N-ERGIE/CatervaSpeicher bestehen Doppelhöckertest
Erstmals wurde ein Verbund privat genutzter Solarstromspeicher für die Erbringung von Primärregelleistung präqualifiziert. Wie der Bundesverband Energiespeicher mitteilt, dürfen damit 65 Energie-Speicher-Systeme (ESS) des Pilotprojekts SWARM ab sofort zur Stabilisierung des Stromnetzes beitragen. SWARM ist ein Gemeinschaftsprojekt des Systemlieferanten Caterva und des Unternehmens N-ERGIE. Die vom Unternehmen Caterva entwickelten ESS verfügen über eine jeweilige Gesamtleistung von 20 Kilowatt und eine Kapazität von 21 Kilowattstunden. Laut der Meldung ist jedes ESS mit einer eigenen Steuereinheit ausgestattet, sodass es autark auf die Netzfrequenz reagiert. Über das UMTS-Netz sind die in privaten Haushalten installierten Speicher mit der Leitzentrale bei Caterva verbunden und werden dort als Schwarm koordiniert. Die Leitzentrale nimmt die einzelnen aktuellen Speicherladestände der ESS auf und regelt den Schwarm so aus, dass jederzeit die angebotene Primärregelleistung zur Verfügung steht. An die Leitstelle des Übertragungsnetzbetreibers Tennet gibt sie online Daten weiter. Die Kraftwerksleitwarte der N-ERGIE übernimmt die Bedienung und Beobachtung des virtuellen Großspeichers. „Der virtuelle Großspeicher symbolisiert einen intelligenten und konsequent dezentralen Lösungsansatz für die Herausforderungen der Energiewende“, sagt Josef Hasler, Vorstandsvorsitzender der N-ERGIE.
Für die Präqualifikation musste der Schwarm den so genannten ÜNB-Doppelhöckertest bestehen. Dabei überprüfen die Übertragungsnetzbetreiber die Fähigkeit des Schwarms, die Leistungserbringung in positiver und negativer Richtung über die Dauer von zweimal 15 Minuten konstant zu halten. Zudem wurde getestet, ob die Primärregelleistung innerhalb von 30 Sekunden vollständig bereitgestellt werden kann.
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