13. KMU-Forum Süd Spannende Zeiten für Netzbetreiber

Bessere Rahmenbedingungen des Bundes für mehr Planungssicherheit im Süden wurden auf dem KMU-Forum SÜD gefordert.
(Bildquelle: VfEW / J.Gemmrich)
Mehr als 100 Teilnehmer haben sich Mitte November beim 13. KMU-Forum Süd in Reutlingen getroffen. Die erneuerbaren Energien sind in Deutschland vor allem im Stromsektor mit circa 38 Prozent Anteil an der Stromerzeugung auf einem guten Weg. Wie der Verband für Energie- und Wasserwirtschaft (VfEW) mitteilt, gibt es allerdings verschiedene Punkte, die den weiteren Ausbau insbesondere in Süddeutschland ins Stocken geraten lassen. Beim KMU-Forum wurden vor allem die wechselnde Rahmenbedingungen im Bereich der Windenergie und die kurzfristige Kürzung der Vergütung für neue Photovoltaikanlagen und das damit verbundene zunehmende Projektrisiko als Gründe genannt. VfEW-Präsident Klaus Saiger, der gleichzeitig Geschäftsführer des Unternehmens FairNetz in Reutlingen ist, bezeichnete die aktuelle Zeit für Netzbetreiber als „spannend“. Es gebe derzeit viele Herausforderungen, welche die Stadtwerke mit der nötigen politischen Unterstützung aber meistern werden. „Wir als Unternehmen stehen hinter der Energiewende und wollen sie voranbringen“, sagte Saiger auf dem Forum. „Dafür benötigen wir aber Freiheiten, um engagiert und kreativ daran zu arbeiten.“ Die Aktualisierung des Regulierungsrahmens hält er daher für unumgänglich, wie er in einer Diskussion mit Franz Untersteller, dem baden-württembergischen Minister für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft und Stefan Kapferer, Hauptgeschäftsführer des BDEW, deutlich machte.
Energiesammelgesetz ist eher kontraproduktiv
Als kontraproduktiv für den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien in Baden-Württemberg bewerteten viele Teilnehmer den aktuellen Entwurf des Energiesammelgesetzes des Bundes, berichtet der VfEW. Aus Sicht von Untersteller fehlt die Chance für den Ausbau der Windkraft im Süden: „Wir brauchen die richtigen Voraussetzungen im Bund, um hier kostengünstige Windkraftanlagen erstellen zu können. Wenn keine Differenzierung zwischen Nord und Süd erfolgt, wird es keine erfolgreichen Ausschreibungen für den Süden geben.“ Das Vorhaben, die Einspeisevergütungen für neue PV-Anlagen bereits ab Januar 2019 um 20 Prozent zu kürzen, sieht Untersteller ebenso wie die Energiewirtschaft negativ. Bereits weit entwickelte Projekte würden dadurch gefährdet und der gerade wieder steigende Zubau an PV-Anlagen gedämpft. Wie der VfEW mitteilt, sieht die Energiewirtschaft den Fortschritt der Energiewende im Verkehrs- und Wärmesektor kritisch. „Im Bereich der CO2-Reduktion hat der Verkehrssektor bisher nichts gebracht“, sagte Stefan Kapferer in der Diskussion. „Wir brauchen ein CO2-Preissignal, um im Non-ETS-Bereich die Wettbewerbsfähigkeit des Produktes Strom zu stärken.“ Auch Umweltminister Untersteller sprach sich für eine stärkere CO2-Bepreisung aus: „Das Thema CO2-Bepreisung ist das zentrale Instrument, um die CO2-Minderungsziele bis 2020 zu erreichen.“
Offener Brief: Länder fordern mehr Ausschreibungen
[12.02.2026] Auf eine schnelle Anhebung der Ausschreibungsvolumina für Windkraft an Land drängen mehrere Energieministerinnen und -minister. In einem gemeinsamen Brief wenden sie sich deshalb an die Bundesnetzagentur und das Bundeswirtschaftsministerium. Hintergrund sind verfehlte Ausbauziele bei den erneuerbaren Energien. mehr...
Netzpaket: Verbände sehen Nachbesserungsbedarf
[12.02.2026] Zum Referentenentwurf für das sogenannte Netzpaket nehmen weitere Branchenverbände Stellung. BDEW und BEE sehen Nachbesserungsbedarf und warnen vor Eingriffen in Planungssicherheit und Investitionsbedingungen. mehr...
Pläne der Bundesregierung: Netzpaket stößt auf Kritik
[11.02.2026] Die geplanten Änderungen beim Netzanschluss für erneuerbare Energien sorgen für Widerstand. Neben dem Bundesverband WindEnergie warnt auch die rheinland-pfälzische Klimaschutzministerin Katrin Eder vor den Folgen für Investitionen, Kommunen und die Versorgungssicherheit. Sie fordert einen Kurswechsel zugunsten von Netzausbau und Flexibilität. mehr...
Baden-Württemberg: Klimaschutz-Programm reaktiviert
[04.02.2026] Kommunen in Baden-Württemberg können wieder Förderanträge für Beratungs- und Begleitmaßnahmen zur energetischen Sanierung öffentlicher Gebäude stellen. Das Land reaktiviert dafür den zweiten Teil des Programms Klimaschutz-Plus und ergänzt die bereits laufende Investitionsförderung. mehr...
Steinbeis: Neue AG für Konfliktkommunikation
[02.02.2026] Eine neue Arbeitsgemeinschaft hat sich zum Ziel gesetzt, Konflikte bei Energie- und Infrastrukturprojekten zu verringern. Sie richtet sich an Verantwortliche aus Unternehmen und Kommunen. Ziel ist es, Bürgerinnen und Bürger stärker in Planungen einzubeziehen. mehr...
BDEW: Milliardeninvestitionen in den Netzausbau gefordert
[02.02.2026] Neue Regionalszenarien der Stromverteilnetzbetreiber zeigen einen drastisch steigenden Bedarf an Netzanschlüssen bis 2045. Der BDEW fordert deshalb Milliardeninvestitionen in den Netzausbau und bessere regulatorische Rahmenbedingungen, um privates Kapital zu mobilisieren. mehr...
KRITIS-Dachgesetz: BDEW fordert Tempo
[30.01.2026] Der Bundestag hat gestern das KRITIS-Dachgesetz zur Umsetzung der CER-Richtlinie verabschiedet. Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft fordert nun Tempo, klare Zuständigkeiten und eine praxisnahe Ausgestaltung, um die Resilienz kritischer Infrastrukturen wirksam zu erhöhen. mehr...
Gebäudeenergiegesetz: Spitzenverbände fordern Reform
[29.01.2026] Mehrere Spitzenverbände aus Energie-, Kommunal- und Immobilienwirtschaft fordern eine schnelle und grundsätzliche Reform des Gebäudeenergiegesetzes hin zu einem Gebäudemodernisierungsgesetz. Sie verlangen klare, investitionsfreundliche und praxistaugliche Regeln, die nationale und europäische Vorgaben zusammenführen. mehr...
VKU: Kurskorrektur beim Offshore-Ausbau gefordert
[28.01.2026] Der Verband kommunaler Unternehmen fordert anlässlich des Nordsee-Gipfels eine Kurskorrektur beim Ausbau der Offshore-Windenergie. Ziel sei ein Ausbaupfad, der Systemkosten begrenzt, Netze besser auslastet und Investitionen wirtschaftlich tragfähig macht. mehr...
BSW-Solar: Bündnis fordert Fortsetzung der Photovoltaik-Förderungen
[28.01.2026] Ein breites Bündnis aus Wirtschafts- und Zivilgesellschaftsverbänden warnt vor geplanten Kürzungen bei der Förderung von Photovoltaik auf Gebäuden. Nach Ansicht der Unterzeichner würde ein Abbau der Förderung den Solarausbau bremsen, Strompreise verteuern und die Klimaziele gefährden. mehr...
Rheinisches Revier: Gigawattpakt erreicht Ausbauziele
[26.01.2026] Der Gigawattpakt im Rheinischen Revier erreicht schneller als geplant zentrale Ausbauziele: Die installierte Leistung erneuerbarer Energien ist seit Ende 2020 auf 4,4 Gigawatt gestiegen. Damit rückt die für 2028 vorgesehene Marke von fünf Gigawatt bereits nach knapp vier Jahren in greifbare Nähe. mehr...
Schleswig-Holstein: Erhöhung des Bürgerenergiefonds
[20.01.2026] Schleswig-Holstein erhöht den Bürgerenergiefonds um weitere fünf Millionen Euro und stärkt damit die Finanzierung von Energieprojekten in Bürgerhand. Das Gesamtvolumen des Fonds steigt auf 15 Millionen Euro und soll neue Wind-, Solar- und Wärmeprojekte anschieben. mehr...
BDEW: Stellungnahme zur Kraftwerksstrategie
[19.01.2026] Bundesregierung und EU-Kommission haben sich auf Eckpunkte der Kraftwerksstrategie verständigt und damit den Weg für neue Ausschreibungen und zusätzliche gesicherte Leistung geebnet. Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft sieht darin ein wichtiges Signal für Versorgungssicherheit und Investitionen in steuerbare Kapazitäten. mehr...
BDEW: Zehn-Punkte-Papier für mehr Resilienz
[14.01.2026] Nach dem mehrtägigen Stromausfall infolge eines Brandanschlags in Berlin fordert der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft rasche politische und rechtliche Konsequenzen. Ein Zehn-Punkte-Papier soll die Resilienz Kritischer Energie- und Wasserinfrastrukturen gegen Sabotage, Ausfälle und Krisen stärken. mehr...
Deutscher Landkreistag: Änderungen an KRITIS-Dachgesetz gefordert
[12.01.2026] Ein mehrtägiger Stromausfall nach einem Anschlag im Berliner Südwesten hat aus Sicht der Landkreise gravierende Schwachstellen in der Krisenvorsorge offengelegt. Der Deutsche Landkreistag dringt deshalb auf einen umfassenderen Schutz Kritischer Infrastrukturen und auf Nachbesserungen beim geplanten KRITIS-Dachgesetz. mehr...














