einschätzung des Verbands könne ein regional breiter Ausbau die Netzverträglichkeit verbessern und den Bedarf an Redispatch-Maßnahmen verringern.

Redispatch-Vorbehalt nicht weiterverfolgen

Heidebroek forderte die Bundesregierung auf, den Redispatch-Vorbehalt nicht weiterzuverfolgen. „Die Länder geben mit ihren Beschlüssen klaren Rückenwind für einen pragmatischen Kurs: mehr Tempo beim Netz- und Speicherausbau sowie verlässliche Investitionsbedingungen statt zusätzlicher Risiken für Windkraftprojekte“, erklärte sie. Zudem sprach sich die Verbandspräsidentin für Änderungen am Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) und an einem geplanten Netzanschlusspaket aus. Leistungsfähige Netze und praxistaugliche Regelungen für Direktbelieferung, Speicher und Stromabnahmeverträge (Power Purchase Agreements, PPAs) seien aus Sicht des Verbands Voraussetzung für ein widerstandsfähiges und unabhängiges Energiesystem.





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